(Leser-)Briefträger von amts wegen

7. Juni 2014
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Bürgermeister Baier(SPD) ist nicht etwa das, was man einen aufrichtigen Aufrechten nennen kann. Das hieße, ihn mit einem Bernd Heimberger oder Thomas Bachmann verwechseln, die diesen Ort im Positiven geprägt haben. Verstorben inzwischen der eine, von Baier kaltgestellt der andere. Ehrlichkeit im Gefühl und in der Haltung waren nie seine Sache. Machtbewußt auf der einen, ängstlich und feige auf der anderen Seite, immer dann, wenn die Frage nach den ganz eigenen, persönlichen Konsequenzen ansteht – das trifft sein Wesen eher.
Was also hat er vorzuweisen? Der Versager, der politisch Verantwortliche für den Schaden im Zusammenhang mit gescheiterten Rathaus-Neubau.
Was hat er vorzuweisen außer einem irreversibel beschädigten Amt? Unabhängig davon, ob das Gericht demnächst auf Antrag der Staatsanwaltschaft Anklage gegen ihn erheben wird wegen Vorteilsnahme.
Es sage niemand: nichts. Oder ist ein Leserbrief von Peter Welsch etwa nichts, was vorzuweisen wäre von jemand, der gerade tief in der Tinte sitzt? Geschrieben im April diesen Jahres für den BlickPunkt. Geschrieben, aber nie veröffentlicht.
Großer Gott, da geht endlich mal jemand her und stemmt sich vehement gegen die andauernde Verunglimpfung von Ortwin Baier. Steht auf für unseren Verwaltungsleiter, dem gerade, sein krimineller Baudezernent abhanden gekommen ist, mit dem er immer so vertrauensvoll zusammengearbeitet hat – und dann wird seine Leserzuschrift einfach nicht veröffentlicht. Dabei kann doch jeder die Verdienste Ortwin Baiers in „dessen“ Amtsblatt (und auf „seiner“ Gemeinde-homepage) nachlesen, das muss man doch mal schreiben dürfen.
Was tun in dieser Lage? Und so ergriff der verkannte Bürgermeister dieser Tage selbst die Initiative und schickte besagten Leserbrief, den ein lokales Wochenblatt nicht abdrucken mochte, über den email-Verteiler der Verwaltung an alle Gemeindevertreter.
Sooo reißt man die Initiative an sich, nicht etwa zum erneuten Amtsmissbrauch sondern als „Leserbrief-Träger“ in ausgewählter, eigener Sache, versehen mit dem kurzen Hinweis an die Volksvertreter „Zur Kenntnis.  Baier“. Denn wer sonst könnte nun noch dafür sorgen, dass diese Leserzuschrift nicht unwiderruflich im kosmischen Staubsauger verschwindet? Wer, wenn nicht der Versager selbst?
Und … ein kleiner, unbedeutender Internet-blog! Lesen Sie hier also bitte ungekürzt den:

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3 Responses to (Leser-)Briefträger von amts wegen

  1. Heike Saase
    7. Juni 2014 at 13:27

    Lieber Herr Blunk,

    ganz herzlichen Dank für diese Veröffentlichung.
    Mir sind die Tränen vor Lachen gekommen.
    Sollen ruhig alle wissen, was der kommunale Spitzenbeamte der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow , Bürgermeister Ortwin Baier ,doch für ein Pfundskerl ist .
    Er scheut sich ja auch nicht, BürgerInnen anzuzeigen,natürlich erfolglos , wenn ihm ihre Meinungen nicht passen. Das kann Herrn Welsch nicht passieren.
    So habe ich den kommunalen Spitzenbeamten noch nie gesehen. Danke!

  2. schoechi
    9. Juni 2014 at 22:16

    “ Homer “ ist wenn man trotzdem lacht,

    keiner hat gemerkt das den leserbrief ein comedien geschrieben hat

    schoechi

  3. Thomas Breidbach
    10. Juni 2014 at 17:17

    Wenn ich das richtig verstanden habe ging dieser objektive Leserbrief an den noch aktuellen Verteiler der Gemeindevertreter. Man, da kommen all die neuen Gemeindevertreter – die Baier ja noch nicht so gut kennen – gar nicht in den Genuss. Ich finde die Verwaltung sollte den „Leserbrief“ ausdrucken und in der ersten Sitzung auf alle Plätze legen. Dann bittet der BM Baier ums Wort und liest das vor. Ja, dann sollte auch der letzte Gemeindevertreter richtig informiert und eingestimmt sein!

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