Absenkung des BER-Terminals und der neuen Start- und Landebahn? NA fordert belastbare Auskunft von FBB und Bauaufsichtsbehörde

12. November 2017
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In den letzten Wochen erhält Neue Aktion (NA) Informationen, die bereits vor ca. 5 Jahren und seitdem wiederkehrend Gegenstand von Veröffentlichungen waren. Diese Informationen beziehen sich erneut auf die angeblich nicht gesicherte Standfestigkeit des BER Terminals. Konkret: Es gäbe Absenkungen. Auch die Südbahn soll von Absenkungen betroffen sein. Vor dem Hintergrund dieser Informationen erwartet „Neue Aktion“ belastbare Auskunft der FBB bzw. der Bauaufsichts- und Genehmigungsbehörde (Dahme Spreewald), geführt von Landrat Loge(SPD).


 

Absenkung BER-Hauptterminal und SLB- Süd nur Gerücht?

Zur „Vollendung“ bzw. zum Ende des BER fehlt nur noch die Bestätigung des Gerüchts: Nicht nur die neue Start– und Landebahn (SLB) Süd, sondern auch das unvollendete Hauptterminal (A) haben Probleme mit ihrer Standfestigkeit. Hartnäckig halten sich seit Jahren die „Gerüchte“, beide Bauwerke senken sich ab. Vor diesem Hintergrund seien die Ursachen auch für die Türen-Probleme zu beurteilen, für deren Schließ– und Öffnungsprobleme nur bedingt die Sicherheitssteuerung verantwortlich sei. Wie alle Türen und Fenster, die durch Schieflagen klemmen, gelte dies auch für tausende Türen, mit der möglichen Ursache Schieflage des Terminals.

Die Horizontale der SLB könne auch nicht, wie schon versucht sein soll, durch Unterpackung sich absenkender Teile mit Beton gehalten werden. Der Untergrund sei so „schwammig“, dass das so erhöhte Gewicht der Unterfütterung nicht zur Lösung, sondern auf Zeit zur Verschlimmbesserung des Problems führe.

Ein weiteres „Gerücht“ befasst sich mit der Entrauchung und Unterdimensionierung der Fluchtwege des unterirdischen Bahnhofs ins Terminal. Wohin mit dem Rauch, wenn nicht ins Hauptterminal, wohin mit den ankommenden und wartenden Passagiere, wenn die Fluchtwege im Brand– und Havariefall durch Flucht verstopft oder verqualmt sind.

Neue Aktion (NA) stellte kürzlich in diesem Zusammenhang klar: Es geht ihr nicht um Verbreitung angeblicher Gerüchte. NA geht es um Transparenz und Beweisführung. Der Bauherr, die Flughafengesellschaft (FBB), müsse – je eher, je besser – spätestens aber bei Betriebsabnahme durch die Loge-Behörde und ihre Gutachter, zweifelsfreie Untersuchungsergebnisse vorlegen, die die Gerüchte widerlegen oder bestätigen. In jedem Fall gibt es zwingenden Handlungsbedarf. Unverantwortlich ist „nichts tun“ und die Gerüchte als Gerüchte abzutun. Rechtlich – sachlich unumgänglich ist nur der Beweis für die auf Zukunft gesicherte Standfestigkeit des Terminals und einer uneingeschränkten Sicherheit der SLB.

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2 Responses to Absenkung des BER-Terminals und der neuen Start- und Landebahn? NA fordert belastbare Auskunft von FBB und Bauaufsichtsbehörde

  1. Matthias Stefke
    13. November 2017 at 05:56

    Was die Bürgerinitiativen nicht geschafft haben erledigt die FBB selbst, alles kommt so wie es kommen soll. Ärgerlich ist nur, wie viel Geld verbrannt wurde und wird!!!

  2. Gast70
    14. November 2017 at 21:55

    Sehr geehrter Herr,
    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 21.09.17, auf die ich Ihnen nun gern antworten möchte.
    Leider haben Sie den Tag der Flugbewegungen nicht angegeben. Aufgrund Ihrer Angaben zu den Uhrzeiten habe ich mir die Flugbewegungen an den vorherigen Tagen angesehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass es sich vermutlich um den 13.09.17 gehandelt haben müsste. in diesem Fall handelte es sich beinah ausschließlich um Luftfahrzeuge vom Typ Boeing. Weder an diesem Tag noch an den folgenden wurde von den veröffentlichten Flugverfahren abgewichen. Alle Flugzeuge befanden sich im sogenannten Toleranzbereich und Verstöße gegen luftrechtliche Bestimmungen konnte ich nicht feststellen.
    Ihre Ausführungen zu den passiven Schallschutzmaßnahmen habe ich zur Kenntnis genommen. Es verwundert mich etwas, dass trotz der hohen Schutzziele hier am neuen Flughafen – so sie Berücksichtigung bei der Dimensionierung Ihrer Fenster gefunden haben – Sie die Fluggeräusche nach Ihren Ausführungen derartig laut erleben. Leider bin ich für den passiven Schallschutz nicht der richtige Ansprechpartner. Wenden Sie sich bei weiterem Informationsbedarf bspw. an die Beratungen der Landkreise (www.schallschutzberatung-ber.de).

    Mit freundlichen Grüßen

    Patrick Strogies
    Büro des Fluglärmschutzbeauftragten für den
    Verkehrsflughafen Berlin-Schönefeld
    Mittelstraße 11
    12529 Schönefeld
    Tel: 030/6341 079 20
    Fax: 030/6341 079 29
    E-Mail: fluglaermschutzbeauftragter-ber@teltow-flaeming.de
    Weitere Informationen finden Sie unter http://www.fluglaermschutzbeauftragter-ber.de/

    Anmerkung von mir: Im Jahr 2012 wurden in den Schlafräumen Fenster mit 38 db Schalldämmung eingebaut,keine weiteren Schallschutzmaßnahmen. Erst heute erhielt ich dieses Antwortschreiben.
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