Danke, Herr Lenius !

10. September 2014
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Propaganda vor der blauen Tonne gerettet

Normalerweise wandert Parteienwerbung bei uns zu Hause direkt ins Altpapier.
Ich habe bei dem Blättchen der Linken Brandenburgs doch einmal hineingeschaut, und es hat sich gelohnt. Interessant sind dabei nicht die professionellen Berufslügner wie Christian Göhrke, sondern das kleine Parteivolk, was in der Hektik des Wahlkampfes an die Öffentlichkeit tritt. Oft bedauernswerte Parteisoldaten, welche die Wahlpropaganda ihrer Partei selbst glauben. Manchmal allerdings sind die Leute auch so ehrlich, das zu sagen, was sich dahinter versteckt.

Der linke Schulleiter und die Einheitsschule

Aufschlussreich ist ein Beitrag über die Gemeinschaftsschule von Hans-Dirk Lenius, Schulleiter in Lehnin. Jene Einheitsschule, die Linke und SPD gern möchten.
Dafür sollen die Gymnasien abgeschafft werden. Noch nicht einmal in der DDR hat es eine derartige Gleichmacherei gegeben. Dort gab es das zweigliedrige Schulsystem, die EOS hatte die Funktion eines Gymnasiums. Selbst das würde unter den heutigen Rahmenbedingungen nicht mehr funktionieren. Die DDR forderte Leistung, hatte ein System der institutionalisierten Erziehung und Bildung, mit Vorschule, Polytechnischer Grund- und Oberschule, flankiert von einem dichten System von Jugendfreizeiteinrichtungen und ehrenamtlicher Jugendhilfe.

Die Linken wollen einen Einheitsbrei. Die seit hundert Jahren bekannte Gauß’sche Glockenkurve der Normalverteilung des Intelligenzquotienten ist ihnen unbekannt.
Lenius sagt ganz klar, wie die Linken es planen. Jedes Kind soll unabhängig von seinem Leistungsvermögen gefördert werden. Das heißt, jede Individualität soll „begradigt werden“? Begabte Schüler stören also in dem Schulgebäude der Linken.
Danke, Herr Lenius, dass Sie uns gewarnt haben.

Kultur vom Sozialamt?

Interessantes erfährt man auch von Maritta Böttcher, der Kandidatin des Wahlkreises 24 (Jüterbog/Luckenwalde). Sie sieht die Kultur als eine Sozialmaßnahme. Wahrscheinlich meint sie damit die Bespaßung von ALGII-Empfängern mit Kaffekränzchen und Gesang von Achim Mentzel. Dass Kultur und Bildung untrennbar zusammengehören, die Teilhabe an Kultur erst durch Bildung möglich wird, ist ihr genauso unverständlich wie Blankenfeldes GV-Vorsitzenden Roland Scharp. Oder warum ist die Kultur zusammen mit Sozialem in einem Ausschuss der Gemeindeversammlung und nicht mit der Bildung?

Diese armen Linken kommen natürlich nicht an einen Profi wie Göhrke (Linke) heran. Der verkaufte dreist die Kürzung des Unterrichts um eine Stunde wöchentlich als Entlastung der Lehrer. Bildungsministerin Münch (SPD) nahm das dann gleich zum Anlass, Vergleichsarbeiten mit anderen Bundesländern abzulehnen.
Man lernt also von den Linken: Bildung abbauen ist ein Erfolg. Vergleiche sind diskriminierend und müssen abgeschafft werden.

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One Response to Danke, Herr Lenius !

  1. Gerrit Schrader
    10. September 2014 at 23:47

    Spitze. Alles gesagt, deshalb muss ich das nicht weiter kommentieren.

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