Ausgerechnet Kalinka

27. Mai 2015
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Zu „Grüne fordern Rücktritt von Stefke und Schrader“ (21.05.2015 – Zossener Rundschau)

Aufgeblasen als Fraktion, wobei es nur ein „Fraktiönchen“ ist, als Partei Grüne – wobei sie in Blankenfelde-Mahlow nur ein unbedeutendes „Grünchen“ sind, fordert der politische SPD-Vasall Kalinka, den Rücktritt der BVBB-WG -Gemeindevertreter Schrader und Stefke. In der Tat, zumindest was Schrader angeht kann man nach seinem unglaublichen Vergleich des singulären Holocaust mit Folgen von Flugroutenregelungen nicht mehr über die Berechtigung seiner politischen Existenz in einem demokratischen Gremium streiten. Dieser öffentlich gemachte Vergleich auf der Sitzung des Flughafenausschusses der Gemeindevertretung ist nicht nur eine Entgleisung. Sie lässt auch Rückschlüsse auf den Charakter zu, weil Schrader nicht als intellektueller Tiefflieger eingeordnet werden kann. Er wusste, was er sagte! Weil bis heute kein Wort der Entschuldigung kam oder aber selbst gezogenen Konsequenzen von ihm zu hören sind, muss unterstellt werden, dass Schrader nicht nur Sicherungen durchgebrannt sind. Das Schweigen von Stefke passt zu Schraders Ausfall.

Dass aber ausgerechnet Kalinka (Grüne), dessen Partei, dessen Gesamtverhalten zum BER Standort, den jahrelangen Versuchen die Standortfolgen zu vertuschen, diesen Angriff auf Schrader und Stefke mit Rücktrittsforderungen tätigt, ist an Dreistigkeit und Heuchelei nicht mehr zu überbieten. Kalinka will so  weiter davon ablenken, dass es die Grünen waren, die vor der Standortentscheidung (2006) damit gedroht haben, bei einer Standortentscheidung pro Sperenberg einen Widerstand zu organisieren, der in seinem Dimensionen Folgen produzieren sollte, die mit dem Widerstand gegen die Startbahn/West. Frankfurt/Main vergleichbar seien. Folglich rechneten, von Diepgen (CDU) bis Stolpe (SPD) alle politischen Granden mit Krawallen, mit Toten, wie bei der Startbahn West. Diese Tatsache ist nachzulesen zu Vernehmungen von Diepgen vor dem BER U–Ausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Grünen haben so mit allen politischen Mitteln ihren Beitrag dazu geleistet, dass der BER in Schönefeld gebaut wird um die Krüppelkiefern auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafen Sperenberg zu schützen. Frösche und Fichten waren schon damals schutzwürdiger als Menschen. Damit sind die Grünen, ist auch Kalinka, Ursache für die Folgen, auch für durchgebrannte Typen. Kalinka steht heute für die Missachtung der körperlichen Unversehrtheit, die nach Grundgesetz unabdingbare Verpflichtung für politisches Handeln ist. Auch Kalinka ist dafür verantwortlich, dass nicht nur in BlankenfeldeMahlow Menschen verfassungswidrig durch Fluglärm bewusst krank gemacht werden. Auch Kalinka ist dafür verantwortlich das tausende Kinder der nächsten Genrationen krank durch Fluglärm werden. Auch Kalinka ist dafür verantwortlich, dass alle Regionen der Gemeinde mit über 55dBA Lärm praktisch nicht mehr bewohnbar sind und sensible Einrichtungen, wie Schulen und Kitas in Akustikkäfige umgebaut werden. Was er, wie andere, nun als Lärmschutzlösung propagieren, ist fauler Zauber, besser, der Austrieb des Teufels mit dem Beelzebub.

Das sonstige Verhalten Kalinka`s als jahrelanger Mehrheitsbeschaffer für die SPD, als Schutzengel für Baier, die „Lachnummer“ Gemeindvertretung als Kontrolle von Baier und Verwaltung ist ein besonderes Thema, das auch Kalinka betrifft. Bisher ist jedenfalls nicht bekannt, dass Kalinka denn auch Prozesshansl Baier gestoppt oder dessen nicht mehr zu bestreitende Unfähigkeit auch nur als Frage aufgeworfen hat. An vorderster Front hat er sich immer daran beteiligt den BER Standort durch Ablenkungsaktivitäten zu sichern. Für diesen Dienst an Baier und SPD ist er ja dann bis hin in den Kreistag hinein von der SPD „gepämpert worden“.

Das was Kalinka ausmacht, reicht aus, angelegt seine Maßstäbe an Schrader und Stefke, auch seinen Rücktritt zu fordern.

 

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3 Responses to Ausgerechnet Kalinka

  1. 27. Mai 2015 at 14:09

    Herr Kalinka arbeitet in der BAM-Berlin, also eine Bundesbehörde.

  2. Peter Abend
    27. Mai 2015 at 14:23

    Sehr geehrter, lieber Herr Breidbach,
    dieser Vorfall, ich war dort anwesend, hat noch eine andere Seite, auf die ich hinweisen möchte.
    Ganz offenbar war der Ausschussvorsitzende, Herr Buch (CDU), mit der Leitung dieser Sitzung und auch der vorangegangenen völlig überfordert!
    Er hätte nach der verbalen Entgleisung des Herrn Schrader Kraft seines Hausrechts die Sitzung sofort unterbrechen, Herrn Schrader von der Sitzung ausschließen und sich im Namen des Ausschusses bei den Vertretern der DFS entschuldigen müssen. Ist aber nicht passiert!
    Auffallend war auch, dass Herr Buch Einwohner, die im Sinne der Beschlussvorlage sprachen, längere Zeit reden ließ, während er Kritiker immer wieder unterbrach und zum Beenden drängte.
    Ich wurde bereit von ihm unterbrochen ehe ich eigentlich etwas gesagt hatte.
    Vieleicht legt er sein Amt nieder?
    Übrigens schrieb mir Otwin B: vor einiger Zeit:
    „… waehrend sie, mit verlaub, nach meiner meinung nur „dumm rum noergeln“, man koennte auch die meinung vertreten, ketzerisch und zersetzend auftreten, eben wie die von ihnen gescholtene stasi! meinem HTC“.
    Vielleicht sollte der auch zurücktreten!

    • Gerrit Schrader
      27. Mai 2015 at 14:53

      Sehr geehrter Herr Abend! Was wiegt schwerer? Ein Vergleich, der zugegebenermaßen das Leid der NS-Opfer unzulässig relativiert, oder aber die jahrelange Ignoranz der drohenden Zustände für die Bevölkerung um den BER, nachzulesen zum Beispiel auch unter „1350 zusätzliche Schlaganfälle wegen BER?“. http://www.3sat.de/page/?source=/ard/wissenaktuell/175746/index.html

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