FBB-Aufsichtsratsvorsitzender Bretschneider (SPD): Immer dabei, aber nie da!

18. August 2018
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Neue Aktion (NA) kommentiert das Interview der Märkischen Allgemeinen Zeitung mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Flughafengesellschaft (FBB) Rainer Bretschneider (B.). Dieses Interview ist ein Beitrag zur Leserverdummung und gleichzeitig Hofberichterstattung zu Gunsten des R. Bretschneider. Die Kommentierung belegt in Einzelheiten, wie Bretschneider Stützfragen nutzt, um seine Vergangenheit und Gegenwart in Unschuld zu waschen. Mit Leserinformation zur Wahrheit und der unseligen Verstrickung von Bretschneider im BER-Chaos hat das Interview, bewusst oder unbewusst, durch jeglichen Verzicht auf journalistisches Handwerk, nichts zu tun. NA empfiehlt dem geschätzten Leser, sich durch Lektüre selbst zu überzeugen.


 

MAZ, 07.08.2018:
„Der BER ist ein Versagen des Systems“

Von Igor Göldner und Hannah Suppa

Der Aufsichtsratschef der Flughafen-Gesellschaft, Rainer Bretschneider, erklärt im MAZ-Interview die Ursachen für die Pannen am BER, die leidige Brandschutz-Anlage und sagt, warum er sich sicher ist, dass die Eröffnung im Herbst 2020 diesmal klappen wird.

Frage: Herr Bretschneider, wie erklärt der Chef-Kontrolleur des Flughafens einem Laien, warum das größte Bauprojekt der Republik auch sechs Jahre nach der geplanten Eröffnung immer noch nicht in Betrieb ist?
Antwort: An einer solchen Erklärung haben sich schon viele versucht. Wenn man es pauschal sagen will: Das Gesamtsystem von Planung, Bau und Kontrolle hat versagt. So einfach und zugleich so schwierig ist das. Jetzt sind wir aber auf einem guten Weg.

Was B. verschweigt
Seit 2000 ist Bretschneider SPD-Verdreh– und Täuschungspapst. Er ist mitverantwortlich als Wendehals für die alles entscheidende falsche Standortwahl. Vom Standort „Sperenberg“,  der Nr. 1 Standort im Raumordnungsverfahren von 1993/1994 war, bis hin zur Fehlentscheidung Standort „Schönefeld“,  der als einziger von sechs untersuchten Standorten als unqualifiziert verworfen worden war. Unter seiner Verantwortung wurde bis 1995 von der Brandenburgischen Landesregierung unter MP Stolpe (SPD), Sperenberg als der Standort für einen Großflughafen der Region Berlin Brandenburg planerisch und administrativ vorbereitet. Ganz im Sinn von Stolpe, der wie alle Experten erkannte: Schönefeld ist wegen seiner Folgen, z.B. Fluglärmkonzentration und Absturzrisiken in dicht besiedeltem Gebiet „unmenschlich“, bastelte die B.–Behörde für den Standort Sperenberg. Das muss B. heute vergessen, weil er akkurat funktionierend die 180° Wende in seiner Behörde durchsetzte und einen Bauantrag für den ungeeigneten Standort Schönefeld fabrizierte.
Das Versagen des „Gesamtsystems“ ist die Wirkung auf die Ursache, die B, hartnäckig wie immer, verschweigt. B. war als Leiter der Planfeststellungsbehörde selbst Zeuge bei den Anhörungen zum Bauantrag (2001/2002), auf denen unmissverständlich vorgetragen wurde und schlüssig nicht widerlegt werden konnte, dass zwischen den Siedlungsgebieten ein Großflughafen bei Bau und Ausbau, mit einer von B. zu verantwortenden Kapazität, unweigerlich für die betroffenen Gemeinden (Bohnsdorf/Schulzendorf/ Waltersdorf/Eichwalde/Mahlow/Blankenfelde) nicht nur wegen Fluglärms für die Betroffenen zum Fiasko führen musste.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Was waren die drei größten Fehler?
Antwort: Erstens: Der Verzicht auf eine eigene, fachlich kompetente und ausreichend ausgestattete Bauorganisation. Dann wäre vieles besser gelaufen. Eine Zeit lang wurde zum Beispiel der Architekt zum Baukontrolleur gemacht – dabei sollte eigentlich einer planen und ein anderer kontrollieren. Das war ein fundamentaler Fehler. Zweitens: Das Zulassen von Planungsänderungen während des Bauprozesses. Drittens: Das Bauen ohne Planung. Und vielleicht auch das übereilte Einbeziehen tagespolitischer Erwägungen, die zu falschen Sachentscheidungen führten. Das sind jetzt vier Fehler – aber so ist es. Aber vieles war auch nicht abzusehen.

