BER-Eröffnungstermin: … über Dübel & Co. zum eigentlichen Problem

13. Mai 2019
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ARD/Kontraste vom 09.05.2019:

  • „BER diese drei Buchstaben stehen für ein Flughafengewordenes Riesendesaster. Seit genau sieben Jahren sollte er bereits fertig sein. Aber jetzt haben wir mit Kollegen von rbb24 Recherche herausgefunden: Das könnte noch jahrelang so weitergehen. Mehr …

„Das könnte noch jahrelang so weitergehen.“?!
Als kürzlich öffentlich wurde, dass es wegen Dübel & Co. auch mit dem Eröffnungstermin im Oktober 2020 nichts werden wird, meldete sich FBB-Chef schon fast zeitgleich mit einem Dementi zu Wort. Unglaublich schnell ging das dieses Mal. Der Verdacht liegt auf der Hand: Wenn die einschlägig Verdächtigen schon wieder einen geplatzten Eröffnungstermin eingestehen müssen, dann besser   n a c h   der Europa- und Kommunalwahl am 26. Mai und   n a c h   der Landtagswahl am 1. September.
Nicht wegen des Image-Schadens, glauben tut den Müller(SPD), Woidke(SPD), Bretschneider(SPD) und Co. sowieso kein normaler Bürger mehr, bevor er die Inbetriebnahme nicht mit eigenen Augen erlebt hat. Auch das Lütge Daldrup(SPD) dem Recherche-Team von ARD-Kontraste den Zutritt zum sogenannten „Medientunnel“ versagt hat, ist nicht mehr als eine Randglosse.
Doch die für dieses Desaster verantwortlichen politischen Parteien müssten der Öffentlichkeit dann  zumindest noch    v o r    der Landtagswahl einen Plan B vorlegen. Einen Plan B, den sie höchstwahrscheinlich sogar haben. Das Problem: Damit würden sie auch ihr Versagen eingestehen. Also packt man diesen erst nach der Wahl aus. Bis dahin gilt es die Bürger noch dumm zu halten.
Um so aufschlussreicher ein Zitat, ganz am Ende des o.g. Kontraste-Beitrages:

  • „Wenn das so wäre, dass man den gesamten Terminal entkernen muss, also alles rausnehmen müsste, dann glaube ich muss man sich die Frage stellen, ist das noch der richtige Standort.“
    Christian Gräff (CDU), BER-Untersuchungsausschuss Abgeordnetenhaus Berlin

 

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