Dummheit – eine natürliche Begabung oder: Er gibt sein Bestes, mehr kann man nicht verlangen

1. Oktober 2014
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Nachdem die Maz in ihrer Ausgabe vom 20./21.09.2014 ausführlich über die absurden Stasi-Vorwürfe von Bürgermeister Ortwin Baier(SPD) berichtete, hat dieser sich am 30.09. 2014 per Maz zu Wort gemeldet.
Inzwischen zieht die Auseinandersetzung zwischen BB/FDP und dem Bürgermeister weiter öffentlich Kreise.
Denn das dünne Baier-Dementi war dann wohl Andrea Hollstein (BB/FDP, Fraktionsvorsitzende) – wie auch  Dr. Roland Hahn (AfD) zu „bunt“, wie die Maz in ihrer heutigen Ausgabe berichtet.
Im Grunde ist es völlig unerheblich, ob Baier Baier in seiner ersten Email an die Ehefrau des Betroffenen einen Namen genannt hat oder erst in seiner zweiten oder dritten Nachricht an die Fraktionsvorsitzende, A. Hollstein. Er hat die Person, zu der ihm Gerüchte weise eine Stasi-Belastung zugetragen worden sein soll, von Beginn an so detailliert beschrieben, dass kein Zweifel darüber bestehen konnte, um wen es sich handelt. Oder waren die besagten Emails etwa als Quiz gedacht, in dem zunächst die ganze Fraktion unter Generalverdacht gestellt wird. Alles Ex-Stasi-Mitarbeiter? Ist das die Schublade, in die er die Fraktion BB/FDP stecken möchte?
Ein Verwaltungsleiter, der per Maz verkündet, dass er zwar mit dieser Zeitung redet, nicht aber mit einer neu gewählten Fraktionsvorsitzenden geschweige denn, mit dem Betroffenen selbst – kann schon fassungslos machen. Bleibt zu hoffen, dass die Fassung bei der Mehrheit der gewählten Gemeindevertreter
bald zurückkehrt und endlich geeignete Maßnahmen, gegen derartige Entgleisungen auf der sachlichen und menschlichen Ebene, beschlossen werden.
Eines jedenfalls ist nicht zu befürchten, dass 
Ortwin Baier, nach all den vergeigten Amtsjahren endlich zu der Erkenntnis gelangt, dass es sich immer als Fehler heraus stellt, wenn man sein Gegenüber unterschätzt. Sein Agieren in dieser Sache lässt einmal mehr den Schluss zu dass er den Ernst der Lage, in die er sich dieses Mal manövriert hat, nicht wirklich erfasst hat. Und nun steckt in der Scheiße. Mit andere Worten, nichts Neues von unserer kommunalen „Spitzenkraft“.
Lesen Sie hier dazu den bislang unveröffentlichten Leserbrief von Andrea Hollstein an die Maz vom 30.09.20114: 

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Es ist schon erstaunlich, wie sich Herr Baier die Wahrheit zu Recht rückt. Der Bürgermeister hat eine E-Mail, die für mich bestimmt war, an jemand anderen gesandt. „Zufällig“ an die Frau desjenigen, den er der Stasi-Tätigkeit beschuldigt. In seiner ersten Mail nannte er tatsächlich keinen Namen. Da die Fraktion BB/FDP nur einen Bürger in den Aufsichtsrat der WOBAB entsenden konnte, war klar, wen er meint. Und damit ist es auch der Öffentlichkeit bekannt, denn der Beschluss hierüber wurde am 19. Juni 2014 öffentlich gefasst. In seiner zweiten Mail an mich dann hat er konkret gefragt, ob Herr Pappschik nun IM war oder nicht, und er warf mir vor, ihm diese Frage nicht beantworten zu wollen. Ich war und bin allerdings nicht diejenige, der er diese Frage zu stellen hat bzw. die diese Frage beantworten hat. Da Herr Pappschik kein Gemeindevertreter ist, ist Herr Baier allerdings auch nicht berechtigt, diese Frage überhaupt zustellen, geschweige denn, solche Gerüchte in Umlauf zu bringen. Bevor diese Angelegenheit tatsächlich durch die Anfrage in der Gemeindevertretung öffentlich gemacht wurde, ist Herr Pappschik bereits auf diese Gerüchte angesprochen worden.

Wie dem auch sei, es war ein mutiger Schritt von Herrn Pappschik, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe öffentlich zu widerlegen. Und es ist tatsächlich absurd, die Schuld für diese Angelegenheit der Fraktion BB/FDP, explizit mir, in die Schuhe schieben zu wollen. Die Fraktion BB/FDP hat diese ungeheuerlichen Anschuldigungen nicht in die Welt gesetzt, sondern der Bürgermeister hat dies getan. Wir als Fraktion haben Herrn Pappschik unsere volle Unterstützung zugesagt – auch dabei, sich angemessen dagegen zu wehren.

Ich gehe davon aus, dass die Fragen, die Herr Pappschik in der Gemeindevertretersitzung gestellt hat, auch in den nächsten Tagen beantwortet werden. Da der Bürgermeister gegenüber der MAZ zu Stellungnahmen bereit ist, sollte er es erst recht für die Beantwortung der Fragen von Herrn Pappschik sein.

Ich verwahre mich auf das Schärfste gegen die Verdrehung der Tatsachen durch den Bürgermeister, denn nicht ich habe diese Situation herauf beschworen, sondern er ganz allein. Die ihm zugetragenen Gerüchte hätten ohne viel Aufsehen aus der Welt geräumt werden können, aber dazu war der Bürgermeister zu keinem Zeitpunkt bereit. Er hat offensichtlich nicht damit gerechnet,  dass sich Herr Pappschik und auch die Fraktion BB/FDP gegen solche Machenschaften zur Wehr setzen. Dies war aus meiner Sicht in diesem Fall aber einfach erforderlich, denn wo falsche Verdächtigungen hinführen können, hat der Fall Doreen Schmalenberger gezeigt. Es ist bedenklich, dass Herr Baier daraus rein gar nichts gelernt hat.

Andrea Hollstein
BürgerBündnis Blankenfelde-Mahlow
Fraktion BB/FDP

 

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