Was B. verschweigt
Die hier bekundeten Erkenntnisse über fehlende Bauorganisation, die ständigen Änderungen in den Planungsprozessen, Bauen ohne Planung bei Einbeziehung übereilter tagespolitischer Erwägungen, haben trotz Alleswisser B. zu falschen Sachentscheidungen geführt, wie er feststellt. Er hat, so tut er, diese Fehler erst heute erkannt. Was alles falsch war, ist durch zig Veröffentlichungen von Experten, auf der Web ber-na.de nachlesbar, seit Jahren jeweils aktuell berichtet. Jetzt aber wird klar, B. ist auch noch Klug….er, der zu feige ist zu bekennen: Ich war bei allen Fehlentscheidung an vorderster Front dabei, habe mitgemacht und schön geschwätzt. Herausreden mit Gedächtnisschwund wird er sich nicht können.
In zig Funktionen, sei es als Leiter der Brandenburger Behörde die für den Bauantrag verantwortlich war, als Flughafenkoordinator der Landesregierung im Rang eines Staatssekretärs, als Mitglied im Aufsichtsrat des Bauherrn „Flughafengesellschaft“ (heute FBB) und aktuell als Vorsitzender des Aufsichtsrats der FBB, immer war B. in Entscheidungs- und Führungspositionen, die für das BER Chaos verantwortlich waren. Jede Entscheidung, bis hin zu fünf Terminverschiebungen der Inbetriebnahme, hat er mitgetragen und als Bauchredner seiner Herren, als Herold aus Trieb, aus Treue zu seiner Partei SPD, in die Öffentlichkeit posaunt. Seine „größte“ Wendehals-Leistung war die Abkehr von der eigenen Überzeugung und der Erkenntnis seiner Behörde vom geeigneten Standort Sperenberg. Quasi über Nacht, auf politischen Befehl von Stolpe, wurde alles beerdigt, was seine Behörde als pro Sperenberg erarbeitet hatte. Ganz Funktionär seiner Partei, machte er die Rolle rückwärts, hin zum ungeeigneten Standort Schönefeld. Ab sofort (1996), auch von ihm zum non plus ultra propagiert, wurde administrativ umgebogen und mit allen Mitteln der Machtpolitik Schönefeld durchgesetzt.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Und zwar?
Antwort: So wurde die Entwicklung der Passagierzahlen 30 Jahre lang in Deutschland falsch berechnet und im Fall von Berlin-Brandenburg zu niedrig angesetzt. Keiner hat damit gerechnet, dass Berlin diesen Entwicklungsschub macht. Jetzt gehen wir von ganz anderen Größen aus – so dass viele der damaligen Planungen überholt sind.

Was B. verschweigt
„Keiner hat damit gerechnet, dass Berlin diesen Entwicklungsschub macht“. B. verschweigt und lügt! Er war dabei, als die FBB unter seinem und dem Jubel des Aufsichtsrats Jahr für Jahr stolz und angeberisch verkündete, wie die Berliner Flughäfen (TXL,SXF) die Kapazitäten durch Billigflieger erfolgreich auf heute ausgehend von Null (2000) auf ca. 60% gesteigert haben. Hat B. vergessen, mit welchen Sonderkonditionen (Werbung, Jahre ohne Start– und Landegebühren u. u.) die Billigflieger zu Berliner Flughäfen angelockt wurden und so Berlin zum größten und unwirtschaftlichsten Billigfliegerflughafen Europas getrieben haben? Diesen Unsinn hat B. mit verzapft ohne gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es mit Inbetriebnahme des BER ausreichende Kapazitäten gibt.
Zurück zu  „überrascht über die Kapazitätsentwicklung“, Bestandteil des von ihm zu verantwortenden BER Bauantrags, der Grundlage für die Klage von annähernd 4000 Klägern vor dem Bundesverwaltungsgericht war, ist ein Gutachten an das B. offensichtlich erinnert werden muss. Nach Prognose des Gutachters INTRAPLN sollte bei geplanter Inbetriebnahme 2006/7, der BER 16 Mio. Passagiere/Jahr bewältigen. Für die Folgejahre, so INTRAPLAN 2014 = 27 Mio., 2020 = 33-37 Mio. Passagiere/Jahr. Das stand so im Gutachten von 2004 und B. weiß das! Vor dem Hintergrund dieses Gutachtens und der angeblich „überrollten Entwicklung“ lügt B, wenn er nun behauptet auch er sei von der Entwicklung, dem „Passagierschub“, überrascht worden.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: In der Bevölkerung kommt vor allem an, dass es zwar dauernd neue Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglieder gibt – doch am Ende will es immer keiner gewesen sein. Bisher hat niemand wirklich die Verantwortung übernommen. Warum nicht?
Antwort: Ich glaube schon, dass da einiges passiert ist. Es ist Verantwortung übernommen worden. Auch Herr Wowereit und Herr Platzeck haben als frühere Aufsichtsratschefs niemals gesagt, dass sie fehlerfrei gehandelt hätten. Im Übrigen haben Haftpflichtversicherungen schon Schadensersatzzahlungen geleistet. Wir haben uns auch von Verantwortlichen getrennt. Aber es ist richtig: Den einen Hauptschuldigen haben wir nicht identifiziert.

