Unkritscher Journalismus ist kein Journalismus: BER – Medien belegen ihre Unglaubwürdigkeit und Bretschneider zeigt sein wahres Gesicht

23. September 2018
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Die vom FBB-Aufsichtsratsvorsitzenden praktizierte Methode, Betroffene von Entschädigungen aus dem BER-Schallschutzprogramm als Betrüger und Abzocker zu diskriminieren, ist ein charakterloser Versuch. Bretschneider will davon ablenken, dass sie Opfer einer Flughafen-Fehlplanung sind, die an vorderster Front er selbst zu verantworten hat. Denn, die vom Bundesverwaltungsgericht ausgelobten Entschädigungen von 30% des Immobilienwertes müssen an die Hausbesitzer gezahlt werden, deren Häuser wegen Ihres Bauzustandes,  n i c h t    durch Baumaßnahmen  in Kostenhöhe von 30% des Immobilienwertes geschützt werden können.
Es sind so Entschädigungen für den Wertverlust, über deren Verwendung der Hausbesitzer, und nicht ein Bretschneider (SPD) oder eine Infrastruktur-Ministerin K. Schneider(SPD) zu entscheiden haben.


 

Bretschneider zeigt sein wahres Gesicht – Medien belegen ihre Unglaubwürdigkeit
A. Wendt, ein sich so nennender Journalist der „Märkischen Oderzeitung“, desinformiert im Stil von „fake news“ und „Lügenpresse“ die Leser des Blattes. Die vom kommenden Fluglärm und Entscheidungen von Bretschneider am schlimmsten betroffenen Menschen werden als Abzocker dargestellt, weil sie die Gelder für ihre Immobilien, die nicht schallzuschützen sind, angeblich anders als für Schallschutz, verwenden. Dies ist eine unerträgliche Diskreditierung von Menschen, die quasi enteignet wurden.
Die Überschrift: „Immobiliengeschäfte  BER–Anwohner“ kassieren ab“ (15.09.2018) kommentiert „Nie da–immer dabei“-Bretschneider (SPD), zur Zeit in Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der Flughafengesellschaft (FBB), wie folgt:  „Das ist ein Problem und es gibt diese Fälle, wenn auch selten.“
Warum wird  ein seltenes Problem denn so reißerisch aufgemacht? Die Absicht beider ist klar! Wendt ließ sich von Bretschneider ein Stichwort geben, um zu diskriminieren und Betroffene zu kriminalisieren. Wendt beruft sich im Folgenden auf ein Hofberichtserstattungs-Interview mit Märchenerzähler Bretschneider vom gleichen Tage . Er lieferte die Posaune, in die Bretschneider dann miese Töne nach falschen Noten heraus posaunen konnte, um die – von seinem Fluglärm angezettelten Betroffenen, zu beleidigen und sie als „Kriegsgewinnler“ aus Fluglärm und als Steuergeld-Abzocker zu diskreditieren.

Wie immer, Märchenerzählungen
Es ging wieder um die Verbreitung des Märchens vom Fluglärmschutz durch Maßnahmen wie Schallschutzfenster. Es geht aber auch um Tausende Häuser, die durch nichts gegen Fluglärm geschützt werden können. Die Wahrheit ist, es gibt gegen Fluglärm keinen Schallschutz. Schallschutz durch Schallschutzfenster und Dachkosmetik wäre, wenn er Wirklichkeit wird, zunächst nur die Umwandlung der Immobilie in einen Akustik-Käfig. Was Schutzkäfige tatsächlich ausmachen, ist  der Zwang, sich in ihnen dauerhaft aufzuhalten um dem gesundheitsgefährdenden Lärm auszuweichen. Folge ist der Verlust von Erholung und Freizeit  in Gärten und Aufenthalt in Wald und Wiese. Es geht unbestreitbar um Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm, Verlust von Lebensqualität für Generationen von 200 000 Fluglärm-Betroffenen, auch in Häusern mit sich so nennndem Schallschutz. Diese Tatsache vertuscht Bretschneider wider besseren Wissens, im Gefolge mit Regierungen und Parlamenten seit 1996, dem Datum der, auch von ihm an erster Stelle initiierten Fehlentscheidung, den BER in Schönefeld zu bauen. Darüber natürlich kein einziger Satz, weder von Bretschneider noch vom Schreiberling. Es kommt dafür noch dicker

Zitat aus Wendt:

„Nach Aussagen des BER-Aufsichtsratschefs komme es wiederholt vor, dass Grundstücksbesitzer sich die Entschädigung auszahlen lassen, davon aber andere Kredite bedienen oder gar in den Urlaub fahren und ihre Immobilie verkaufen. Die neuen Eigentümer wüssten oft nicht, dass bereits Geld an den Vorbesitzer gezahlt worden ist und seien erstaunt, dass der Anspruch auf Schallschutz verwirkt sei. „Ich kann nur allen Käufern im Flughafenumfeld raten, sich genau zu informieren – etwa bei der Flughafengesellschaft oder eindeutige Regelungen im Notarvertrag zu verlangen“, betont Bretschneider“.

