Zu „Wohnen und Wurzeln in Blankenfelde-Mahlow“(vom 18.05.2017): Das Problem mit dem Wohnen – etwas komplexer gesehen

Der Verwaltungsleiter der Blankenfelde-Mahlow verfährt nach dem Grundsatz „ Ehret die Alten ehe sie erkalten“

Es gibt berechtigte Gründe, die sogar dafür sprechen:

–  Der Verwaltungsleiter ist selber alt und möchte wieder gewählt werden, bei der jetzigen Situation der SPD aber fraglich

–  Bezahlbarer Wohnraum heißt bei den heutigen Baupreisen subventionierter Wohnraum, denn die Infrastruktur lässt sich kostenseitig nicht auf die Bürger umlegen

– Mehrfamilienhäuser schaffen weitere Probleme in der inneren Verdichtung, da neues Grün nicht mehr machbar ist ( Baufläche ist kostbar) und damit die Lärmausbreitung und die Luftverschmutzung in der Addition zu einer Kleinstadt führt, aber nicht mehr einer Wohngemeinde entspricht.

– Jede Erweiterung von Wohnraum zieht mehr Verkehr an und fordert Investitionen in Kitas, Schulen, Straßen, Sportstätten, Parkplätze usw.

–  Schon heute stehen mehr Fahrzeuge im öffentlichen Verkehrsraum als zuträglich, was für ältere Mitbürger ein lärmendes Ärgernis ist und oft auch zu bedrohlichen Situationen führt. Ein präzises Beispiel ist die Karl-Liebknecht-Strasse vor dem Ärztehaus mit Bäckerei Apotheke und Kita.

– Viele Bürger haben zwar einen Parkplatz auf dem Grundstück, lassen aber ihr Fahrzeug auf der Straße stehen, da ihre Fahrtüchtigkeit und Bequemlichkeit ein ernsthaftes Hindernis für das bewegen des Fahrzeuges darstellt.

– Völlig unverständlich in dieser Situation ist die mangelnde Unterstützung der Abgeordneten für eine Erweiterung der S-Bahn Richtung Rangsdorf., denn trotz Parkhaus, die Einwohner haben durch den ruhenden Verkehr erhebliche Schwierigkeiten.

Wo liegt die Lösung:

  1. In der komplexen Betrachtung eines jeden Standortes in seiner  Verträglichkeit zum Umfeld aller Einflussfaktoren
  2. In dem Prinzipiellen Beschluss – Wohngemeinde oder Kleinstadt im Flughafenvorfeld
  3. „ Neubauviertel“ mit externer Verkehrsanbindung die die inneren Bereiche nicht noch weiter belasten

Es wäre eine Bitte an eine Hochschule wert, hier mit externer Studentenkraft und unvoreingenommen bei Standortvarianten der Gemeinde , Lösungsvorschläge im Rahmen einer Gruppenarbeit vorzulegen, die den Blick öffenen und die Öffentlichkeit einbeziehen.

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One Response to Zu „Wohnen und Wurzeln in Blankenfelde-Mahlow“(vom 18.05.2017): Das Problem mit dem Wohnen – etwas komplexer gesehen

  1. Andrea Hollstein
    4. Juli 2017 at 13:41

    So richtig nach Lösungen sehen Ihre 3 Punkte nicht aus, Herr Loh.

    Ich gebe Ihnen aber Recht, wenn Sie die – ich nenne es Faulheit – unserer Mitbürger anprangern, die ihre Autos auf der Straße parken, weil ihre Garagen und Carports sehr wahrscheinlich mit allerlei anderem Zeugs zugestellt sind. Es ist in vielen Straßen oft kein Durchkommen mehr, weil diese durch parkende Autos zugestellt sind – seien es nun Privatfahrzeige oder die kleinen gelben …

    Auch die Blankenfelder Feuerwehr hatte schon mal einen Notruf hierzu abgesetzt, als sie sich beklagte, nicht an die Einsatzstelle gelangt zu sein, weil parkende Fahrzeuge den Weg verstellt haben. Ich hatte hierzu alle Ortsbeiräte angeschrieben und um Mithilfe gebeten, diese Missstände konkret zu benennen und zu versuchen, sie gemeinsam zu beseitigen, denn es ist ein schleichend zunehmendes Problem.

    Leider ist hier gar nichts geschehen – die Ortsteile Jüphnsdorf und Mahlow haben gar keine Rückmeldung gegeben, Dahlewitz sieht keine Probleme, Groß Kienitz hat keine Probleme und Blankenfelde arbeitet sich mühsam daran ab, aber auch das ohne nennenswerte Ergebnisse. Nicht schön, aber so ist die Realität.

    Was den Wohnungsbau betrifft, so teile ich Ihre Bedenken nicht wirklich, denn es ist nichts gegen einen stetigen Zuzug einzuwenden. Es überfordert die gemeindliche Infrastruktur nicht wirklich, wenn hier und da neue Wohnungen gebaut werden. Was eine Gemeinde unserer Größenordnung allerdings schwer verkraften würde, ist eine zunehmende Überalterung. Auch kaum zu handhaben sind Wohnprojekte, wie sie von einigen Gemeindevertretern in Mahlow favorisiert werden – 5000 Menschen auf einen Schlag. Das sind mindestens 1000 Kinder, die in Schulen, Kitas und Horten betreut werden müssen. Das sind begrenzte Zuwegungsmöglichkeiten, die andere Wohngebiete über Gebühr mit belasten werden. Das sind zig Pendler. Das ist eine Zunahme an Verkehr, für die der Ort nicht ausgelegt ist. Ich halte das Projekt in den im Bauausschuss vorgestellten Dimensionen für falsch.

    Unser Antritt (BB/FDP) ist der, dass wir auf gemeindeeigenen Grundstücken Projekte umsetzen, die ins Umfeld passen und eher Ent- statt Belastung sein werden. Wir müssen nicht auf einmal 5000 Menschen unterbringen, sondern einen moderaten Zuzug anstreben bzw. schon in der Gemeinde lebenden Menschen auch hier behalten.

    Erst wenn wir wissen, welche Grundstücke hierfür überhaupt in Frage kommen könnten, kann man überlegen, ob man an dieser Stelle ein Projekt startet und wenn ja welches. Alles andere ist Diskutieren um ungelegte Eier.

    Wir fanden es generell nicht richtig, dass man für die Unterbringung von Asylsuchenden sofort versucht hat, Lösungen zu finden, aber für die Wohnungssuchenden jeden Alters in dieser Gemeinde nicht so viel Elan an den Tag legt.

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