Was B. verschweigt
Immer, wenn wieder ein Geschäftsführer in Nachfolge des geschassten sein Amt aufnahm, jubelte auch B. über die unglaublichen Qualifikationen die zur Personalentscheidung von Gesellschaftern und Aufsichtsräten geführt haben. Ob Johannsen-Roth, Schwarz, Mehdorn, Mühlenfeld und noch aktuell Lütke Daldrup (ELD), sie alle wurden als geniale Lösungen angepriesen und dann als Versager vom Hof gejagt. Und, den Hauptschuldigen habe man nicht identifiziert. Dabei ist die Frage leicht zu beantworten. Hauptschuldige sind Stolpe und Bretschneider. Sie haben durch Verzicht auf den Standort Sperenberg die Ursache für das gesamte Chaos geliefert, dessen Wirkung durch die Entscheidung „Schönefeld“ ausgelöst wurde. Bedenke das Ende hat für B. und Stolpe nie eine Rolle gespielt.
„glaubt“ nun, „dass einiges passiert sei“. Er will also glauben und nicht wissen, dass „Verantwortung übernommen“ wurde. In der Regel zeichnet sich aber Professionalität durch Wissen und nicht durch Glauben = Nichtwissen aus. Das muss man dem sich wohl so fühlenden „Alleskönner“ B. ins Stammbuch schreiben. Was an Verantwortung übernommen wurde, lässt B. in der „black box“. Dann: für die nicht benannten Fehler haben die Haftpflichtversicherungen Schadenersatzleistungen gezahlt. Was sie für wen bezahlt haben, bleibt im Dunklen. Muss verschwiegen werden, weil sonst lächerliche Summen herausgekommen wären, mit denen die angerichteten Schäden nie ausgeglichen wurden.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Wollen Sie den noch finden?
Antwort: Wie gesagt: Für mich ist das eher ein systemisches Versagen als das einer konkreten Person – was die Sache nicht besser macht. Aber ich bin nicht als Ober-Aufklärer der Vergangenheit eingesetzt worden. Das überlasse ich anderen. Das hilft dem Bauvorhaben im Übrigen jetzt auch nicht weiter. Mir geht es darum, nach vorn zu schauen und dazu beizutragen, dass heute die richtigen Schritte getan werden.

Was B. verschweigt
Das angerichtete Chaos ist, so B.‘s Floskel „eher ein systemisches Versagen“. Also versagt hat ein System, in das er fest eingebunden war und jeweils immer verkündete, „Alles wird gut“, obwohl das System versagte. Die Benennung konkreter Personen und seiner persönlichen Verantwortung für das System bleibt aus. Er war wie immer dabei, aber niemals da! Auch im parteipolitischen Interesse musste Systemversagen im Dunklen bleiben. Darum macht er sich entgegen seinen Aufgaben und Funktionen ganz klein. Er verschweigt und negiert, dass es gerade seine Verantwortung im Rang eines Staatsekretärs und Flughafenkoordinators Brandenburgs und als Aufsichtsratsmitglied war und ist, den „Oberaufklärer“ zu machen. Wer denn sonst? Darauf keine Antwort, nur Ausreden als Schutzbehauptung!
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Was hat sich geändert, seit Sie an der Spitze des Aufsichtsrats stehen?
Antwort: Es gibt eine ganz andere Qualität und Intensität der Arbeit. Das fängt an bei der Zusammensetzung ohne politische Spitzen mit mehr Vertretern aus der Wirtschaft, geht über alle Gremiensitzungen bis hin zur Kommunikation zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern oder mit der Geschäftsführung. Wir tagen häufiger, zusätzliche fachliche Vorgespräche vor allem zum Bau und zu den Finanzen werden kontinuierlich geführt. Externe Gutachter werden jetzt direkt in den Aufsichtsrat eingeladen und wir diskutieren gerade, wie wir das Controlling noch intensivieren können. Und ein Aufsichtsratsvorsitzender mit nur dieser Tätigkeit, sozusagen „full time“, kann sich natürlich viel intensiver um seine Aufgabe kümmern. Einmal in der Woche gibt es ein Treffen mit der Geschäftsführung – in der Vergangenheit haben sich die Akteure oft lange nicht gesehen. Wir reden einfach sehr viel miteinander. Und ich kann kurzerhand zum Telefon greifen. Fertig bauen allerdings muss den Flughafen am Ende die Geschäftsführung mit den Firmen.