Diese, vom Schreiberling unkommentierten Behauptungen beweisen nicht nur kritiklosen Journalismus, sondern auch anzunehmende Charakterlosigkeit des Bretschneider. Er verschweigt, dass die von ihm diskreditierten Immobilienbesitzer nichts anderes machen, wie in Anspruch zu nehmen was er, unter seiner Verantwortung, im Planfeststellungebeschluss (2004) zugesagt hat. Er verschweigt, dass auch er dafür verantwortlich war, wie diese Zusagen über Jahre hinweg zu Gunsten der FBB definiert wurden und nur durch erzwungene Gerichtsentscheidungen der Betroffenen zu Recht wurden. Was von ihm nicht gesagt, vom Schreiberling nicht korrigiert wurde, ist: Wer als Lärmbetroffener eine Entschädigung von 30% erhält, wie das Bundesverwaltungsgricht in seiner „Schönefeldentscheidung“ (2006) ausgelobt hat, bekommt diese Entschädigung, weil sein Haus mit dieser Entschädigungssumme nicht gegen Fluglärm geschützt werden kann. Vor allem verschweigt Bretschneider, dass das ganze BER Chaos durch Fehlplanung, für die er wesentliche Verantwortung trägt, Immobilienbesitzer zu Opfer seiner Fehlplanung gemacht hat.

Bretschneider in seiner Lieblingsrolle
Bretschneider, der dies präzise weiß, will nun täuschend vermitteln: Die Hausbesitzer sollen doch die 30% sinnlos in Maßnahmen stecken, die gegen den Lärm eben nicht schützen. Auf die Idee, dass diese Entschädigung als Alibi – Beitrag für die Quasi–Entwertung/Enteignung ihrer Immobilie steht, sollen die um ihr Eigentum Betrogenen nicht kommen. Sollen sie etwa, wie Bretschneider auch zu interpretieren ist, aus der eigenen Tasche die 30% für unwirksame Schallschutzmaßnahmen solange aufstocken, bis die Summe zu einem Ergebnis führt, das er und die FBB als Schallschutz bezeichnen? Für wie dumm halten Bretschneider und die BER Protagonisten eigentlich die Betroffenen und mit welchem Zynismus werden sie abgestraft?

Missbrauch als Höhepunkt
Als Höhepunkt der Behauptung vom sogenannten Missbrauch der Entschädigung dann der Hinweis: Zum Opfer des Missbrauchs werden die armen Käufer, welche die nicht schützbaren Immobilien kaufen, aber erst nachdem der Verkäufer die 30% Entschädigung „abkassiert“ hat. Da ist zunächst festzustellen, wer in der Fluglärmregion verkauft, erhält nie den Kaufpreis den er hätte erzielen können, wenn in einer von Lärm unbelasteten  Region verkaufen würde. In diesen Fällen sind die 30% ein Ausgleich für den niedrigen Kaufpreis. Im Gegensatz zum Verkäufer der vor 2004, dem Datum von Bretschneiders Planfesstellungsbeschluss, nicht mit einem gewaltigen Lärm-Malus rechnen durfte. Heute kann ein Käufer von Immobilien in der Lärmschutzregion sich nicht mehr mit Nichtwissen rausreden. Er weiß worauf er sich einlässt, wenn er da kauft oder baut, wo nach Wille von Bretschneider minütlich Flugzeuge über sein Haus fliegen werden. Er nimmt für sich und seine Erben billigend in Kauf, ein Haus zu kaufen oder zu bauen, das in der Fluglärm-Region preisgünstiger ist, wie in ruhiger Wohnlage. Aber genau ihm, man kann auch sagen, dem Deppen, gehört nun das Schutzinteresse von Bretschneider und seiner SPD-Genossin, Ministerin Schneider. Sie gaukeln vor, wer die 30% Entschädigung vom Verkäufer abverlangt, wäre gegen Fluglärm geschützt. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als unverschämt gegenüber dem Verkäufer Notare zu informieren, um so eine unterstellte Betrugsabsicht des Verkäufers zu unterbinden. Wo nehmen Bretschneider und Schneider die Frechheit her, aus Verkäufern auch noch Abzocker zu machen.  Und Bretschneider fordert dann noch auf, die Notarverträge darauf hin zu prüfen, ob sie den Käufern die 30% Lärm-Entschädigung sichern. Dreckiger kann man, bei aller Charakterlosigkeit, nicht mit Opfern eigener Fehlentscheidungen und jahrelanger Faktenvertuschung vorgehen. Anders als behauptet, sprechen die Verursacher von Fluglärm und Eigentumsentwertung den Betroffenen dreist die eigene Entscheidungen zur Verwendung einer Entschädigung  ab, auf die sie einen Rechtstitel haben. Sie werden kriminalisiert. Als Ganoven und Abzocker abgestempelt, dürfen und sollen nicht selbst entscheiden – also Kredite tilgen, in Urlaub fahren oder sich ein Auto kaufen, um mit solchen Trostpflästerchen den Schaden zu mildern, den auch Bretschneider angerichtet hat.

Das eigentliche Drama findet nicht statt
Was aber auch in diesem Zusammenhang wieder verschwiegen wird: Die wahren Opfer sind unsere Kinder, die in zu Akustik-Käfigen umfunktionierten Einrichtungen, KITAs und Schulen, unterwiesen  werden. Sie trifft dann beim Verlassen dieser Käfige, bei Spiel und Freizeitgestaltung die ganze gesundheitsgefährdende Wucht des Fluglärms. Lebenslang verurteilt und vor der Entscheidung, ob sie das Erbe eines ungeschützten Hauses antreten sollen. Dieses Drama ist Tabu von Politik und Medien.  Dafür dürfen sie und ihre Eltern auch noch Steuern bezahlen, damit sie in den „Genuss“ von Fluglärm kommen. Verkommener kann Politik nicht mit Zukunft umgehen!

 

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