Einspruch zu den Beiträgen „Zugeparkte Strassen …“(21.12.2017) und „Abwehr von Strassenausbaubeiträgen …“(01.01.2018)

2. Januar 2018
Von

Liebe Autoren dieser Thematik,

leider vergessen die Vertreter der Beitragssenkungen zu Anschlussbeiträgen,  Strassenausbau und Parkplatznot  immer ihren eigenen Lösungsvorschlag zur Finanzierung bzw. Lösung der doch notwendigen Maßnahmen.

Wie entstehen denn die Kosten??

  1. Durch ein völlig überzogenes Baurecht
  2. Durch ein völlig überzogenes Ausschreibungsrecht , wo jeder Ausschreibungsteilnehmer durch Einsprüche kostenexplodierend und zeitverzögernd eine Maßnahme uferlos teuer machen kann
  3. Durch nicht ausgegorene Auflagen im Umweltbereich, die zwar Arbeit verursachen und den Beschäftigungsumfang in den öffentlichen Verwaltungen stärken, deren Sinn aber nicht optimal ist.
  4. Durch Bürger , die gerne ihr Fahrzeug unbeleuchtet auf einer öffentlichen Strasse parken (obwohl genug Platz auf dem eigenen Grundstück ist) und andererseits Proteste mannigfacher Art initiieren, um aus den Beiträgen raus zu kommen.
  5. Kommunen, wie Blankenfelde-Mahlow, die den öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn Rangsdorf ) torpedieren durch mangelnde Unterstützung und damit dafür sorgen, dass der ruhende Verkehr der Pendler ständig mehr wird, was bei der Moselstr. wieder gut zu beobachten ist.

Vergessen wird auch der wachsende Wohlstand, der es in einem günstigen, von Rabatten nur so strotzenden, Autoverkauf , lohnenswert macht, ein Zweitauto oder auch Drittauto für den Sprößling anzuschaffen und das dann reihenweise auf die Strasse zu stellen, so dass der ÖPNV natürlich nicht mehr attraktiv wird oder durch Zuparken entsprechend behindert wird.

Vergessen wird auch das Wachstum der Einwohnerzahlen durch Bebauung der früher zahlreich vorhandenen Wochenendgrundstücke und deren Anspruch auf Erschließung an eine öffentliche Strasse, die aber durch ihren Ausbau für eine solche Verkehrsdichte nicht konzipiert wurde, weil sie fast 100 Jahre alt ist.

Nein, liebe parteibezogenen Protestanten, Eure Argumentation ist weitgehend Populismus und trifft die Komplexität der Sache nicht. Ihr seid auch nicht die Fachleute und wollt es auch nicht sein, die in der Sache tätig werden. Ihr stellt die Forderungen an andere, wohl wissend, dass Planungskapazitäten hoher Qualifikation in den Kommunen schon lange nicht mehr vorhanden sind. Verwaltung ist im verbalen Sinne nur noch Verwalten, das von sinnlosen Regelungen erschlagen wird. Wer ist denn da noch Innovator, wer kann es denn noch sein vor lauter Bürokratie ??

Mit freundlichen Grüssen zu einem Jahr neuer Probleme
Gerd-Armin Loh

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