Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand?

19. September 2016
Von

Was ist eigentlich aus der medienwirksamen Ankündigung (maz-16-17-juli-2016) von Verwaltungsleiter Ortwin Baier geworden, den im Juli gefaßten  Beschluss des Kommunalparlaments in Sachen Tunnelausbau Blankenfelde bei der Kommunalaufsicht beanstanden zu wollen, da dieser „nicht regelkonform und damit rechtswidrig“ sei?
Denn, wie es der Zufall will, wurde mit dieser Entscheidung der im April von ihm eingefädelten Beschluss aufgehoben – demzufolge er eine Kehrtwende der Gemeinde festgeschreiben lassen wollte – weg vom ursprünglich beabsichtigten zweiseitigen Ausbau des Tunnels mit einem Geh-/Radweg hin zum einseitigen Ausbau.
Kurze Antwort: Nichts. Orwin Baier hat die 14-tägige Frist zur Beanstandung verstreichen lassen, ohne seiner Rechtsausfassung bzw. seinen Worten Taten folgen zu lassen. Ein Beispiel mehr, das deutlich macht, wenn es eine akademische Disziplin für Maulheldentum gäbe, hätte man Ortwin Baier wohl schon längst zum Professor ernannt.
Während er unmittelbar nach der öffentlichen Ankündigung dieses abenteuerlichen Vorwurfs einem Gemeindevertreter auf die Nachfrage, aus welchen Gründen denn hier etwas „nicht regelkonform und damit rechtswidrig sei“, schriftlich bedeuten ließ – er müsse ihm das nicht erklären, denn in § 55 BdgKVerf sei geregelt, dass er seine Beanstandung lediglich gegenüber dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung zu begründen habe, um dann aber vorab schon mal stramm die Richtung aufzuzeigen, in welche er zu marschieren gedenkt mit Verweis

„… auf die gefaßten GV-Beschlüsse und Stellungnahmen der Gemeinde insbesondere auch die jährlichen Kostenprognosen, welche nachrichtliche Bestandteile des Haushaltsplanes sind …“
(anfragen-der-gemeindevertreter-juli-2016-seite-2)

– erwies es sich offenkundig kurz darauf selbst für seinen verwirrten Geist als völlig abwegig (Überraschung!), mitttels eben dieser „GV-Beschlüsse, „Stellungnahmen der Gemeinde“ und „jährlicher Kostenprognosen“ eine Entcheidung seines Dienstherren – welche ihm nicht in den Kram passt –  bei der Kommunalaufsicht zu beanstanden.
Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand? Schön wärs. Wenn Gott die Ämter vergeben würde, dann wäre womöglich schon längst eine Henne kommunale Spitzenkraft von Blankenfelde-Mahlow und statt eines verpeilten Gackerhuhns.  Denn die Henne, so Abraham Lincoln (1809-1865), “ … ist das klügste Geschöpf im Tierreich. Sie gackert erst, nachdem das Ei gelegt ist.“

Print Friendly, PDF & Email

Tags: , , , , , ,

One Response to Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand?

  1. Matthias Stefke
    19. September 2016 at 14:27

    Man könnte wohl auch Windbeutel zu der kommunalen Spitzenkraft Ortwin Baier sagen :-)

Schreibe einen Kommentar zu Matthias Stefke Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.