Was B. verschweigt
Diese Aussage ist Eigenpropaganda, die gleichzeitig alles in die Pfanne haut, was in der Vergangenheit unter seiner Beteiligung und Verantwortung zum BER-Desaster mutierte. Zukünftig also alles ohne „politische Spitzen“, dafür aber Vertreter aus der Wirtschaft und einer Kommunikation, die es wohl 15 Jahre nicht gab, sollen die Wende herbeiführen. Warum eigentlich tagte man früher zu selten, fanden kein fachlichen Vorgespräche statt, lud man keine externen Gutachter in den Aufsichtsrat und verzichtete auf kontinuierliche Gespräche zum Finanzdesaster?
An der Nichtqualität, vor Übernahme seines Aufsichtsratsvorsitzes, war B. seit 1995 immer beteiligt. Ganz dicke wurde diese Beteiligung mit seiner Berufung zum Flughafenkoordinator und als Mitglied des Aufsichtsrates. Nun hat B. den „full time“ Job, trifft sich jede Woche mit der FBB – Geschäftsführung, um die alten Fehler von ausgebliebenen Treffen durch vieles reden miteinander zu verkaufen (schnell am Telefon zu kommunizieren wird ist die neue Wunderwaffe). Stopp, dann kommt wie in der Vergangenheit sein geordneter Rückzug für das Ende: Fertig bauen müssen aber die Geschäftsführung, ELD und die Firmen. Banalität als vorsorgender Schutz für das, was noch kommt.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Bis vor kurzem standen Regierungschefs an der Spitze des Aufsichtsrats. Und erst sehr spät wurden Minister durch Staatssekretäre und Externe ersetzt. Würden Sie sagen, dass sich die Politik zu viel eingemischt hat?
Antwort: Wer im Aufsichtsrat sitzt, muss kein Ingenieur sein. Er muss auch nicht wissen, wie eine elektrische Programmierung funktioniert und muss auch keine Flugzeuge fliegen können. Nötig sind vor allem Zeit, gesunder Menschenverstand und Engagement. Und dann macht es die Mischung. Der Landesrechnungshof hatte damals Recht, als er sagte, Spitzenpolitiker sollten nicht in die Aufsichtsräte, weil sie das rein zeitlich überfordert.

Was B. verschweigt
Er beantwortet die Frage mit Banalitäten über die Qualität, die Anforderungen an Aufsichtsräte. Dann eine Erkenntnis für die er Jahre brauchte. Plötzlich hat der Landesrechnungshof Recht, der „damals“ (vor drei Jahren) Spitzenpolitiker in Aufsichtsräten für „rein zeitlich“ überfordert hielt. Ignoriert hat er, genau wie seine Auftraggeber, eben die „Spitzenpolitiker“, die er nicht namentlich nennt, was der Landesrechnungshof als Vorwurf formulierte. Dass seit Jahren diese Überforderung bekannt und insbesondere unter Wowereit und Platzeck zum versagenden „System“ gehörte, verschweigt er. Dass seit Jahren das Versagen der Spitzenpolitiker durch zig Kommentare auf ber-na.de nachlesbar war, verschweigt er ebenso.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Es gibt wieder einen Eröffnungstermin: Herbst 2020. Warum sollte man nach fünf geplatzten Terminen glauben, dass es diesmal klappt?
Antwort: Weil wir an die Terminfindung ganz anders als damals herangegangen sind: Diesmal hatten wir eine deutlich breiter diskutierte Vorbereitung der Entscheidung, gesicherte Erkenntnisse und haben Fachleute, auch Externe, miteinbezogen und selbstverständlich aus den Erfahrungen der Vergangenheit gelernt. Aber natürlich ist das Ganze nicht ohne Risiko. Die Flughafengesellschaft wurde in der Vergangenheit immer wieder von Mängeln überrascht, die neu aufgetaucht sind. Ich hoffe, das haben wir hinter uns. Ich bin überzeugt, dass wir zu diesem Termin eröffnen können. Aber wir müssen mit aller Kraft und Hochdruck arbeiten.

Was B. verschweigt
Er kommt mit denselben Sprüchen, die er nach jedem der gescheiterten fünf vorhergehenden Inbetriebnahmetermine posaunt hat. Immer wurde angeblich aus den vorangegangenen Pleiten gelernt. Jetzt, so der Tausendsassa, werden (wieder einmal) zur Terminfindung Fachleute und Externe mit einbezogen. Was ist jetzt denn neu, warum die Erkenntnis nach sieben Jahren? Und, nun ist alles klar, B. ist wieder überzeugt, in 2020 „eröffnen“ zu können. Was für eine Überzeugung, wenn er für diese Überzeugung voraussetzt, dass „mit aller Kraft und Hochdruck“ gearbeitet werden muss, um seine Überzeugung Realität werden zu lassen. Da gibt es nur noch eine Frage: Hat B. und haben die übrigen Versager in der Vergangenheit nicht mit aller Kraft und Hochdruck gearbeitet?
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Zu wie viel Prozent ist der Flughafen schon fertig?
Antwort: Ich habe mich immer geweigert, solche Zahlen zu nennen. Wahrscheinlich sind wir schon bei 90 Prozent. Über 40 Gebäude sind ja schon komplett betriebsbereit. Am Ende aber geht es darum, dass das letzte Prozent auch fertig sein muss.

Was B. verschweigt
Die Antwort auf diese Frage ist banal, eigentlich nichts, da auch sein „geweigert“ nichts als Banalität ist. Ja, es geht um das letzte Prozent. Nur, die Propaganda berichtet seit Jahren zur Faktenvertuschung und Täuschung immer von einem BER, der praktisch zu 95% sogar zu 99% fertig ist. Verschwiegen wird, dass er erst fertig ist, nur in Betrieb gehen kann, wenn auch für das letzte 1% durch Abnahme der komplexen Funktion eine Betriebsgenehmigung erteilt wird. Da werden dann wieder Überraschungen passieren, die B. als jahrelang geübten Schönredner auf den Plan rufen. „Alles wird gut“ wird dann seine geübte und immer praktizierte Parole sein.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Was ist aktuell die Achillesferse auf der Baustelle?
Antwort: Das sind nach wie vor die Brandschutzsteuerung, Sprinkleranlage und die nötigen Verkabelungen. Aber das Problem ist erkannt. Die Verzögerungen der letzten Wochen und Monate im Baufortschritt sind übrigens vor allem darauf zurückzuführen, dass das Zusammenspiel der Firmen bei der Mängelbeseitigung nicht so schnell erfolgt, wie wir das gerne hätten.

