Mummenschanz der SPD-Mumien

10. November 2014
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Als eine Partei der Untoten präsentierte sich die SPD des Unterbezirks Teltow-Fläming am 8. November in der Mellenseer Mehrzweckhalle. Ein greiser Manfred Stolpe, auch bekannt als IM Sekretär, durfte unwidersprochen seinen Verrat an den Einwohnern der Region rechtfertigen. Es wäre nicht seine Schuld gewesen, dass der BER in Schönefeld gebaut wurde. Schuldig wäre der Bund und die Münchener Flughafenlobby gewesen, die Sperenberg verhindert hätten. Folgt man ihm, dann wäre sein Kabinett damals so etwas wie eine Marionettenregierung gewesen, unfähig zu eigenen Entscheidungen. Stolpe hatte aber nicht mehr zu bieten als seltsam nebulöse Verschwörungstheorien ohne konkrete Namen und Adressen.

Auch eine andere Mumie durfte sich im Licht des Podiums sonnen, der vorbestrafte Kriminelle Peer Giesecke. Die Unterbezirksvorsitzende Dietlind Biesterfeld schämte sich nicht, ihn als beispielhaft

Es hat wieder nicht gereicht… Dietlind Biesterfeld am Wahlabend

für seine Verdienste um die SPD zu würdigen. Vielleicht hält die Juristin es ja nach der Rathaus- Affäre in Blankenfelde-Mahlow inzwischen für die Pflicht eines braven Brandenburger SPD-Politikers, korrupt zu sein. Darin bestärken wird sie sicher der ebenfalls vorbestrafte Frank Gerhard, der sich demnächst in Ludwigsfelde zur Wiederwahl stellen wird. In Zusammenhang mit den Vorgängen in Sachen Rathaus schrieb Ferdi Breidbach, das politische Urgestein der Neuen Aktion: „Richter unterliegen auch als Privatpersonen der Verpflichtung zur Rechtspflege. Sie haben das Vertrauen der Bürger, der Öffentlichkeit, in die Justiz und den Rechtsstaat zu sichern. Darum muss das Verhalten der Richterin Biesterfeld, privat und im Amt tadellos sein. Dabei bedeutet richtiges Verhalten, eine Realität, die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit demonstriert, wenn es um ein Urteil zu möglichen Rechtsverstößen geht (….) Warum die Richerin Biesterfeld an diesen Grundsatz (…) noch niemand erinnert hat, ist unerklärlich.“

Wenigstens der Wähler hat sich an diesen Grundsatz erinnert. Nach zwei Wahlniederlagen in Folge darf sich Biesterfeld nun auch zu den politisch Untoten der SPD zählen.

Die gespenstische Atmosphäre bei der Überreichung einer gläsernen Medaille an Giesecke durch Stolpe wurde noch verstärkt durch die gähnende Leere des Veranstaltungsortes. Die SPD hatte wohl die Anzahl ihrer Mitglieder bei der Anmietung der riesigen Braconia-Halle gewaltig überschätzt.

 

 

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