BER-Masterplan 2040: Ein untauglicher Täuschungs- und Ablenkungsversuch

29. August 2017
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BER Masterplan (veröffentlicht 28.08.2017)  ist ein untauglicher Täuschungs – und Ablenkungsversuch. Der Masterplan macht brutal deutlich, dass die 100 000 Fluglärmbetroffenen, das kommende Verkehrschaos, und die Flugsicherheitsprobleme  Verfügungsmasse der BER Fehlplanungen sind.

„Weiter so“ ist der von Flughafenchef, Lüdke-Daldrup (SPD) mit Tam Tam öffentlich gemachte Masterplan zum Ausbau eines BER, für die Abfertigung von 58  – 60 Mio. Passagiere/Jahr der irgendwie 2029/20 in Betrieb gehen soll. Ohne Detailkenntnisse aber in Kenntnis von Planermalereien für das Ausbaudesign kann das Urteil nur lauten: Fehlplanungen und Träumereien am fehlgeplante BER–Desaster, geschuldet dem fehlgeplanten Standort, werden fortgesetzt.

Es reicht die Betrachtung einiger Eckziffern um festzustellen: Dieser Masterplan ist die Fortsetzung des Millliardengrabes BER und die Fortsetzung des Anschlags auf die körperliche Unversehrtheit von 100 000 Betroffenen die Fluglärm ertragen sollen der minütlich über ihre Wohnviertel  nur noch unmenschliches Leben produziert. Mit keinen Satz gibt der Masterplan darüber Auskunft, dass die Zahl von 1200 Flugbewegungen/Tag, je Stunde 102 Flugbewegungen Überflügen/Tag, in Spitzenstunden deutlich mehr, eine vorsätzliche Körperverletzung für Fluglärmbetroffene bedeutet. Lüdke- Daldrup (im Volksmund: Lüdke-Bautrupp) und seine Jubelperser verschweigen auch wie 60 Mio. Passagiere auf den völlig unterdimensionierten Verkehrswegen (Straße B Ab 100/113 – B96a) den BER erreichen sollen weil es auf diesen Zufahrten in Spitzenstunden (6:30 – 9:30 -16:30 -19.30 für Flugpassagiere und Pendler nur noch Stopp –Schlangen ohne Fahrbewegungen geben wird. Die für die „Ausbauspinnerei“ notwendigen hunderte Baufahrzeuge/Tag, geben dem Verkehrschaos den Rest. Immerhin, im Tagesdurchnitt, ohne Pendler und  Beschäftigte am BER, sollen 162 000 Passagiere den BER beglücken. Das bedeutet 130 000 Fahrzeuge Individualverkehr zum BER, wenn der ÖPNV, der Schienenverkehr die Leistungsfähigkeit für über 40 000 besäße.

Die Ab – und Anflüge vom BER mit über 470 000. Flugbewegungen/Jahr ergänzen das Drama der An- und Abfahrten vom BER. Lüdke – Daldrup verkündet: die Anflüge zum BER werden in der Luft so vorsortiert, dass auf jeweils einer der zwei Start- und Landebahnen gleichzeitig gestartet und gelandet werden kann. Was Lüdke-Daldrup verscheigt: Nach IATA Vorschriften müssen schon für 470 000 Flugbewegungen drei Start – und Landebahnen vorhanden sein. Ersichtlich ist aus dem Masterplan auch nicht wo die ebenfalls von der IATA geforderten 300 Parkpositionen für die Flugzeuge sein sollen. Im Klartext: Z. B. in Spitzenstunden auf jeder der beiden Start- und Landebahnen Flugbewegungen unter Minute die Flüge abwickeln müssten. Parkpositionen? Auf die Idee die Zahl der Flugbewegungen zu begrenzen in dem Anhänger für die Flugzeuge zur Erhöhung der Sitzplatzkapazität/Flugzeug angehängt werden, ist Lüdke-Daldrup noch nicht gekommen.

