BER in Betrieb heißt Verkehrschaos, Weiterbetrieb Tegel und rechtswidriger Betrieb von Schönefeld-Alt

Auf der Fachtagung der „Neuen Aktion“ (NA), am 13.05 2017 (Schloss Diedersdorf), haben Gisbert Dreyer (dreyer planungsgesellschaft mbH) und Flughafenplaner Faulenbach da Costa (FdC) in beeindruckender Beweisführung auf das kommenden Chaos hingewiesen, wenn, wann auch immer, der BER in Betrieb gehen sollte. Das BER–Projekt in Schönefeld ist „an die Wand gefahren“ und erzwingt darum den Neubau eines „deutschen Zentralflughafens“ in Sperenberg als Lösung aus Fehlplanungen und Bau-Chaos am BER. Als notwendige Übergangslösung, bis zur Inbetriebnahme eines Flughafenneubaus, gibt es nur die Möglichkeit des Weiterbetriebs von Tegel (TXL). Die offiziell behauptete BER–Gefährdung durch den Weiterbetrieb TXL ist eine Schutzbehauptung der Politik und ignoriert das Recht auf Korrekturen von Fehlentscheidungen. Ob Weiterbetrieb von TXL oder Neubau in Sperenberg, es geht nicht um Rechtshindernisse sondern um Mut, um mit politischen Entscheidungen die gemachten Fehler zu korrigieren.

Die brandenburgische CDU Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidatin, Dr. Saskia Ludwig, hält die Zeit für gekommen, im Interesse der Glaubwürdigkeit von Regierungen und Politikern Blockadepositionen und Ignoranz zu bekannten Tatsachen aufzugeben. Es sei nicht nur ihre Erfahrung, dass die Bürger Einsichten zu Fehlentscheidungen mit Beifall honorierten, sich aber abwenden, wenn Politiker mit Unwahrheiten antreten und Erkenntnisse der Bürger ignorieren.

Der geplante Weiterbetrieb und Ausbau „Schönefeld-Alt“  (SXF) zur Lösung von Kapazitätsproblemen am BER  ist ein glatter Verstoß gegen das Planfeststellungsrecht und gegen das „Schönfeldurteil“ des Bundesverwaltungsgerichts (2006). Beide Rechtspositionen sehen keinen  Weiterbetrieb von SXF auf Grundlage von §71 Luftverkehrsgesetzt (LuftVG)  vor, erklärte Ferdi Breidbach (NA)..

Die völlige Unterdimensionierung des BER und die Versuche, über den Weiterbetrieb von Schönefeld-Alt (SXF) die nicht bestreitbaren Kapazitätsprobleme zu lösen und mehr als 35 Mio. Passagiere/Jahr abzufertigen, sind illusorisch. Spätestens mit Beginn des zwingend erforderlichen BER–Testbetriebs werden sich Mängel zeigen, deren Beseitigung jede Terminplanung zur Inbetriebnahme in Frage stellen werden, argumentierte Faulenbach da Costa.

Sollte der BER, trotz der bekannten Faktenlage bei Baufortschritt und Genehmigungsstand, – wann auch immer – nach 2018 in Betrieb gehen, dann steht nicht nur der zu kleine BER sondern auch die Verkehrsinfrastruktur zu seiner Bedienung mit öffentlichen Straßen- und Schienenverkehr, vor dem Chaos. Alle verkehrswissenschaftlichen Untersuchungen haben diese Tatsache bewiesen, so G. Dreyer. Der durch BER erzeugte Verkehr auf den Hauptzufahrten, A113, B110 und B96, werden Ursache für Dauerstaus und Verkehrskollaps werden, die auch die Zufahrtsstraßen und Nebenstraßen von Mitte und Neukölln zum BER Terminal und nach Brandenburg betreffen. Fluggäste die über die Schiene den BER erreichen wollen, werden mit der Tatsache konfrontiert, dass das Schienennetz nicht die Leistungsfähigkeit besitzt, um die Straße zu entlasten. Der BER wird zu den Haupt-Abflugzeiten nicht erreichbar sein.

Als Übergangslösung, da waren die vortragenden Experten sicher, muss der Flughafen Tegel (TXL) weiter betrieben werden, um zumindest für die nächsten Jahre die Kapazitätsprobleme BER/SXF, zumindest  bei  halbwegs akzeptablen Servicestandards, für Fluggäste sicher zu stellen. Behauptungen, nach denen die Eröffnung von BER den Weiterbetrieb von TXL ausschließe, sind unhaltbare Schutzbehauptungen, die bestehendes Recht zu Möglichkeiten, Ergänzungen  und Neufassungen von Planfeststellungsbeschlüssen oder landesplanerischen uralt Festlegungen (Gesetzen) negieren. Diese Tatsache wird verschwiegen, um zu täuschen.

Die Problemlösung für den Flugverkehr der Hauptstadtregion liegt im Neubau eines „Zentralflughafens für Deutschland“ in Sperenberg, dem bei allen Standortsuchen (vor 2000), favorisierten Standort.
G. Dreyer hat  unter Berufung auf die Standortuntersuchungen und die für die Verkehrszuführung notwendige neue Infrastruktur Fakten aufgezeigt, wie ein neues Schienenkonzept auch innerhalb Berlins durch Untertunnelung des Süd-Westens von Berlin in Richtung eines zunächst zwischengenutzten und später nachzunutztenden BER und durch Weiterführung eines oberirdischen Schienenweges zum Standort Sperenberg aussehen kann. Damit würde die Zukunft des Berlin-Brandenburger Flugverkehrs und darüber hinaus aus einem Einzugsgebiet im Radius von 180 km um den Standort gesichert werden.

Rückfragen: Ferdi Breidbach 03379 372909

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