Gemeindejournal Mai 2018: Zu „Ortsbeirat bekennt sich zum Standort Blankenfelde“

Verehrte Mitglieder des Ortsbeirates,

Euer Standpunkt zum möglichen Rathausneubau ist einseitig, in der Logik falsch und stimmt in keinster Weise mit der Entwicklung der Großgemeinde überein.

Die Wahl eines Standortes Rathaus von einer Regionalbahnhaltestelle abhängig zu machen, ist geradezu lächerlich und bewusst populistisch.

  1. Die Baumaßnahmen zur Dresdner Bahn und der S-Bahn im Komplex sind zeitlich und im Einzelnen noch nicht soweit detailliert in der Sache und im Zeitablauf, dass eine qualifizierte Standortaussage mit Verkehrsbelastung, Zugängen und den anderen notwendigen Nebenflächen erfolgen kann.

Ein Bekenntnis ist daher in der Sache nicht tragfähig.

  1. Die Ortslage Mahlow hat gegenwärtig und in der Perspektive den größten Zuwachs an Bauland und damit in der Entwicklung der Einwohnerzahlen.

Mit Ihrem Bekenntnis werden die Einwohner von Mahlow diskriminiert , denn für einen statistisch belegbaren Standortvergleich für die nächsten 15 Jahre reicht es bei Ihnen  nicht.

  1. Die Lärmbelastung des Rathausstandortes in Blankenfelde durch die Verkehrsträger Bahn, Straße und Tunnel überschauen Sie augenscheinlich nicht, denn Sie arbeiten ja nicht dort und die Interessen der Beschäftigten sind Ihnen demzufolge gleichgültig.
  2. Die Bahnzugänge und der Tunnel ziehen Verkehr an. Schon heute ist die Infrastruktur überlastet, das Parkhaus nicht mehr ausreichend, die Fahrradständer überlastet durch die fehlende S-Bahn Weiterführung in Richtung Rangsdorf. Dazu dann noch die extensive Belastung mit einem Rathausstandort??

Auch das haben Sie nicht im Blick. Scheuklappen sind gar nichts dagegen.

  1. Die grundlegende Rekonstruktion der L76 ( Allen beteiligten sei Dank gesagt) schafft eine gute strassenseitige Erreichbarkeit des Standortes Mahlow, die in Blankenfelde am jetzigen Standort allein schon wegen der Breite der Verkehrswege nicht gegeben ist .Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, dass Busse und LKW, um aneinander vorbei zu kommen  die Randstreifen überfahren und die Bürger gefährden.

Nein lieber Ortsbeirat, Euer Bekenntnis ist in der Sache daneben und zeugt von Populismus und Unverstand, weil sachlich durch eine Faktorenanalyse im Vergleich nicht untersetzt.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. Ing.-oec. Dipl. Ing FH Gerd-Armin Loh

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3 Responses to Gemeindejournal Mai 2018: Zu „Ortsbeirat bekennt sich zum Standort Blankenfelde“

  1. Andrea Hollstein
    9. Mai 2018 at 16:26

    Sehr geehrter Herr Loh,

    ich dachte erst, es wäre ein ironischer Beitrag. Aber nein: Sie meinen es tatsächlich ernst, was Sie da schreiben.

    Sie werfen Populismus und Unverstand vor und tun doch nichts anderes. Aber so läuft das mittlerweile bei uns in der Gemeinde. Gegenteilige Argumente werden nicht mehr ausdiskutiert, sondern durch Angriffe auf diejenigen, deren Meinung man nicht teilt, werden Diskussionen ersetzt. Statt den Ortsbeirat, in einem an Respektlosigkeit kaum zu überbietendem Ton, nieder zu machen, hätten Sie besser daran getan, sich in den zahllosen Ortsbeiratssitzungen, in denen dieses Thema beraten wurde, an den Diskussionen sachlich zu beteiligen. Aber dafür hat es – um es mit Ihren Worten zu sagen – wohl auch „nicht gereicht“.

    Auf Ihre inhaltlichen Argumente braucht man an dieser Stelle dann auch nicht mehr eingehen, denn es dürfte Sie eh´ nicht interessieren, was andere denken, sofern sie Ihre Meinung nicht teilen.

