Bonuszahlungen zur BER-Fertigstellung sind neuer Skandal

22. November 2016
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Die Ankündigung von Mühlenfeld (FBB Flughafenchef), öffentlich gemacht durch „Bild am Sonntag“ (20.11.16), den am BER noch tätigen Unternehmen Boni zu zahlen, setzt allen BER-Skandalen die Krone auf. In noch unbekannter Größe, sicher in Millionenhöhe, sollen die Unternehmen korrumpiert werden, damit sie die Arbeit am BER beschleunigen. Dies ist die Fortsetzung der schon in vergangenen Jahren geübten Praxis, den gierigen Partnern der FBB die „Taschen“ immer wieder voll zu machen.
Spätestens jetzt sind darum der Bundestag, das Abgeordnetenhaus Berlin und der brandenburgische Landtag gefordert, dieser Praxis Einhalt zu gebieten. Sie müssen dem FBB Aufsichtsrat, den Gesellschaftervertretern Müller (SPD, RBM), Ministerpräsidenten Woidke (SPD, Brandenburg) und Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) auffordern, die „Oberhoheit“, die Kontrolle, über das Projekt und über Mühlenfeld (FBB Vorstand) in „die Hände“ zu nehmen. Sie müssen verbieten, dass erneut Boni gezahlt werden. Die Parlamente und Gesellschafter müssen wissen, durch diese Boni-Verteilung wird der BER nicht nur teurer. Boni bedeuten gleichzeitig den Verzicht auf Garantieleistungen für abgelieferte Verpflichtungen (Arbeit) eines immer noch unfertigen Bauwerks. Vergessen sind nicht die teuren „Mehdorn-Sprints“, mit denen der BER schon seit 3 Jahren in Betrieb sein sollte. Ob die nun von Mühlenfeld offerierten „Sprint-Leistungen“ dann 2017 abnahmefähig sind, steht in den Sternen.
Es muss endgültig Schluss sein mit „Belohnungen“ an säumige Unternehmen, die seit Jahren Boni und horrende Summen für selbst formulierte Nachträge kassieren, ohne das Chaos auf der Desaster Baustelle zu beenden. Mit seiner Ankündigung hat Mühlenfeld unausgesprochen eingestanden: Er hat keinen Überblick über Projekt und Zeitpläne zur Inbetriebnahme und sitzt auf Verträgen ohne die Möglichkeit von Strafzahlungen seitens der Unternehmnen für nichterledigte Arbeiten.  Mühlenfeld setzt so die Fehler der Vergangenheit fort und will mit „Sprints“ und Aktionismus dafür sorgen, dass sich die Bauarbeiter auf den Füßen stehen, weil es immer noch keine Koordination, keinen belastbaren Zeitplan für eine Inbetriebnahme gibt.

Nachfragen : Ferdi Breidbach 0174 3060004

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