Episode zum Endspurt: Volksbegehren zur 3. BER-Startbahn

18. Januar 2016
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Am Donnerstag gegen 12:00 Uhr stand vor Reichelt ein „Hüne“ mit der blauen Jacke der Kampagne „Volksbegehren gegen eine 3. Piste“ und versuchte die Passanten lauthals zur Abgabe von Adressen für die Zusendung der Abstimmungsunterlagen zu gewinnen die von Willigen bei der Gemeinde eingereicht werden müssen. So fragte er auch mich. Ich habe dann diesen Menschen aufgeklärt was auch er den Blankenfeldern antut, wenn 450 000 Flugbewegungen konzentriert auf 2 Pisten, die Gemeinde total verlärmen.
Er hat daraufhin eingesehen, dass bei 3 Pisten 1/3 Fluglärm über Blankenfelde nicht stattfindet, sondern außerhalb des Gemeindegebietes. Als ich ihm dann erläuterte, dass der Flughafen Amsterdam 6 Pisten habe um den Fluglärmbetroffenen über geregelte Verteilung der Überflüge praktisch 2 Wochen im Monat Fluglärm zu ersparen, war er platt. Er habe das weder gewusst, noch habe ihm Jemand so etwas je gesagt. Überhaupt verstehe er wenig davon was die Gemeinde an Fluglärm ertragen müsse. Da war ich überrascht und fragte, warum er dann Unterschriften sammle ohne sachkundig zum Problem zu sein. Seine Antwort: Ich komme aus Berlin und bin abgestellt hier für Unterschriften zu werben. Er akzeptiere aber, dass ich sachkundig bin.
Fazit: Offensichtlich findet die von Baier ins Leben gerufene Aktion keine BlankenfeldeMahlower mehr die bereit sind für Unterschriften zu sorgen. Da stellt dann wohl die,  für die Aktion mit 250 000€ bezahlte, Werbeagentur „Sammler“ ab – die sicher dafür bezahlt werden, dass sie von Berlin kommend, hier die Aktion retten sollen – um auch Baier das Gesicht zu wahren.
Schön nicht?

P.S.
Es ist nun an der Zeit, dass Baier bekannt macht wie viel Gemeindemitglieder schon auf sein Volksbegehren herein gefallen sind.

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2 Responses to Episode zum Endspurt: Volksbegehren zur 3. BER-Startbahn

  1. Niels
    19. Januar 2016 at 08:54

    Und wer sagt, dass bei einer 3. Startbahn nicht einfach die Flugbewegungen so weit zunehmen, dass trotz der weiteren Verteilung wieder die volle Dosis kommt? Zumal das Volksbegehren auch eine Begrenzung der Flugbewegungen fordert.

    Ansonsten stimmt der Beitrag von der Theorie her schon, nur wie kann man rechtlich sicher Lärmpausen pro Startbahn sichern? Und was wäre das politische Ergebnis, wenn das Volksbegehren scheitert? „Die Brandenburger sind für einen weiteren Ausbau des Flughafens“.
    Wobei schon nicht primär Blankenfelde-Mahlow sich hier engagieren sollte, sondern die Gemeinden, die durch eine dritte Bahn betroffen sind.

  2. ohne
    22. Januar 2016 at 12:03

    zwei Pisten mit 360.000 Flugbewegungen, bei drei Pisten sind es dann 540.000! Was wird dadurch besser? So hinterhältig, wie der Flughafen ist, kann man gar nicht denken!
    Nur eine Piste, die Nordbahn, die ja gegenwärtig allein genutzt wird, lässt nur 180.000 zu.

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