BER: Ohrfeigen für St. Floriansjünger

2. Oktober 2017
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Nur noch Ohrfeigen für St. Floriansjünger am Wannsee und in der Tegel–Region
Schelme oder Illusionisten, die erwartet hatten, über eine Klage Wannsee, Kleinmachnow oder Teltow fluglärmfrei zu bekommen, sind auf dem Teppich der Realität gelandet. Es half auch nicht, den Forschungsreaktor der Helmholz-Stiftung zum Atomreaktor hoch zu dramatisieren. Jeder, der bei Sinnen war, konnte wissen, selbst ein Punktabsturz auf diesen Neutronenproduzenten würde keine bedrohliche Strahlung freisetzen, die auch nur über das Absturzloch hinausgegangen wäre. Zudem war bekannt, der Neutronenproduzent wird bis 2020 stillgelegt. Bekannt war auch, dass Flugrouten die An– und Abflüge nach Westen und Norden ohne Überflüge der Wannsee– Teltow– und Kleinmachnow–Region An– und Abflüge in Flugrichtung West/Nord von beiden BER–Pisten zu Umwegen gezwungen bzw. Kollisionen wahrscheinlich gemacht hätten, die für Abflüge Süd/West zum Chaos geführt hätten. Auch darum mussten solche Planspiele von der Flugsicherung (DFS) berechtigt als nicht hinnehmbares Flugrisiko abgelehnt werden.

Heilige Marela
Alle Hinweise auf Unrealisierbarkeit der Wunschträume wurden mit Hohn und Spott bedacht. Wir sind wir, die besseren und mächtigeren Menschen, die das Recht auf Schonung vor BER Fluglärm für uns durchsetzen. Man muss daran erinnern, mit welcher Arroganz, welch medialer Hingabe und prominentem Zuspruch diese St. Floriansjünger begleitet wurden, weil sie den BER ohne Fluglärm für sich wollten. Hymnisch von Medien und Parteien wurde eine Dame gefeiert, die ebenso wie ihre Schleppenträger in Parteien und aus der Berliner „Bussi – Gesellschaft“, und ihre Bürgerinitiative „Kein Flugrouten über Berlin“, seit Jahren wieder in der Versenkung verschwunden ist.
„Marela Bone–Winkel, Mutter des Flugrouten–Protests“ wurde zur Großsprecherin der Flugrouten–Gegner hochgejubelt. Aus allen Stadtteilen erhalte sie Unterstützung, berichteten die Medien. Für die CDU durfte sie in die Bezirksvertretung, die unvermeidliche „Bundesvereinigung gegen Fluglärm“ ernannte sie zur Sprecherin, Bürgermeister und anderen Politgrößen durfte sie ihre Aufwartung machen. Die Rolle gefiel, auch weil sie die Standortgegner „Schönefeld“ mit Hohn und Spott bedachte. In ihrer Selbstherrlichkeit propagierte sie, gestützt auch von Medien: Flugzeuge die über Wannsee und Steglitz in mehr als 700 m Höhe fliegen, machten ihre und die Kinder in der Region krank. Aus Fluglärmsäuseln über Wannsee wurde ein Fluglärmkrach, der gefälligst da zu bleiben hatte, wo er dank der Standortfehlentscheidung hin gehörte.
Festzuhalten aus dem „Marela-Hype“ bleibt ihr Absturz in die Unbedeutendheit. Festzuhalten bleibt aber auch: Ihre von ihr allein gelassenen Jünger machten da weiter, wo sie glaubten, dass die „Fluglärm-Mutti“ die Spur gelegt hatte. Wenn „Marela“ verschwunden ist, werden wir auch ohne sie gegen die Säusel–Routen klagen. Die Kläger, „Marelas“ Nachhut, wollten und wollen den BER ohne Fluglärm für sich, aber dafür mehr Fluglärm für andere Regionen. Trotz aller Hinweise, dass sie aus nachvollziehbaren Gründen nur fluglärmfrei bleiben, wenn sie sich der Forderung anschließen: Der BER am Standort Schönefeld ist unmenschlich und keine Lösung für einen Hauptstadtflughafen mit Zukunft, haben nun für ihren St. Florian die Quittung bekommen. Nach Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG – Az:OVG 6A 29.14) wurde ihre Klagen gegen Flugrouten über Wannsee krachend abgelehnt. Die Marela-Jünger hatten schlicht übersehen: Wer Fakten ignoriert, den Grundsatz „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu“, verletzt – macht sich, wie nun entschieden, selber zum Opfer. Das Ende und die Ursachen hat NA exakt im September 2013 auf dieser Webvorausgesagt. (14. September 2013 Propheten140913 Wider die falschen Propheten)

