Nach Rathaus-Stopp: Einladung zum Anwohner-Dialog

21. März 2017
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Nomen est Omen, der Name ist ein Zeichen, ist Vorbedeutung. So könnte gedacht haben, wer heute den Leserbrief in der Maz zu „Todesstoß für Rathausprojekt“ gelesen hat. Das redaktionelle Umfeld – ein Zeichen? Durchaus!  Rechts von besagtem Leserbrief die Berichterstattung zu einer ausverkauften Karnevalsfeier und darunter in großen Lettern „Volkskrankheit … Wenn es wieder juckt und zwickt“.
Und schon vermuten ganz Pfiffige Bürgermeister Ortwin Baier hinter dieser Maz-Zuschrift. Mit einem Wort, genau denjenigen, der (zum Beispiel) erhebliche Steuergelder beim Millionen-Projekt Parkhaus in den Sand gesetzt sowie im gleichen Blatt vergeblich getrommelt hat für eine Einwohnerbefragung zum Rathaus und für den einseitigen Ausbau des Tunnels Karl-Marx-Strasse mit einem Geh-/Radweg.
Der Gerechtigkeit halber, im Grunde hat Baier nie versucht, die Bürger zu täuschen, sondern trägt im Gegenteil das Surreale seines Charakters regelrecht zur Schau. Botho Strauß hat in „Oniritti Höhlenbilder“ nicht den Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, wohl aber das Phänomen beschrieben:
„Ich könnte ihn nicht einmal der Lüge überführen, da ich allzu tief in die Wahrheit und Schlüssigkeit seines Systems hineinstarre. In den Abgrund seiner Gründe. Wie könnte ich sagen: Dieser Mann spricht falsch? Wo er sich doch im Ganzen dartut. Mit allem Drum und Dran, ein System. Einschließlich der Lüge.“
Geben Sie in die Suchleiste oben rechts ein: „Rathaus“, „Baudezernent“, „Ortwin Baier“, Bernd Heimberger“, „BER-Baier“, „Doreen Schmalenberger“, „Porta“, „Thomas Bachmann“, „Parkhaus“, „Dieter Pappschik“, „Heike Saase“  und schau´n  Sie selbst.
Stimmt, was der Leserbrief-Schreiber glauben machen will:  dass sich alle Volksvertreter, die sich nach 12 Jahren gegen ein „weiter so“ entschieden, damit zugleich gegen das Blankenfelder Zentrum ausgesprochen haben?
Wie aber weiter?  Dem Vernehmen nach sind mehrere Veranstaltungen in dieser Sache geplant. So fügen sich die Dinge und die Sehnsucht des Hauptverwaltungsbeamten Baier nach einer Einwohnerbefragung geht in Erfüllung.
Zum Auftakt hier eine Einladung zum Anwohner-Dialog mit Dr. Hahn (WIR-Fraktion) am kommenden Freitag:


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4 Responses to Nach Rathaus-Stopp: Einladung zum Anwohner-Dialog

  1. Gerd-Armin Loh
    23. März 2017 at 17:21

    Ja, eine Sammlung von Projektskizzen zur Bebauung ist bürgernah und mit Bürgersachverstand erforderlich. Aber folgende Prämissen dürfen nicht außer acht bleiben.
    Strassenlärm durch den Tunnel und die erhöhte Verkehrsbelastung, Bahnlärm der Schnellbahntrasse, Fluglärm und die Feinstaubbelastung.
    Geschäfte nein, da keine Parkflächen
    Wohnungen, wer will bei dem Strassen – und Bahnlärm leben. Dann müsste man den Tunnel in Verlängerung der Fasanenstraße bauen.
    Jede Nutzung richtet sich nach den verkehrstechnischen Erfordernissen der nächsten 10 Jahre.
    Darum erst einmal Park und in Ruhe nachdenken.

  2. Andrea Hollstein
    23. März 2017 at 18:11

    Nur mal so zur Information: Den Gemeindevertretern wurde heute mitgeteilt, dass der Bürgermeister die Ablehnung seiner Beschlussvorlage beanstandet hat. Somit wird zur nächsten Gemeindevertretersitzung am 27.04.2017 die Beschlussvorlage erneut (das vierte Mal glaube ich) zur Abstimmung gestellt.

    Es sieht danach aus, dass diese Beschlussvorlage solange auf die Tagesordnung kommt, bis Herr Baier mit dem Abstimmungsergebnis zufrieden ist.

    So sieht es aus, wenn mehrfach demokratisch gefasste Beschlüsse akzeptiert bzw. umgesetzt werden. Zumindest in der SPD-Demokratie.

  3. Gerd-Armin Loh
    25. März 2017 at 18:49

    Bin der festen Überzeugung, das hier der Sachverstand auf der Strecke bleibt, Die notwendigen Flächen für den Feuer- und Katastrophenschutz, sowie die Fluchtflächen sind bei diesem Standort nicht geprüft worden. Die Konzentration verschiedener Verkehrsträger, auch der Weiterführung der S-Bahn an diesem Standort erfordern weitergehende Maßnahmen, deren sachgerechte Planung nicht bewiesen ist. Architektur ist das eine, die Komplexität aller zu berücksichtigenden Standortfaktoren ist das andere. Hier zweifle ich die Fachkompetenz des Bürgermeisters an. Hier sollten sich mal ein paar Fachleute ran setzen.

  4. Horst Berger
    26. März 2017 at 12:31

    Ich schließe mich der Meinung von Herrn Gerd-Armin Loh an.Bin sogar der Auffassung das schon das Parkhaus zu dicht am Gleiskörper klebt.

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