BER-Chaos: Von „aus Drei mach Eins“ zu „aus Eins mach Drei“!

18. Mai 2017
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Hier für Interessierte eine Kurzfassung der Ergebnisse der erkenntnisreichen Fachtagung der „Neuen Aktion“ (NA) vom 13.05.2017. In den nächsten Tagen wird zu den Präsentationen der Herren Dreyer, Faulenbach da Costa und Ferdi Breidbach ausführlicher berichtet auf www.ber-na.de
Aktuell hat der Unfall auf A113/A110 am 15.05 2017 die Prognose zum kommenden Verkehrschaos auf den Zufahrten zum BER beängstigend bestätigt. Nicht nur die fehlenden BER Kapazitäten, die nur vorübergehend abzumildern sind, sondern auch die absolut unterdimensionierte Verkehrsanbindung wird nicht nur für Nutzer BER, sondern für Berufsverkehr und Anwohner auf Umleitungsstraßen eine Katastrophe.


Die Fachtagung der „Neuen Aktion“ (NA-13.05.2017)) präsentierte Ursachen der Fehlplanung und Alternativen zur Lösung.
Die im Bund, in Berlin und Bandenburg für das BER–Chaos verantwortlichen Regierungen und Parlamente sind auf ganzer Linie gescheitert mit Ihrem Ziel,  aus drei Flughäfen (Tempelhof, Tegel und Schönefeld – Alt) zu Gunsten eines Single-Flughafenneubaus BER in Schönefeld. Das bewiesen als Fachexperten Gisbert Dreyer (dreyer planungsgesellschft), Dipl.-Ing. Dieter Faulenbach da Costa (FdC -Flughafenplaner) und Ferdi Breidbach (NA) auf der NA Fachtagung.
Was 1,8 Milliarden € kosten sollte, ist aktuell – Ende nicht absehbar – bei 7 Milliarden € gelandet. Was im „Konsensbeschluss“ (1996) ein einzigartiger moderner und, wettbewerbsfähiger „Single – Airport“ für die Hauptstadt werden sollte, und in landesplanerischen Festlegungen durch Berlin und Brandenburg und im Planfeststellungsbeschluss zum Bau dieses „Single – Airports“ der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist Makulatur und überholt. Die bis heute propagierte Wirtschaftlichkeit des BER in Betrieb, ist Betrug am Steuerzahler, der nicht nur für die gewaltigen Investitionssumme sondern auch für die kommenden Subventionen für die Verhinderung einer Pleite Jahr für Jahr mit Hunderten Millionen in Geiselhaft genommen wird. Was nach mehr als 25 Jahren Planung und  nun 11 Jahren Bauzeit heraus gekommen ist, ist wegen des Versagens der politisch Verantwortlichen in SPD, CDU, Linke und Grüne, ein unvollendeter BER als Lachnummer.

Es gibt keine  sachgerechte Problemlösung „für zu klein“
Die Standortfehlplanung, das Planungschaos zum Neubau des BER, verkündet als Kathedrale des 21 Jahrhunderts – dem modernsten Flughafen Europas – und die Fehlplanung zur Verkehrsinfrastruktur, ist „an die Wand gefahren“. Die nun als Lösung umgeplante Kapazitätserweiterung des zu kleinen und zu teuren BER–Neubaus ist eine Blamage mit internationalen Auswirkungen und Stoff für alle Spaßmacher in TV–Sendungen und Satire–Kommentierung. Fakt ist: „Wann“ und „Ob“ der BER in Betrieb geht, steht in den Sternen. „Schönefeld-Alt (SXF) wurde als angebliche Lösung der Kapazitätsprobleme am unvollendeten Neubau ausgebaut und nun weiter betrieben. Nur, was angeboten wird, reicht maximal für 30 Mio. Passagiere/Jahr, dabei werden heute schon in TXL und SFX über 30 Mio./Jahr abgefertigt. Der weiter betriebene SXF soll nur ein Provisorium sein. Denn, nach Planfeststellungsbeschluss sollte an seiner Stelle der Regierungsflughafen in Betrieb genommen werden. Der wird nach neuer Planung nun westlich des für 70 Mio.€ provisorisch gebaut und soll für Hunderte Millionen seinen endgültigen Standort, wann auch immer, anstelle des SXF Provisorium finden.

Die Verkehrskatastrophe kommt als Höhepunkt der Fehlplanung
Zum Abfertigungschaos „BER in Hoffnung“ und SXF für Billigflieger (LCC) kommt die Staukatastrophe für die An- und Abfahrten zu BER/SXF als Höhepunkt der Fehlplanung. Die Zufahrten, B113/100, 96A werden zur Stauverstopfung mit dramatischen Auswirkungen auf allen Zu– und Abfahrten zwischen Neukölln/Ostkreuz und den Flughafenterminals. Absehbar ist, wer in den Spitzenstunden des Verkehrs dieses unterdimensionierte Verkehrssystem als Arbeitsweg nutzen muss, wird Opfer einer Flughafenplanung, die nach politischen Propagandaaussagen und planerischen Begründungen – gegen alle Vernunft – Stadt-nah durchgesetzt wurde. Posemuckel und Insulaner-Denke produzierten BER-Absurdistan.

Tegel wird als Übergang weiter betrieben
Noch gibt es in der Politik – gegen alle Fakten – die Weigerung, Tegel (TXL) weiter in Betrieb zu halten. Dies, obwohl unwiderlegbar nur die vorhandene TXL–Kapazität, die Chance eröffnet, die Kapazitätsprobleme zu bewältigen für die Übergangszeit bis zum Neubau eines leistungsfähigen Flughafens am anderen Standort 2025XX, dies allerdings bei unterirdischen Servicebedingungen an allen drei Flughäfen. Es ist darum nur eine Frage von Monaten, bis die politische Ignoranz vor Fakten überwunden ist und eine Entscheidung zum TXL–Weiterbetrieb erzwingt.

  • „Aus Drei mach Eins“ mit Rolle rückwärts landen die Fehlplaner dann wieder bei “Aus Eins (BER) mach (mit SXF und TXL) Drei“.

Details folgen in den nächsten Tagen.

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