    Mit freundlichem Gruß
    A. Hollstein

  2. Hannelore Pappschik
    9. Mai 2018 at 21:35

    Sehr geehrter Herr Loh,
    Frau Hollstein hat eigentlich alles gesagt, was dazu noch gesagt werden sollte, ja muss. Schade um die Zeit, die man für eine Gegendarstellung in Anspruch nehmen würde. Ihr Beitrag dient sicherlich nur noch dazu, Unmut zu stiften. Ihre Aussage: Mit Ihrem Bekenntnis (sprich Ortsbeirat Blankenfelde) diskriminieren wir die Mahlower Einwohner, ist die „Spitze“ Ihres Beitrages.
    Ein weiteres, gutes Miteinander mit den Mahlowern Bürgern werden Sie mit Sicherheit damit nicht verhindern.
    Unverstand den Blankenfelder Ortsbeirat vorzuwerfen? Muss, soll ich mich dazu äußern, nein. Denken Sie einfach mal selber nach.
    Ich kann mich nicht erinnern, dass Sie jemals an einer Ortsbeiratssitzung teilgenommen haben, ich bin mir absolut sicher, dass Sie nicht einmal in einer meiner monatlichen Sprechstunden waren. Sie werden wissen, warum das so war. Wie können Sie da die Arbeit und die Entscheidungen des Ortsbeirates „niedermachen“. Der Ortsbeirat hat nichts weiter als eine sachliche Mitteilung gemacht, wie er zu dem Projekt Rathaus steht. Seit Jahren, ja inzwischen schon weit über ein Jahrzehnt, bekennt sich der Ortsbeirat zum Rathaus in Blankenfelde, wie es auch von der Gemeindevertretung beschlossen wurde. Nicht erst seit der Zeit, wo ich Ortsvorsteherin von Blankenfelde bin. Auch der jahrelange Ortsvorsteher Bernd Habermann hat sich immer für diesen Standort ausgesprochen.
    Was Sie aber auch wissen sollten, der Ortsbeirat ist kein Gremium, der etwas beschließen kann, er kann nur Empfehlungen weitergeben, die Entscheidungen werden durch die Gemeindevertretung beschlossen und an die Verwaltung zur Ausführung weitergegeben. So einfach ist das.
    Daher werde ich auch auf Ihre „Angriffe“ bezüglich Ortsbeirat nicht weiter eingehen, es scheint bei Ihrer Respektlosigkeit keinen Sinn zu machen.
    Ich frage mich, warum Sie mich bisher nicht einmal persönlich angesprochen haben als Ortsvorsteherin. Sie waren zeitweise fast jede Woche im Kulturverein Blankenfelde, wir begegneten uns sehr oft. Wir hatten oftmals längere Gespräche. Wie dem auch sei. Wußten Sie nicht, das ich auch Ortsvorsteherin von Blankenfelde bin? Zeit wäre genug gewesen, um in dieser Richtung ein Gespräch zu führen, oder sehen Sie das anders.
    Alles niedermachen, alles schlechtreden, ist das Ihre Stärke? Eine Meinung haben, diese zu vertreten, es ist Ihr Recht, aber auch mein Gegenüber muss ich die Möglichkeit geben, eine Meinung zu haben und wenn diese noch mehrheitlich getroffen wurde, muss ich die akzeptieren. Das ist für mich Demokratie, auch wenn ich nicht immer der gleichen Meinung bin.
    Ihre Art des Umgangs mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind, bereitet mir Sorgen und stimmt mich nachdenklich. Das wird so bei Ihnen sicher nicht der Fall sein???
    Hannelore Pappschik

  3. gerd-Armin Loh
    21. Mai 2018 at 18:48

    Hallo Frau Papschik, hallo Frau Hollstein, was wurde denn niedergemacht ?? Sie vertragen Sachargumente augenscheinlich nicht, oder ist Lärm kein Sachargument??
    Ist Planungsreife von Bahn, Bahnhof und Verkehrsstrom kein Sachargument ?
    Hat die Ortslage Mahlow nicht die größten Baulandreserven, da die innere Verdichtung in der Ortslage Blankenfelde nahezu abgeschlossen ist ?? Wollen Sie das negieren ?
    Wo ist denn Ihre Faktorenanalyse ? Sie stoßen sich am Ton, merkwürdig an der Sache stoßen Sie sich nicht, da gehen Sie gar nicht erst darauf ein. Wir sind eine Gr0ßgemeinde mit gleichen Rechten für jede Art von Entscheidung, mit gleichen Pflichten in der Sache oder wollen Sie die Erreichbarkeit von Mahlow als subjektive Behauptung darstellen ??

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