Was B. verschweigt
Jetzt, nachdem die Öffentlichkeit seit 2012 immer über die gleichen „Achillesfersen“ mit Wasserstandsmeldungen informiert wurde, ist klar, nichts ist klar! Nur die Schuldigen, bisher fehlendes Zusammenspiel der Firmen bei der Mängelbeseitigung, sind klar. Darum wieder die Frage: Hat auch B. über Jahre gepennt und nicht registriert, worum es diesen Firmen vor allem ging und geht? Hier hätte B. erklären können, wie viele Hunderte Millionen € Nachplanungen und damit auch Nachforderungen diesen Firmen tolle Profite eingebracht haben. Das Versagen von Aufsichtsrat und FBB wurde so zur Goldgrube der Firmen. die für Nichts-Tun auch noch mit Prämien belohnt wurden. Auch dazu Schweigen des „immer dabei, aber nie da“ Bretschneider.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Anwohner blicken noch einmal ganz anders auf den Flughafen. Erst wird „weltbester Schallschutz“ versprochen, dann wird den Anwohnern, die dort seit Jahrzehnten leben, der Schallschutz in der Wohnküche oder sogar im Schlaf- oder Kinderzimmer streitig gemacht, weil die Decke zehn Zentimeter zu niedrig ist.
Antwort: Das ist eine teuflische Sache. Aus Sicht der Flughafengesellschaft darf sie nur das bezahlen, was sie muss. In dem Moment, wo sie mehr zahlt, als sie muss und dabei handelt es sich um Steuergeld, ist man sehr schnell beim Tatbestand der Veruntreuung. Da gibt es eine Grauzone. Deshalb kann ich verstehen, dass sich die Gesellschaft für den Gang vor Gericht entschieden hat. Einiges wurde in ihrem Sinne entschieden, anderes nicht. Jetzt bleibt die Urteilsbegründung abzuwarten.

Was B. verschweigt
Der auch von ihm jahrelang propagierte weltbeste Schallschutz für die Opfer der von ihm administrierten Standortfehlentscheidung ist „ eine teuflische Sache“. Welch zynische und billige Ausrede! Die Umsetzung mit eindeutiger Regelung des Schallschutzes unter seiner Verantwortung im Planfeststellungsbeschluss formuliert, liegt rechtlich fest. Jetzt plötzlich, nach jahrelangem Gezerre mit den Betroffenen, reift nach B. die Erkenntnis, dass die Flughafengesellschaft im Stand der Untreue wäre, wenn sie den weltbesten Schallschutz gewährt. Der Schallschutz nach seinem Planfeststellungsbeschluss ist, so propagiert er nun, „eine Grauzone“ die von Gerichten schwarz auf weiß entschieden werden muss. Aber, so B., es kommt auf die Urteilsbegründung an, um die Flughafengesellschaft vor Untreue zu bewahren. Es geht also nicht um den weltbesten Schallschutz, sondern um das Wohl und Wehe der Flughafengesellschaft. Fazit: Der weltbeste Schallschutz ist Volksbetrug!
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Frieden mit den Nachbarn stellt sich auf diese Weise aber nicht ein.
Antwort: Das ist richtig. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir Frieden mit dem Umfeld schaffen. Das ist ein hohes Gut. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das umfassend gelingt. Der Flughafen wird immer für die Anwohner eine große Belastung sein. Aber die Gesellschaft ist gut beraten, die Interessen des Umlands nicht aus den Augen zu verlieren. Allerdings ist auch festzustellen, dass immer mehr Menschen in die Region ziehen. Es gibt dort durchaus auch Kontroversen vor Ort über die Ausweisung von Bauland. Die Menschen kaufen die Grundstücke in Kenntnis der Flugrouten – und ziehen gleichwohl dorthin.

