BlickPunkt 04.03.2017: Stellungnahme zu dem Artikel von Herrn Dr. Kalinka „Projekt Rathausbau wurde beerdigt“

22. April 2017
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Für alle Leser, die diverse, kostenlose Werbeblättchen mit eingestreuten Informatioen nicht sogleich vom Postkasten zur Papiertonne tragen, hier ein Hinweis auf einen BlickPunkt-„Leserbrief“ von Gerd Kalinka, Grünen-Fraktionsvorsitzender in der Gemeindevertretung. Zu dem von ihm darin behaupteten Kleinkrieg zwischen Bürgermeister Baier und Matthias Stefke (BVBB/WG-Fraktionsvorsitzender), als Quelle allen Rathaus-Übels, haben wir an anderer Stelle das Nötige gesagt. Dem Musterdemokraten Kalinka kommt offenbar nicht in den Sinn, dass er mit dieser abstrusen These sich selbst, seine Fraktion und alle anderen Fraktionen entmündigt und deren eherenamtliche Tätigkeit der letzen 12 Jahre in Sachen Rathaus-Projekt ad absurdum führt.
Wer mag, darf sich auch angesichts des behaupteten, baupolizeilich haarsträubenden Zustandes des Verwaltungsgebäudes in der Karl-Marx-Str. darüber wundern, dass Ortwin Baier  bis zum heutigen Tag nicht auf die Idee gekommen ist – sich „ohne weiteres Zuwarten“ seiner Fürsorgepflicht gegenüber den ihm anvertrauten Verwaltungsmitarbeitern zu besinnen und diese unverzüglich evakuieren zu lassen. A
uf Kalinkas vermeintlich „korrekte wirtschaftliche Betrachtung“ des Rathaus-Projektes, aus welcher sich „klare Einsparungen für den Steuerzahler ergeben“ sollen, kommen wir zu gegebener Zeit zurück. 
Lesen Sie bitte hier zunächst den Standpunkt von Gerd-Armin Loh. Er hat ihn uns mit der Bemerkung geschickt: „… der Blickpunkt hat ihn nicht abgedruckt. Also habe ich diesen Schriftsatz Herrn Dr. Kalinka direkt übermittelt. Auch dieser hat sich nicht gerührt, ein Zeichen seiner Schwäche in der Sachargumentation.“


 

Dipl.Ing-oec, Dipl.Ing FH
Gerd-Armin Loh
15827 Blankenfelde-Mahlow
Ortsteil  Blankenfelde

 

 Vorbemerkung:

 Unter der Rubrik „ Leserpost „ eine Stellungnahme der Grünen Fraktion der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow zu veröffentlichen, ist in  der sachlichen Zuordnung falsch. Hier schreibt nicht ein Leser, sondern hier wird eine offizielle  politische Stellungnahme zu einer Entscheidung der Gemeindevertretung abgegeben und im Blickpunkt abgedruckt. Das ist die Rubrik Kommunalpolitik und nicht Leserpost.

Es fehlt auch in diesem Falle der Satz der Redaktion, inwieweit diese sich damit identifiziert oder nicht, oder sollte dem durch die Einordnung in die Rubrik Leserpost vorgebeugt werden ??  Ein Schelm, wer böses dabei denkt in Sachen Abhängigkeit von Kommunalpolitikern.

Zur Sache an sich:

Herr Dr. Kalinlka liegt hier absolut falsch mit seiner Stellungnahme betreffend das Rathaus und auch den Kosten  das zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Gebäudetraktes,  also frühestens 2024 mit Planung und Genehmigungen samt Behandlung von Einsprüchen bezugsreif werden könnte. Das ist der Betrachtungspunkt oder auch Ausgangspunkt plus zwanzig Jahre dazu.

– denn der Standort in seiner Komplexität und Bebauungsdichte im unmittelbaren Umfeld der anliegenden Strassen, die schon heute in ihrer Belastung  chaotisch sind,  ist so nicht haltbar

–  der Tunnelbau der Bahn mit all seinen Nebeneinrichtungen und die mögliche S-Bahnerweiterung nach Rangsdorf hätte die jetzige Planung ad aburdum geführt, ganz abgesehen davon, dass die parallele Bautätigkeit zweier solcher Großvorhaben nicht realisierbar ist. Notwendige Brandschutzflächen und deren Zugang wurden hier nicht bedacht. Auch Katastrophenschutz nicht.

– die Verlärmung des Standortes durch den unmittelbaren Straßenverkehr dreier Durchgangsstraßen und die Zugdichte von S-Bahn und Fernbahn, einschließlich Fluglärm zwingt dem Baukörper eine geschlossene Klimatisierung und Schallisolierung ab. Aber, wer will denn schon in einem Käfig arbeiten ?? von der entstehenden Feinstaubbelastung mal ganz abgesehen

– Auch die Begründung eines idealen Mittelzentrums ist Unsinn, da die noch verfügbaren Flächen an Bauerwartungsland und deren Versorgung mit Infrastruktur für eine weitere Wohnbebauung nicht in der Nähe des vermeintlichen Mittelzentrums liegen, wohlgemerkt nach Inbetriebnahme.

Wenn Mittelzentrum,  hätte man den Tunnel in der Verlängerung der Fasanenstr. führen müssen, das hätte das Zentrum a la Dr. Kalinka komplett entlastet.

Wir wissen alle, dass der alte Rathausbau gravierende Mängel hat und der Gesetzes- und Verordnungswut der Politik über die Jahre gesehen,   nicht standhält. Beispiel: Wenn dieses Gebäude brennt, hilft durch die Anordnung der Räume im Ist und deren Türenöffnungswinkel auch die schönste Brandschutztreppe nicht.

Herr Dr. Kalinlka hat auch keine Kenntnis einer Statistik, wie viel Bürger über das Jahr die verschiedenen Fachabteilungen der Verwaltung aufsuchen und woher sie kommen. Die Flächenausdehnung der Gemeinde in Kombination mit Busfrequenz und Bahn beweisen nicht die Notwendigkeit eines Mittelzentrums im Sinne einer Zentrale in der Zeitachse 2025.

Wenn die Gemeinde investieren soll, um Vermögen zu bilden, ist die Frage gestattet, warum  Gemeindevermögen an Grund und Boden laufend verkauft wird. Das zählt zur Beleihungsquote bei Zinssätzen und Krediten

Als Chef der Grünenfraktion kümmert sich Herr Dr.Kalinka um die Sorgen der Bürger in Sachen Infrastruktur und Umwelt , um bloß zwei Gebiete zu nennen, in keinster Weise ausreichend.

Beweis:

 Die Vermüllung und Gefahr durch Totholz im sogenannten Friedhofswäldchen zwischen Trebbiner Damm und Ende August-Bebel –Straße.

Die unfallträchtige Seenlandschaft im Fritz Reuterweg  zwischen Karl Liebknecht Straße und August Bebel Straße .

Die Verwahrlosung von nicht mehr genutzten Handelsflächen.

Ja, ich weiß, das ist kleingeistig und reicht an die Intelligenzschwelle von Herrn Dr. Kalinka nicht heran, aber es sind Nöte der Bürger, die sich noch fortsetzen lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerd-Armin Loh

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