Leserbrief zu Direktkandidaten: Lieber Gerichten vertrauen als „linken“ Wahlversprechen

11. September 2014
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Ich habe Post vom Direktkandidaten der LINKEN bekommen. Carsten Preuß aus Zossen buhlt um meine Stimme. Damit das auch klappt, wolle er sich für einen hochwertigen Schallschutz, für ein erweitertes Nachtflugverbot und gegen eine dritte Bahn am BER einsetzen.

Das mit den Schallschutz haben die Bürger schon selbst in die Hand genommen. Sie mussten klagen, um das zu bekommen, was ihnen von Rechts wegen zusteht und was ihnen auch die LINKE im Land verwehren wollte. Nach dieser Erfahrung vertraue ich deshalb lieber Gerichten als irgendwelchen Wahlversprechen.

Ähnlich sieht es beim Nachtflug aus. Auch hier verhinderten SPD und LINKE eine menschenwürdige Nachtruhe. Sie missbrauchten das Nein von Bund und Berlin, um selbst nicht Farbe bekennen zu müssen. Und sollte eines Tages einmal die dritte Bahn am BER notwendig werden, so hätte ich keine Zweifel daran, dass auch eine mitregierende LINKE sie mit gleicher Brachialgewalt durchsetzen würde, wie es seinerseits SPD und CDU beim Standort Schönefeld taten.

Ansonsten ist Herr Preuß ein bescheidener Mensch. So bescheiden, dass er in seiner Post nicht einmal seinen Kampf für Sperenberg als Naturoase erwähnt. Als Sprecher der dortigen Bürgerinitiative kämpfte er für den Erhalt von angeblich Millionen Bäumen und forderte den Bau des Großflughafens in Schönefeld. Bäume waren ihm wichtiger als jene Menschen, um deren Stimme er nun bettelt.

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