Was B. verschweigt
Das von ihm propagierte „hohe Gut“ eines Friedens zwischen der Flughafengesellschaft und den mit Gesundheitsgefährdung aktuell ca. 200 000 Betroffenen, ist eine Schimäre. Sein Verweis auf „die Gesellschaft“ ist ein ungeheurer Freispruch für die Politik, die Gesellschafter der FBB ist. Fakt ist, mit den Ausbauplänen (Masterplan) von B. und allen Protagonisten gefeiert, von Parlamenten ohne Widerspruch durchgewunken, soll das BER Unikum auf eine Kapazität auf 58 Mio. Passagiere/Jahr hin gebastelt werden. B. verschweigt, dass dieser Ausbau nur durch den zwangsläufigen Bau einer dritten Start– und Landebahn möglich ist. Die Folgen der Lärmbelastungen für das Leben der Menschen in den betroffenen Gemeinden (Blankenfelde/ Mahlow, Großbeeren, Bohnsdorf, Müggelheim, Erkner, Grünheide, Eichwalde, Waltersdorf, Schulzendorf, Rotberg), die Zerstörung der Erholungsgebiete, erzeugen einen gesteigerten Unfrieden für Generationen. Wie schon in der Vergangenheit, werden diese Gemeinden für die feigen Politiker, die Verantwortlichen, eine no go area bleiben. Zynisch ist auch B.‘s Hinweis, dass immer mehr Menschen in die betroffene Region ziehen. Die Menschen, so der Höhepunkt seines Zynismus, kauften Grundstücke im Wissen um die Flugrouten. Nach B. wissen dann diese Menschen mehr über die kommenden, heute noch nicht festgelegten Flugrouten und die daraus resultierende Lärmbelastungen. als er. Diese Aussage ist nur eine Wiederholung des schon vor Jahren vollzogenen Flugroutenbetrugs. Richtig ist, mit solchen B. Erklärungen wird der Flugroutenbetrug Teil 2 praktiziert. Selbst Experten wissen heute nicht, was in Zukunft kommt, und B. will ein solcher sein. B. sollte bei den Bauämtern nachfragen, was die naiven, nicht wissenden Betroffenen im Bauantrag lesen dürfen. Da steht dann, sie bauen in einem fluglärmbelasteten Gebiet, dass eigentlich für den Bau ihres Heimes ungeeignet ist, sie brauchen Lärmschutz. Schlimmer aber: KITAS, Schulen, sensible Einrichtungen dürfen für die wachsende Kinderzahl nicht mehr gebaut werden, der Bestand wird zu Akustikkäfigen ausgebaut. Wegen Gesundheitsgefährdung sind Erholungsgebiete, Hausgärten, Spielplätze nur noch Gefährdungspotential und nicht nutzbar. Das ist die Wahrheit der Friedenspolitik von B..
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Flughafen-Chef Engelbert Lütke Daldrup denkt groß und will den BER bis 2040 auf eine Kapazität von mehr als 55 Millionen Passagiere ausbauen. Das käme einer Verdoppelung gleich. Die Betroffenheit für die Anwohner würde massiv zunehmen. Liegt es nicht auf der Hand, dass die Anwohner noch mal angehört werden?
Antwort: Ja, ich denke schon, dass es noch einmal Beteiligungsverfahren geben muss. Dies wird auch entsprechend den gesetzlichen Regeln erfolgen. Da bin ich sicher. Und sicher kann man auch wieder über den Umfang streiten, wie es grade jetzt erfolgt, wenn ich aktuelle Diskussion in den Medien verfolge. Im Übrigen habe ich schon als Flughafenkoordinator Wert darauf gelegt, viel mit den Menschen vor Ort zu sprechen. Das gilt auch heute weiter.

Was B. verschweigt
Vor dem Hintergrund der Fakten, die B. kennt, ist sein Denken nur als Charakterlosigkeit zu qualifizieren. Er „denkt“ es muss ein Beteiligungsverfahren zum Ausbau (Masterplan des BER) geben. Frage: Was ist das für ein Aufsichtsratsvorsitzender, der mit seinem Gremium eine Verdoppelung der Flughafenkapazität mit entsprechenden Folgen von Lärm beschließt und dann „denkt“, welche rechtlichen Auswirkungen seine Entscheidung hat. Was er verschweigt: Auch mit seinem Wissen, seiner Zustimmung, wird die Beteiligung der Betroffenen ausgehebelt. Der Ausbau, d.h. die Verdoppelung der genehmigten Kapazitäten wird, so die Baugenehmigung, für die erste Ausbaustufe zum Terminal T2, durch simple Planergänzung, schon durch LuBB und Bauamt Dahme Spree genehmigt, ohne Beteiligung der Betroffenen, umgesetzt. Diese „Masche“ ist der Einstieg in ein Ausbauverfahren nach Salamitaktik und zeigt den Zynismus des Denkens von B. Denn rechtlich, durch Rechtsgelehrte (Giemulla, Paetow) bestätigt, muss die Umsetzung des Ausbaus durch ein Planfeststellungsverfahren genehmigt werden. Das bedeutet Beteiligung der Betroffenen und Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Das soll, mit auch von B. praktizierter Zustimmung, verhindert werden. Nicht ohne Grund befürchten B., sein Aufsichtsrat, ELD/FBB und sowie die letztlich hauptveranwortlichen Abgeordneten in SPD, CDU, Linke und Grüne, dass die Beteiligung der Betroffenen zunächst Baustopp und dann das Ende bedeuten. Darum, so   schon angekündigt, wird es wieder Klagen von Gemeinden und Bürgerinitiativen gegen den Ausbau geben. B. und seine Protagonisten, an der Spitze der Untergebene von B., Flughafenchef Lütke Daldrup (Erfinder des Masterplans), die „Gemeinsamen Luftfahrtbehörde“ (LUBB), das Bauamt Dahme Spree, ist der Betrug an den Betroffenen durch Ausschaltung ihrer Mitwirkungsrechte schon eingeleitet. Im Übrigen ist von B. bei Betroffenen nichts zu hören und zu sehen. Das ist die Wahrheit über die großmäulig von B. angekündigte Friedenspolitik. Sie heißt „Krieg“!
Immer dabei, aber nie da.