Zum gewaltigen Sicherheitsrisiko der gigantischen Zahl von Flugbewegungen/Minute, der in Folge unmenschliche Belastungen der Fluglotsen, wird der Theoretiker mit Sicherheit von der „Deutschen Flugsicherung“ die rote Karte bekommen. Der „Ausweg“ zeichnet sich ab: Eine dritte Start- und Landebahn muss her um die Gigatomie von Lütke-Daldrup, seiner SPD, im Schlepptau Linke, Grüne und CDU, in Berlin und Brandenburg grauenhafte Wirklichkeit werden zu lassen. Klar ist so, dass der im Planfeststelungsbeschluss (2004) bzw. im „Schönefeld –Urteil“ des Bundesverwaltungsgerichtes festgeschriebene „mittelgroße“ BER auf kaltem Weg in eine Großflughafen der Dimension Frankfurt/Main (FRAPORT) umfunktioniert werden soll. Nachtflüge wird es dann auch noch geben weil nach Rechtsauffassung der „Gemeinsamen Luftfahrtbehörde“ (LUBB) der weiter betrieben SXF seine Rechtsgrundlage, mit Nachtflug, behält. Noch ist die Absicht der Fortsetzung des Nachtflugbetriebs am SXF in der Schweigspirale.

Durchsichtig ist aber auch, dieser Masterplan wurde zu einem Zeitpunkt öffentlich gemacht der die Tegel (TXL) Volks– Abstimmung (24.09.17), die erwartete Zustimmung zum Weiterbetrieb also, in letzter Minute hin zu einer Schließung beeinflussen soll.  Mit diesem Versuch hat SPD-Parteisoldat, Lüdke-Daldrup in Wahrheit dem BER-Desaster einen miserablen Dienst geleistet. Er hat mit seiner Masterplanmalerei brutal deutlich gemacht das Kosten und Menschen nichts zählen. Die Kosten will er, einschließlich Finanzierung von angelaufenen Milliardenkrediten im laufenden Betrieb erwirtschaften. Die Betroffenen Mensch, so Absicht der Versager, sind nur noch Verfügungsmasse für ein „Weiter so“ von Fehlplanung und Unfähigkeit.

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One Response to BER-Masterplan 2040: Ein untauglicher Täuschungs- und Ablenkungsversuch

  1. Gast62
    9. September 2017 at 12:31

    Von einer Bundesbehörde, wie die BAM in Berlin könnte man ein umweltbewußtes Umweltverhalten bei der Wahl des Verkehrsmittel bei Dienstreisen erwarten,jedoch weit gefehlt! Selbst kurze Reisewege, wie Bonn, Braunschweig, Hannover müssen die Angestellten mit einem Flieger machen. Die Großkotzigkeit einiger Fachbereichsleiter (z.B. in der 9. Abteilung) und des Präsideten der BAM nimmt überhand! Da machen junge Wissenschaftler Fernreisen nach China und Japan,um eine Tagung zu besuchen, ohne Rücksicht auf die Kosten. Überhaupt scheint der Größenwahn zu dominieren, am besten mit dicken teuren Autos auf das BAM-Gelände fahren, dann ist man wer! Getreu nach dem alten Sprichwort: “Hast Du was, dann bist Du was.” Kurzum: Für Prestigeprojekte wird das Geld zum Fenster rausgeworfen, für die Infrastruktur, z.B. Wartung von Prüfmaschinen fehlt es. Gefragt sind ohnehin nur Wissenschaftler, niedere Berufszweige, wie Schlosser, Ingenieure findet dieser Präsident überflüssig.Es ist auch die seit Jahren bestehende Vetternwirtschaft der BAM-Reisekostenstelle mit der Lufthansa, gegen die noch keiner der Präsidenten vorgegangen ist und offenbar auch vom Bundeswirtschaftsministerium geduldet wird.
    Die ehemalige Justitiarin der BAM wurde nach Karlsruhe zum KIT(Karlsruher Institut für Technologie) “weggelobt”, weil sie scheinbar dem Präsidenten der BAM zu unangenehm wurde. Es wird sich zeigen, welche “Überraschungen” die BAM noch zu bieten hat.

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