Zu „Wählergruppe“ fordert Baier zum Rücktritt auf (Maz vom 25. März 2014)

27. März 2014
Von
Gerrit Schrader schrieb heute 
„Wer auf dem Termin am Montag zur Bestätigung der Kandidaten für die Gemeinderatswahl war, weiß, wir sind bestens aufgestellt. Die drei Wählergruppen gehen mit 12, 14 und 25 Kandidaten ins Rennen. Die SPD mit „nur“ 23.
Deren Galionsfigur Habermann (Ortsvorsteher Blankenfelde), der bei der letzten Wahl das beste Ergebnis von allen einfuhr, ist ihnen abhanden gekommen. Selbst diie Grünen mussten sich 2 Kandidaten von der SPD leihen, weil es sonst doch zu blöd aussehen würde, wenn auf der Liste mit Vater und Tochter nur der Name Kalinka erscheinen würde. 
Allein die hohe Zahl der Kandidaten ist ein Spiegelbild der Verhältnisse in der Gemeinde. Genau deshalb wird die Gegenwehr enorm sein. Die SPD hat bei der Bundestagswahl mit einer Ausnahme alle Direktmandate an die CDU abgeben müssen. Der Schock sitzt tief. Nun gilt es wenigstens die Rathäuser zu sichern, auch weil ein erneuter Einbruch bei den Kommunalwahlen ein negatives Zeichen für die Landtagswahl setzen würde. 
Für die SPD geht es darum, die  weitere Erosion ihrer Macht zu stoppen. Mal sehen, was Baier sich deshalb noch so alles einfallen lässt.“
Zu ergänzen wäre, man sieht an der Kurzschluss-Reaktion von Bürgermeister Baier auf die Rücktrittforderung der BVBB-Fraktion, er ist durchaus verzweifelt. Aus gutem Grund. Die SPD und ihre kommunale Spitzenkraft Ortwin B. haben in den letzten Jahren viele Fehler gemacht. Doch das Rathaus-Desaster schlägt dem Fass den Boden aus. Diese Großgemeinde schlecht regieren, dass können viele andere auch, dazu bedarf es nicht eines Ortwin Baiers und seines vorbestraften Baudezernenten. Langjährige klaerwerk-Leser wissen, mehr Schaden kann über die Jahre niemand anrichten, selbst wenn er von der der Strasse eingefangen und auf deren Stuhl gesetzt wird.
Inzwischen hat sich Andrea Hollstein zu Wort gemeldet, leitende Verwaltungsangestellte in der Stadtverwaltung Zossen (Kämmerin) und Spitzenkandidatin der BB-Fraktionzur Kommunalwahl am 25. Mai 2014. Lesen Sie bitte Ihren Standpunkt zur Rücktrittsforderung der BVVB-Fraktion an Bürgermeister Baier:   

Auch das BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow war Mitunterzeichner der Strafanzeige im Zusammenhang mit dem Projekt „Rathausneubau Blankenfelde-Mahlow“. Aus diesem Grund äußern wir uns auch zu diesem Artikel, der auf der Pressemitteilung des BVBB-WG beruht. Es war schon beunruhigend zu lesen, dass der Bürgermeister, Herr Baier, die Anzeigenerstatter als diejenigen bezeichnet, die der Gemeinde Schaden zugefügt haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die noch immer nicht abgeschlossen sind, haben ergeben, dass in diesem Projekt Einiges schief gelaufen ist. Die Strafbefehle gegen Herrn Sonntag und Frau Bomke sind dafür Beleg genug. Doch Herr Baier sieht offensichtlich keinen weiteren Handlungsbedarf, als die Schuld denjenigen in die Schuhe zu schieben, die die Verträge mit den am Projekt beteiligten Planungsbüros von Anfang an als bedenklich und zum Nachteil für die Gemeinde eingestuft haben. Und das ist tatsächlich absurd.
Ebenso unverständlich ist, dass der Bürgermeister und die Mehrheit der Gemeindevertretung keinen Anlass sehen, die Verantwortung für das Scheitern zu übernehmen. Es sind weit über 2 Millionen Euro für Planungsleistungen in den Sand gesetzt worden. Dazu kommen horrende Kosten für die rechtliche Vertretung der Gemeinde, die auf gerichtlichem Weg mit nur sehr mäßigem Erfolg versucht, den Schaden zu begrenzen. Wirklich positiv an dem Artikel ist die Tatsache, dass die Forderungen des BVBB-WG nicht als Wahlkampfgetöse abgetan werden. Es ist an der Zeit, dass die Bevölkerung über den tatsächlichen Stand zum Rathausbau informiert wird. Bisher wird alles in diesem Zusammenhang nichtöffentlich beraten. Dass ein neues Rathaus erforderlich ist, bestreitet niemand. Nur auf welchem Weg und mit wem, sollte neu überdacht werden.