Frage: 6,5 Milliarden Euro kostet der Flughafen bereits schon. Von 2020 bis 2025 fehlen, je nach Sichtweise, zwischen 500 und 770 Millionen Euro. Muss der Steuerzahler erneut einspringen?
Antwort: Das kann nicht ausgeschlossen werden. Wir sind dabei, das letzte Finanzierungsmodell zu Ende zu bringen. Die durch die Verschiebung des Eröffnungstermins entstandene Gesamtsumme für zusätzliche Mittel ließe sich auf rund 500 Millionen Euro senken, wenn das neue große Terminal T3 über ein „Mietkauf-Modell“ finanziert würde. Bei solchen Modellen können gemietete Objekte innerhalb einer bestimmten Frist und zu einem vorher vereinbarten Preis gekauft werden. Aktuell ist folgendes Modell im Gespräch: 400 Millionen Euro will die Flughafengesellschaft über Banken finanzieren. Für die restlichen 100 Millionen würden dann die Gesellschafter einstehen Das Geld muss im Übrigen erst Ende 2020 bereitstehen, also nicht aktuell. Aber wir brauchen jetzt ein geschlossenes Gesamtsystem. Die Gespräche mit allen Beteiligten laufen dazu in diesen Wochen auf Hochtouren.

Was B. verschweigt
Zunächst nicht verschweigen tut B., dass der Steuerzahler in nicht definierte Höhe auch in Zukunft das Versagen, unter permanenter Beteiligung von B., finanzieren soll. Zu Täuschung präsentiert er die Absicht, den übernächsten Ausbauschritt (Masterplan), den Bau eines Terminals 3, über ein „Mietkaufmodell“ finanzieren zu lassen. Das ist die Beruhigungspille nach dem Motto: Das kostet den Steuerzahler nichts. Wie es um die Bonität der FBB wirklich steht, zeigt die Ankündigung, Terminal 3 durch ein Mietkaufmodell zu finanzieren. Offensichtlich bekommt die FBB für diesen Bau keine Kredite mehr und die Gesellschafter wollen, wie angekündigt, nicht finanzieren. Darum ein in Wahrheit teures Mietkaufsystem zur Rettung der Liquidität der FBB. Jeder weiß, in der Endabrechnung kostet dann Terminal 3 bis zu 30% mehr wie eine direkte Finanzierung durch Mittel der FBB. Das ist der Preis für die „Mietkauf-Investoren“. Dann noch die Beruhigungspille: die Finanzierung von 500 Mio. € ist ja erst 2020 fällig. Die Gespräche würden auf „Hochtouren“ laufen. Diese Aussage belegt die dramatische Situation einer Gesellschaft, die offensichtlich nur noch die Pleite vermeiden will.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Könnten nicht insgesamt private Investoren eine Lösung sein? Erste Gespräche sollen Sie da ja schon geführt haben.
Antwort: Es gibt tatsächlich immer wieder Anfragen von Investoren, in den BER einzusteigen. Doch ich halte das zu diesem Zeitpunkt nicht für sinnvoll – erst muss der Flughafen eröffnet sein. Sonst gibt es zu viele Szenarien, die mitkalkuliert werden müssten. Danach wird man sehen. Letztlich müssen die Gesellschafter entscheiden.

Was B. verschweigt
Zum möglichen Einstieg von Privatinvestoren in die schwer angeschlagene FBB heißt die Antwort in Wahrheit: Nichts Genaues weiß ich nicht. Nur, der BER muss eröffnet sein, dann wird man sehen, was die Gesellschafter tun. B. tut so, als müssten, für den Fall der Anwerbung von Privatinvestoren nach BER Eröffnung weniger Szenarien anstehen. Unsinn!
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Das hatte ihr Vorgänger abgelehnt.
Antwort: Was spricht gegen eine unvoreingenommene Prüfung? Es gibt verschiedene Beispiele von anderen Flughäfen – schauen Sie nach München. Da hatte sich die Lufthansa am Bau des Terminals 2 beteiligt. Auch bei anderen Flughäfen wie in Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt/Main oder Hannover gab es Beteiligungen privater Investoren an einzelnen Flughafeneinrichtungen.

