Rathaus-Standort: Kehrtwende von Bürgermeister und SPD-Fraktion

22. Februar 2018
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Baiers neue Idee, das Rathaus in Mahlow zu bauen, ist eine von vielen. Sie verdient es, dass man sie wie jede andere in Ruhe abklopft auf Chancen und Risiken.
Dass er sie heute, exakt am Tag der Ausschuss Sitzung in die Presse lanciert, ist soooo typisch Baier. Zeitdruck aufbauen, auf die Tube drücken, nicht zu viel nachdenken, der Ausschuss(?) soll zügig die Verwaltung „beauftragen“(?) den Standort Mahlow zu prüfen, hofft die Ausschussvorsitzende Vera Hellberg laut MAZ.
Zumindest das, was  d a b e i  raus kommt, wissen wir heute schon. Wenn die Gemeindevertretung(!) die Verwaltung in diesem Zusammenhang beauftragt, dann hoffentlich mit der alternativen Prüfung von mehreren Standorten.
Ansonsten bleibt zu hoffen, dass die SPD-Fraktion ihre aktualisierte Stellungnahme heute Abend schriftlich in den Ausschuss einbringt. Damit sich alle Ausschussmitglieder, auch diejenigen, die nicht die Maz abonniert haben bzw. heute noch nicht dazu gekommen sind Zeitung zu lesen, in Ruhe über die Vor- und Nachteile dieses Vorschlages Gedanken machen können.
Vielleicht lohnt es auch, daran zu erinnern, dass der Ausschuss, der heute Abend tagt, nicht „Standortsuche Rathausneubau“ heißt –  sondern „B21-Zentrum Blankenfelde“. Demzufolge wäre der erste Schritt die Klärung der Zentrumsgestaltung(mit/ohne Rathaus) und der zweite (gegebenenfalls) die Prüfung alternativer Rathaus-Standorte.
Bei der „Zentrumsbebauung haben wir den dritten Schritt vor dem ersten gemacht,“ erklärte Ortwin Baier in einem Anflug von Ehrlichkeit anläßlich seiner zweiten Wiederwahl im Januar 2012.  Es bleibt wohl dabei,  d  a  s  ist der Bürgermeister von Blankenfelde-Mahlow, wie ihn inzwischen alle aus leidvoller Erfahrung „schätzen“:  Ein Getriebener seines Versagens.

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11 Responses to Rathaus-Standort: Kehrtwende von Bürgermeister und SPD-Fraktion

  1. Niels Weber
    23. Februar 2018 at 13:03

    An sich halte ich das ja fuer eine gute Idee, nur ist die Parkplatzsituation am Bahnhof schon jetzt nicht die beste. Da muesste wohl noch eine Tiefgarage unter dem Rathaus entstehen, damit das wieder passt.

  2. Andrea Hollstein
    25. Februar 2018 at 14:50

    Es muss ja objektiv gute Gründe geben, warum Herr Baier diesen Standort ins Gespräch bringt. Ausreichend vorhandener Platz kann es allerdings nicht sein. Ich bin gespannt, auf welche „Lösung“ die SPD-Fraktion sich einigt, denn über diesen Vorstoß des Bürgermeisters war sie offensichtlich nicht oder nur sehr schlecht informiert.

    • Niels Weber
      27. Februar 2018 at 15:36

      Ist denn bei der B21 Veranstaltung dazu ueberhaupt was gesagt worden?

      • Andrea Hollstein
        27. Februar 2018 at 19:53

        Ich konnte leider nicht teilnehmen, aber mir wurde berichtet, dass der Vorschlag des Bürgermeisters offensichtlich im Vorfeld nicht mit der SPD-Fraktion abgestimmt wurde. Das ist für mich nur schwer nachvollziehbar.

        Auf der anderen Seite sollte sich der Ausschuss mit der Zentrumsgetaltung Blankenfelde – ob nun mit oder ohne Rathaus – befassen. B21 ist der Name des derzeit geltenden Bebauungsplanes für das Gelände rund um das jetzige Rathaus. Der Ausschuss heißt nicht „Wir suchen einen neuen Rathausstandort!“.

        • Niels Weber
          28. Februar 2018 at 10:43

          Ja, klar, B21 heisst nicht Rathausstandortsuche. Aber die SPD ist ja noch mit der Position da reingegangen, im Blankenfelder Zentrum ein Rathaus zu bauen.

          • Andrea Hollstein
            1. März 2018 at 08:27

            Die GemeindevertreterInnen schon, der Bürgermeister offensichtlich nicht …

  3. Anonymus
    27. Februar 2018 at 16:06

    Vielleicht sollte das neue Rathaus noch weiter vom Zentrum der Gemeinde weg gebaut werden. Der Rote Dudel wäre da noch. Möglicherweise werden dann Buslinien aus Jühnsdorf, Groß-Kienitz oder Dahlewitz
    eingrichtet, damit auch ältere Bürger ohne Auto oder Fahrrad diese dann stets zu den Öffnungszeiten erreichen können. Das „Notrathaus“ in der Ibsenstr. ist schon weit genug entfernt.

    • Andrea Hollstein
      27. Februar 2018 at 19:54

      Ich würde es gut finden, wenn Sie her nicht anonym unterwegs wären …

      • Anonymus
        1. März 2018 at 09:26

        Sehr geehrte Frau Hollstein, zu diesem Thema hatte ich mich schon vor etwa einem Jahr geäußert. Es gibt in dieser Gemeinde Menschen, die ihren Namen nicht nennen, um Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Verwaltung dieser Gemeinde aus dem Wege zu gehen. Lassen Sie mir Ihre e-Mail- Adresse zukommen, dann werde ich mit Ihnen persönlich Kontakt aufnehmen.

  4. Robert Trebus
    2. März 2018 at 07:56

    Ich denke in unserer Gemeinde sollte jeder fair und sachlich seine Meinung vortragen dürfen. Unwägbarkeiten oder Represionen darf hier keiner erfahren. Wenn das trotzdem so sein sollte, würde sich sicherlich sehrschnell eine große Menge an Unterstützern finden. Fair, offen und sachlich, darin liegt die Stärke einer jeden guten Entscheidung. Wagen Sie es bitte.

  5. Gerrit Schrader
    2. März 2018 at 16:43

    Allein die Planungskosten für das Rathaus am Standort in Blankenfelde belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro. Und der Bürgermeister selbst hat großmäulig angekündigt, prüfen zu lassen, welche Gemeindevertreter er für den Schaden haftbar machen kann. Der Vorschlag von Baier für den neuen Standort in Mahlow bedeutet dann auch, dass die bisherige Planung umsonst war. Heißt das dann auch, das Baier nun gegen sich selbst prüfen lässt, ob ein auch in Haftung für den Millionen-Schaden zu nehmen ist?

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