Andrea Hollstein
BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow

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6 Responses to Zu „Wählergruppe“ fordert Baier zum Rücktritt auf (Maz vom 25. März 2014)

  1. W. Knake
    31. März 2014 at 15:14

    Wieso mußten sich die Bündnisgrünen 2 Leute leihen? Es wurde niemand von irgendwem entliehen (wir sind keine Fußballmannschaft).
    Zu dem Rest sage ich nichts, das ist Zeitverschwendung.

    • Andrea Hollstein
      31. März 2014 at 15:31

      Das ist sehr schade, Herr Knake, dass Sie sich zu dem „Rest“ nicht äußern. Gerade hier wäre Ihre Sichtweise sehr interessant gewesen und hätte eine sachliche Diskussion anregen können.

  2. Gerrit Schrader
    31. März 2014 at 15:54

    Zitat: „Mit Wiebke Knake und Bernd Hagedorn bewerben sich erfahrende Kommunalpolitiker. Bernd Hagedorn kandidierte in der letzten Wahlperiode auf der Liste der SPD.“ Mehr ist in der tat nicht zu sagen. http://gruene-teltow-flaeming.de/startseite/?no_cache=1&expand=505408&displayNon=1&cHash=b902580f8a4d8f6e1913a8d3b745b808

  3. Pappschik, Hannelore
    31. März 2014 at 22:16

    Leider, so muß ich das sagen, habe ich von den Grünen in unserer Großgemeinde in den letzten Jahren nichts gesehen, nichts gehört. Wenn ich mir den Flyer vom Jahr 2008 anschaue, dann muß ich gestehen, es waren sehr gute Vorsätze darin enthalten. Wenns denn so gewesen wäre mit der Umsetzung, aber das war´s wohl. Ein „Vorhaben“ gefällt mir besonders gut:
    Wir kämpfen für…
    – Rederecht für Bürger in jedem TOP (5 min), einfach Klasse!

    Na, dann auf zur nächsten Runde

    Hannelore Pappschik

  4. W. Knake
    4. April 2014 at 23:22

    Wenn Sie an meinen Mann Herrn Knake schreiben wollen, müßten sie an „M“ schreiben (s.a. Wahlliste der SPD, der sich hier bisher nicht geäußert hat), nicht an mich (W.) … Es soll durchaus vorkommen, das sich Paare in verschiedenen Parteien engagieren …

    • Andrea Hollstein
      4. April 2014 at 23:48

      Sehr geehrte Frau Knake,

      bitte entschuldigen Sie die falsche Anrede. Vornamen mit W sind meist männliche, so dass mir dieser Fehler unterlaufen ist.

      Trotzdem sind Sie – Ihr Mann natürlich auch – freundlich aufgefordert, sich an der Sachdiskussion zu beteiligen. Es wäre interessant, wenn Sie sich zu Ihrem bisher unkommentierten „Rest“ äußern würden.

      Freundliche Grüße
      A. Hollstein

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