Die Urteilsklatsche für unbelehrbare
Jetzt hat der Volksentscheid (24.Spt. 2014) auch den St. Floriansjüngern, die mit Schließung von Tegel (TXL) den Fluglärm in den Berliner Osten und die Brandenburger Landkreise Teltow Fläming und Dahme Spreewald abschieben wollen, eine Lektion erteilt. Dass diese Abschiebung Fluglärm mit drei– bis vierfacher Gesundheitsgefährdung von über 100 000 Menschen zur Folge hat, wird von den St. Floriansjüngern und ihren Helfershelfern, SPD, Linke und Grüne, tot geschwiegen. Schlimmer noch: Die sich so nennende Gesundheitssenatorin Kolat (SPD) verkündet, Fluglärm mache krank – aber nur die Menschen, die vom TXL Lärm betroffen sind. Hätte die Dame Charakter, wäre sie zurückgetreten. Sie teilte Menschenrechte in zwei Klassen ein. In solche, die in ihren politischen Wirrkopf passen und in solche, die in ihr Hirn nicht passen. Ihr gebremster Intellekt verdrängte dazu: die TXL Betroffenheit ist temporär, die BER Betroffenheit geht über 100 Jahre. Trotzdem bekommen die TXL St. Floriansjünger nun auch die Quittung für ihren Egoismus. Der Volksentscheid und sein Ergebnis hin oder her, TXL bleibt über Jahre in Weiterbetrieb, weil der BER fehlgeplant und erst am St. Nimmerleinstag oder nie in Betrieb geht. Zu klein, zu teuer und am Tropf von TXL hängend, der die Kapazitäten abfertigen muss, die der Unvollendete nicht schafft. Wer fabuliert, ein BER Ausbau nach dem von Flughafenchef Lütke Daldrup (SPD) hingerotzten Masterplan sei die Zukunftslösung für einen BER, der mit nur zwei Start– und Landebahnen auch nach 2030 die Schließung vom TXL garantiere, wird spätestens 2030 wieder die Quittung für seinen St. Florian bekommen. Er negiert: der hochgeschriebene und hochgejubelte Masterplan ist ein Plan, für den bisher alle Rechtsgenehmigungen fehlen und für den es keine gesicherte Finanzierung gibt.

Das ist die Lage
Die Fehlplanung BER, Baupfusch, Unfähigkeit, ihn betriebsbereit zu bekommen, Korruption und Absahnerei von Baufirmen, denen man auch unterstellen kann, null Interesse an zügiger Fertigstellung ihrer Gewerke zu haben, sind Ursache des einzigartigen Chaos am BER und damit auch für den Weiterbetrieb von Tegel.

Wer etwas von Flughafenplanung und Entwicklung der Kapazitäten des Flugverkehrs versteht, weiß: Ohne Neuplanung bekommen Berlin und Brandenburg irgendwann einen Flughafen, der exakt zur Unfähigkeit von SPD, Linke, Grüne und CDU passt, die gefangen im Posemuckel-Denken und Handeln die Hauptstadt weiter zur internationalen Lachnummer machen.

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3 Responses to BER: Ohrfeigen für St. Floriansjünger

  1. Gast90
    7. Oktober 2017 at 00:06

    An einem Berliner S-Bahnhof lagen heute neben einem Papiercontainer Zettel herum, auf denen die Zerstörung der „Trafos des BER und danach noch die Pisten“ aufgerufen wird, die Grammatik war allerdings fragwürdig und ebenso der Text darunter in Englisch. Wörtlich stand da auch “ Wir ISLAMS helfen Euch 150.000 Opfern“.
    Was soll man dazu noch sagen, die Wut auf den BER erreicht jetzt völlig neue Dimensionen, ich jedenfalls habe diese Zettel nicht angefasst…

  2. Gast99
    9. Oktober 2017 at 22:54

    @Gast90: Ich wünsche mir ein noch stärkeren Orkan, wie am vorigen Donnerstag, dann werden die Terminals, die Stromversorgung und evtl. auch beide Pisten zerstört, mein Haß auf Euch BER-Mitarbeiter wird täglich größer! Viele Piloten verrecken aufgrund der Höhenstrahlung an Krebs, der Preis für Eure Piloten-Hochnäsigkeit, recht so! Selbst in allen Ostblockländern sind die Regierungen ehrlicher zu ihren Bürgern, als in D.!

  3. Gast87
    11. Oktober 2017 at 13:04

    @Gast99: Lese ich das richtig? Sie wünschen anderen Menschen den Tod?

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