Über Knöllchen und anderes Gelalle und Gelulle

8. Mai 2016
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Das Thema „Berliner Strasse /Evangelische Grundschule“ ist inzwischen auch ein Evergreen. Was die Verwaltung unter dem, inzwischen vom Gehöft gejagten, Baudezernenten Baiers dort offenkundig vor Jahren planungsseitig verbockt hat, verfolgt die Anwohner bis heute. Unlängst vermutete Helmar Loske, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Berliner Strasse“ sogar „einen Fall von Rechtsbeugung durch das Ordnungsamt“, wie die Maz am 28. April 2016 berichtete.
Offenbar hat er damit ins voll ins Schwarze getroffen, denn die Reaktion folgte fast auf den Fuss.

„Die Gemeinde (genauer muss es wohl heißen: die Gemeindeverwaltung, red.) verwahrt sich gegen die Behauptung von Anwohnern der evangelischen Grundschule in Mahlow, dass Mitarbeiter der Schule in der Vergangenheit Knöllchen nicht hätten zahlen müssen.“ (Maz 30.04.-01.05.2016 Knöllchen immer geanhndet)

Laut klaerwerk vorliegenden Informationen sollen Anwohner allerdings sehr wohl Kenntnis davon haben, dass längst nicht alle Knöllchen, die hinter dem Scheibenwischer von Bürgern landeten, hinterher auch vollstreckt wurden.
Das deckt sich mit dem Fall der Verwaltungsangestellten Doreen Schmalenberger, die vor einigen Jahren durch Selbsttötung aus dem Leben schied. klaerwerk hat seinerzeit  ausführlich über die Ordnungsamt-Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung berichtet. Dass ihr damaliger Chef: Baudezernent Sonntag, stellv. Bürgermeister und Leiter des Ordnungsamtes hinter der massiven Mobbingkampagne stand, der sie sich beruflich ausgesetzt fühlte, konnte später nie bewiesen werden. Damaligen Berichten zufolge soll sie seelisch auch darunter gelitten haben, dass Knöllchen, die von ihr ohne Ansehen der Person verhängt wurden, anschließend durch Vorgesetzte stillschweigend kassiert wurden. Ihr Lebenspartner hat später ebenfalls Selbstmord begangen, nachdem im klar wurde, dass Baier und Sonntag wohl niemals für ihre Mitschuld an diesem tragischen Vorfall zur Verantwortung gezogen werden.

„Selbstverständlich werden festgestellte Verstöße gegen die Strassenverkehrsordnung unabhängig von der Person des Fahrzeugführers geahndet“ –

versuchte W. Huth (Verwaltung/Öffentlichkeitsarbeit) dann auch prompt in der Maz vom 30.4./01.05.2016 klarzustellen. Diese, von der Verwaltung behauptete Praxis, deckt sich im Übrigen auch nicht mit einem Fall, den Anwohner der Berliner Strasse bezeugen können. Ortwin Baier besuchte Ende letzten Jahres anläßlich einer Einladung der evangelischen Grundschule Mahlow das dortige Schülerparlament. Während er die staunenden Kinder belehrte: „Auch Erwachsene halten sich nicht immer an die Spielregeln …“, soll sein Dienst-Kfz dort entgegen den Bestimmungen der StVZO längere Zeit im absoluten Halteverbot gestanden haben (Maz 26.11.2015 Demokratiestunde).  Dass er für sein Fehlverhalten oben drein noch ein Knöllchen von eben der Verwaltung bekam, der er vorsteht, ist nicht bekannt.
Doch selbst, wenn die öffentliche Beteuerungen seines Angestellten Wolfgang Huth wie eine glatte Lüge anmuten,  festzuhalten bleibt: Es gab und gibt zu keinem Zeitpunkt Fälle von Rechtsbeugung durch das Ordnungsamt, denn so steht es schließlich in der Zeitung.

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