Was B. verschweigt
Er führt für den Einstieg privater Investoren Beispiele an, die nicht vergleichbar sind. Die Beispiele beziehen sich auf funktionierende Flughäfen mit gutem Management und gutem Ruf.  Beides kann dem BER Chaos nicht attestiert werden. D. h.: Es gibt für den BER Bedingungen, die gewaltige Abschläge für potentielle Investoren in der „Einkaufsumme“ erzwingen.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Was ärgert Sie derzeit am meisten?
Antwort: Dass in der Öffentlichkeit nur vom BER-Desaster die Rede ist und viel zu wenig gewürdigt wird, dass die beiden Flughäfen Tegel und Schönefeld trotz der veralteten Infrastruktur hervorragend laufen – dank der großen Anstrengungen der Mitarbeiter. Das tut mir richtig weh. Denn auch die Beschäftigten leiden unter dem negativen Image. Denn leider gilt salopp gesagt: Wir können Flughafen – wir konnten in der Vergangenheit nur nicht bauen.

Was B. verschweigt
Toll, so seine Aussage, Tegel und Schönefeld laufen hervorragend. Ein Ablenkungsmanöver für Volksverdummung. Dass Passagiere im Service auf diesen Flughäfen leiden müssen, beide Airports in der Servicequalität im internationalen Vergleich bis „unterirdisch“ beurteilt werden, verdrängt B. Soll Jubel ausbrechen, wo es doch nicht um diese Flughäfen geht, sondern um ein international unvergleichliches Chaos beim Versuch, den BER zu bauen.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Können Sie den Spott und die Häme über den unfertigen BER verstehen?
Antwort: Ja, kann ich. Natürlich bin ich genauso betroffen wie andere über das, was da alles schiefgehen konnte. Ich bekomme das übrigens bei jeder privaten Feier „serviert“. Das dauert nur 15 Minuten und dann kommen Fragen und die sind immer dieselben: Wieso klappt das nicht, warum dauert das immer noch so lange, warum könnt ihr die Schuldigen nicht bei den Füßen fassen?

Was B. verschweigt
Frappant, wie der Mann vorgibt unter Vorhaltungen zu leiden zu einem Desaster, was er schon so lange, fast 25 Jahre, permanent schön geredet hat. Er leidet, der Ärmste! Vielleicht erinnert er sich an Millionen, die in Form von Werbezeitungen, Propaganda–Postwurfsendungen, systematisch Lügen verbreitet haben in Berichten und Interviews zum BER  als dem kommenden modernsten Flughafen Europas, einer „Kathedrale des 21. Jahrhunderts“. Angepriesen als ein Infrastrukturprojekt, das 40 000 oder gar 70 000 neue Jobs schafft und Umlandgemeinden in eine neue Zukunft befördert. Nur, seine „Qualen“ nach den ersten 15 Minuten sind der blanke Hohn für Generationen, die unter den Folgen seines Versagens physisch und psychisch leiden werden.
Immer dabei, aber nie da.

Frage: Welche Gedanken haben Sie, wenn Sie heute über die Baustelle laufen?
Antwort: Dass es ein sehr schöner Bau ist, wenn er fertig ist. Und ich möchte ihn fertig haben und zwar so, dass er erfolgreich funktioniert für die Menschen in der Region, aber auch für unsere Gäste weltweit.

Was B. verschweigt
Den funktionierenden BER wird es, wenn er in Betrieb gehen sollte, über Jahrzehnte nicht geben. Denn wenn der BER, der mit einer Kapazität für 17 Mio. Passagiere/Jahr falsch geplant und jetzt bis 2040 auf eine Kapazität auf 58 Mio. nach Masterplan ausgebaut werden soll, bleibt er eine Großbaustelle, die seine Funktion beeinträchtigt und Passagiere zwingen wird, hunderte Meter von einem Terminal, von eine Baustelle zur anderen zu laufen. Es kommt hinzu, dass die Verkehrsinfrastruktur zum Stauchaos von Neukölln, über die Umlandgemeinden bis zu den Terminals führen wird. B, sollte sich diese Zukunft vorstellen. Passagiere sollen 2 Stunden vor Abflugzeit am Flughafen sein damit sie ihr Gepäck rechtzeitig loswerden und ausreichend Wartezeit für die Abfertigung und die Sicherheitskontrollen haben. Aber, wie lange sie unter An– und Abfahrtszeiten durch Stauchaos (A100/113/B96a) einplanen müssen, kommt B. nicht in den Sinn. Da werden, ob die Passagiere von Norden, Osten oder Westen anreisen, Stunden fällig. Und: Berufs-Pendler werden dann zum Opfer der Fehlplanungen. Denn die Schienenanbindung ist zum BER ebenfalls unterdimensioniert. „Die Menschen“ aus der Region und „weltweit“ werden sich sehr bald für diesen Flughafen bedanken. Nur, erinnern dürfen sich weder Gäste noch Betroffene daran, was die Ursache für ihre Qualen ist. Die Ursache ist der, auch von B. mit allen Mitteln durchgesetzte falsche Standort Schönefeld, durchgesetzt gegen den zukunftsfähigen Standort Sperenberg. Alle gemeinsam können nur davon träumen, was wäre, wenn ein BER in Sperenberg privat finanziert und gebaut, schon seit 10 Jahren in Betrieb wäre. Die wichtigste Nebensache wäre: dann gäbe es keinen Aufsichtsratschef B., der den Unsinn begründen würde, den er selbst über Jahre verzapft hat und der in diesem Interview dokumentiert ist.
IMMER DABEI, ABER NIE DA!

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