Tunnel: Bürgermeister-Darsteller Baier und die Bürger – In einem Boot, aber nicht im selben!

28. September 2016
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Bisher ist allein die Kreuzungsvereinbarung von 2009 inklusive ihrer Planung (Anlage zur Kreuzungsvereinbarung)  verbindlich und keine andere Planung.
Das heißt, aktuell ist noch immer ein 3m breiter, nördlicher gemeinsamer Geh-/Radweg verbindlich. Spätestens nach 2009 dürfte jedoch das Straßenverkehrsamt Luckenwalde der Verwaltung klar gemacht haben, dass man bei einem gemeinsamen Geh-/Radweg (keine farbliche Unterteilung, d.h. alles grau) den Radweg nicht extra beschildern werde, sondern nur bei einem getrennten Geh/Radweg (ein Streifen rot für Radweg und daneben grau für Gehweg).
Damit ist die in der Kreuzungsvereinbarung geplante Ausbildung des nördlichen G/R in der Praxis so nicht umsetzbar, es wäre nur ein nördlicher Gehweg  o h n e  Radweg möglich. Das ist aber im Bürgerinteresse nicht sinnvoll und war bis 2015 auch nicht gewollt. Somit musste die Planung überarbeitet werden.

Wie lange klöppeln Verwaltungsleiter Baier und die Bahn schon hinter den Kulissen an einer Lösung, bei der sie den Tunnel nicht verlängern müssen? Um 2015 herum dürften sie darauf gekommen sein, wir lassen den beidseitigen Geh-/Radweg auf der Nordseite einfach wegfallen.
D.h. verbindlich ist zwar der 3m breite nördliche gemeinsame G/R, er aber kann nicht realisiert werden. Es muss also wirklich neu geplant werden, wie Bahnsprecher Baufeld vor einigen Tagen der Maz gegenüber erklärte.
Doch das ist überhaupt kein-argument-dafuer, den nördlichen Geh-/Radweg einfach zu streichen. 21 Jahre Planungsverfahren! Warum müssen die Blankenfelder Bürger darunter leiden? Wenn durch eine solche Verfahrenslänge Planungsänderungen verursacht werden? Denn früher hat das Straßenverkehrsamt den gemeinsamen Geh-/Radweg auch als solchen beschildert.
Natürlich wird Verwaltungsleiter Baier unmittelbar im Anschluss  an den April-Beschluss der Gemeindevertretung, mit dem es ihm kurzzeitig gelang, eine Kehrtwende in der Planung durchzudrücken – der Bahn sofort Vollzug gemeldet haben. Worauf die Bahn schon mal als Voraussetzung einer neuen Kreuzungsvereinbarung unverbindlich weitergeplant hat. Dabei kann es sich aber bestenfalls um die Planungsphase 3 von 10 möglichen handeln. Da die Bahn bisher aber immer sehr langsam gearbeitet hat, dürfte zwischen dem April- und dem Juli-Beschluss nicht wirklich viel passiert sein. Zumal sie die Tunnelbreite beibehalten hat.

Wenn die Bahn jetzt also jegliche Umplanung ablehnt, dann geht es offenkundig überhaupt nicht um die Ablehnung großer, aufwendiger Umplanungen, sondern einzig und allein darum, dass die Bahn eine Tunnelverbreiterung um 2,10 m schlicht und einfach nicht will (alt 3+4=7, neu 2x 4,55=9,10), da sie dann 1/3 dieser zusätzlichen 2,10 m bezahlen muss. Mehrkosten, die sie mit ihren ewigen Planungsverzögerungen selbst verursacht hat. Dazu paßt dann auch wieder die Tatache, dass Baier sich vor einige Tagen auf Nachfrage der Maz weigerte, die Namen der Experten zu benennen, welche zum Schwenk vom beid- zum einseitigen Tunnelausbau geraten haben.(maz-17-18-09-2016-mysterioese-fachleute)

Ortwin Baier und Bahninteressen? Ortwin Baier, Amtseid und  Bürgerinteressen? Eine unendliche Geschichte!? Nicht nur dann, wenn sich ein Hauptverwaltungsbeamter allen Ernstes weigert, die „Experten“ zu nennen, auf die er sich beruft!
Bleibt zu hoffen, dass eine Mehrheit des Kommunalparlamant auf die bürgerfreundlichste Variante „beidseitiger Tunnelausbau mit einem Geh-/Radweg“ besteht und sich weder von einem unglaubwürdigen Verwaltungsleiter noch von der Bahn weiter mit Pseudoargumenten verdummen  läßt. Denn diese Gemeinde ist, neben Land und Bahn, nicht mehr, aber auch nicht weniger als einer von drei gleichberechtigten Vertragspartnern in dieser Auseinandersetzung.
Die Mehrkosten, die durch die Umplanung auch auf die Gemeinde zukommen jedenfalls, sind gut investiertes Geld in die Sicherheit der Blankenfelder.

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2 Responses to Tunnel: Bürgermeister-Darsteller Baier und die Bürger – In einem Boot, aber nicht im selben!

  1. Anne
    29. September 2016 at 12:06

    Zitat: 21 Jahre Planungsverfahren! Warum müssen die Blankenfelder Bürger darunter leiden? …

    Darauf hätten die gern auch endlich mal eine konkrete Antwort ! Viele sind mit diesen Sinnlos-Planungen und Verzögerungstaktiken älter/alt geworden und manch eine/r liegt schon “six feet under “…

  2. Jule
    5. Oktober 2016 at 16:27

    Doch alle im selben Boot

    nur die einen Rudern, die anderen Angeln…….

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