Canaille vulgaire

1. April 2015
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Ja. so hätte er das gerne – der Antrag der Bürgerfraktionen, sein Verhalten in der Sache Pappschik zu mißbilligen – sei eine Personalangelegenheit und damit nichtöffentlich, glaubt der Bürgermeister. Falsch, die Abstimmung über diesen Antrag hat öffentlich zu erfolgen. Manchmal hilft lesen – z.B. im Kommentar der Kommunalverfassung.
Außerdem behauptet er in der Maz vom 01.04.2015, die Verhandlung vor Gericht, die D. Pappschik gegen ihn angestrengt hat, sei noch nicht terminiert und es ginge bei diesem Mißbilligungsantrag nur darum, ihn vorzuverurteilen. Man stelle sich vor, Dieter Pappschik hätte verbittert davon abgesehen, den Bürgermeister wegen Verleumdung und übler Nachrede zu verklagen. „Vorverurteilung“? Das passt dann auf einmal nicht mehr. Doch wäre in diesem Fall das Verhalten von Baier gerechtfertigt und legitimiert? Gehört es nicht unabhängig davon sanktioniert durch die Gemeindevertretung?
Gemeindevorsteher Scharp will in dieser Sache nun die Entscheidung der Obrigkeit (Kommunalaufsicht) abwarten, welche inzwischen von den Bürgerfraktionen angerufen wurde. Recht so, wo kämen wir schließlich hin, wenn ein Gemeindevorsteher in einer solchen Angelegenheit selbständig denkt und handelt – auf der Grundlage von Anstand, Menschlichkeit und Kommunalverfassung. Öffentliche Beteuerungen in Sachen Anstand und Menschlichkeit heben sich vornehmlich SPD und Linke lieber für den Tagesordnungspunkt „Integration von Flüchtlingen“ auf.
Warme Wortwinde, die manchmal zum Himmel stinken.

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2 Responses to Canaille vulgaire

  1. Peter Abend
    1. April 2015 at 11:47

    Es ist wahrlich erschreckend, wie der BM unter braver Mitwirkung der Parteienvertreter der GV die Öffentlichkeit mehr und mehr ausgrenzen, Meinungen von Minderheiten unterdrücken und Andersdenkende diffamieren.
    So schrieb mir Herr Baier am 15.05.2014:
    „…waehrend sie, mit verlaub, nach meiner meinung nur „dumm rum noergeln“, man koennte auch die meinung vertreten, ketzerisch und zersetzend auftreten, eben wie die von ihnen gescholtene stasi! meinem HTC“
    Peter Abend

    • Matthias Stefke
      1. April 2015 at 12:54

      Nehmen Sie es bitte nicht persönlich, lieber Herr Abend.

      Herr Baier leidet nach meiner Beobachtung seit geraumer Zeit unter einem besorgniserregenden Realitätsverlust, er kann Ursache und Wirkung einfach nicht mehr unterscheiden.

      In diesem Zustand macht er andere für sein eigenes Fehlverhalten verantwortlich.
      Das wurde zuletzt auch wieder bei dem Thema „Sponsoring“ für das Gemeindesportfest am
      20. September bzw. dem Fest zum 3. Oktober deutlich.

      Da faselte er der MAZ/Zossener Rundschau vom 31. März d.J. zufolge von Strafanzeigen aus den Reihen der Gemeindevertretung, obwohl die Ermittlungen dazu doch von Amts wegen aufgenommen wurden.

      Es lohnt sich aber u.U. nicht mehr, sich über ihn zu ärgern. Baier ist offenbar bereits auf dem Rückzug auf´s Altenteil. Diese Spekulation wird zumindest von einer überraschenden Personalentscheidung angeheizt, die sicher demnächst auch öffentlich bekannt wird.

      Es sieht zumindest ganz danach aus, dass Baier noch Getreue in der Verwaltung absichert, bevor er den Abflug macht.

      Ungeachtet der unerfreulichen aber leider notwendigen politischen Kontroversen in unserer Gemeinde wünsche ich Ihnen und alle Klaerwerk-Lesern frohe Ostern

      Matthias Stefke

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