Der BER und die fünf Bürgermeisterkandidaten für Blankenfelde-Mahlow

26. August 2019
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Der BlickPunkt“ vom 24. August 2019 veröffentlichte ein aufschlussreiches Interview mit den 5 Bürgermeister-Kandidaten von Blankenfelde-Mahlow. Was bei den Machern des Blättchens untergegangen zu sein scheint: Blankenfelde-Mahlow ist diejenige Umlandgemeinde, die am schwersten von den Folgen des BER betroffen ist. Doch die Interview-Frage: 

„Umwelt ist das große Thema der Stunde .
Haben Sie konkrete Vorstellungen in Sachen  Umwelt
für Ihre Gemeinde, gerade im Hinblick auf den BER?“ 

kam ganz hinten, zum Schluss.  So ist das halt manchmal mit den für die Bürger und Wähler wirklich existenziellen Fragen. klaerwerk hat daher Ferdi Breidbach – den früherer CDU-Bundestagsabgeordneter, ehem. BVBB-Vorsitzender und Betreiber der, auf den BER spezialisierten, web-Seite www.ber-na.de – gebeten, die jeweiligen Antworten der Bürgermeister-Kandidaten zu kommentieren.  klaerwerk-Leser wissen, F. Breidbach ist ein Freund von klaren Worten und überdies ist sein Kopf voll mit Fakten und Hintergrundwissen zum BER.  Lesen Sie hier seine Position:   



Zu „Ergüssen“ und geistig politischer Blindheit der fünf Bürgermeisterkandidaten für Blankenfelde Mahlow
Vorab die Feststellung: Gemessen an ihren Ergüssen zu existentiellen Zukunftserwartungen hinsichtlich der Folgen einer BER -Inbetriebnahme ist kein Kandidat  als Bürgermeister wählbar. Keiner hat eine Antwort zum kommenden Fluglärm-Teppich über Blankenfelde Mahlow.
Es kann noch schlimmer werden, wie alles, was der scheidende Bürgermeister Baier verzapft und hinterlassen hat. Im Anzeigenblättchen „Blickpunkt“ antworteten die Kandidaten auf „Stützfragen“ mit Politsprech unter Verdrängung des eigentlichen, des existenziellen Problems. Es geht um die Folgen für die Opfer des Fluchhafens BER. Alles was diese Kandidaten an Vorschlägen, Illusionen zur Entwicklung von Blankenfelde Mahlow versprechen, wird infolge des kommenden Fluglärm nur noch eine „Verschlimmbesserung“ der Entwicklung der Gemeinde und ihrer  betroffenen Bürger. Generationen von ihnen werden Gesundheitsgefahren durch Fluglärm und Umweltschutz als Schicksal erleben. Mit Sicherheit, das zeigen andere Fluglärm-belastete Regionen weltweit, werden u. a. Erkrankungen wie Bluthochdruck, psychische Störungen und Herzinfarkte das Leben bestimmen. Da hilft kein Selbstbetrug nach dem Motto: Es wird wohl nicht so schlimm, wenn 16 bis 18 Stunden am Tag alle zwei Minuten Flugzeuge in 250 bis 350 m Höhe ihren Fluglärm und Dreck über unseren Köpfen abladen. Wer diese Zukunft bestreitet, sich vor macht, dass der BER und seine Folgen nicht   d a s   Existenz – und Zukunftsproblem der Gemeinde sind, dem ist nicht mehr zu helfen.

Kandidaten Ahnungslos?
Die fünf Kandidaten wollen Nachfolger und/oder Erbschleicher eines Bürgermeister–Darstellers werden, der ihnen einen politischen Saustall und Zerrissenheit unter Parteien und Bürgern hinterlassen hat. Dafür hat in nun, im Pensionsalter, seine SPD zum Landtagskandidat befördert.  Diese fünf  Nachfolgekandidaten belegen nun  ausweislich ihrer „Ergüsse“, dass sie nur Kinder im Geiste von Baier sind, der das existentielle Problem der Gemeinde über Jahre im Nebel der Volksverdummung zum System machte. Mit Ablenkungsmanövern, Nebelgranaten, politischen Nebenkriegsschauplätzen hat dieser „immer dagegen – immer dafür“ Bürgermeister einen einstmals aufflammenden Widerstand der Bürger gegen den BER  kirre gemacht.  Heute geben sie sich ihrem Schicksal unter Fluglärm hin.

Wer die Folgen kennt, kann nicht schweigen
Wer bereit ist, wie der Verfasser dieser Kommentierung, sich anzulesen, wie die Bürger unter diesen Folgen einer existentiellen Bedrohung leben sollen,  darf nicht schweigen. Insbesondere nicht, wenn auch er durch dumme Sprüche, die Unterdrückung von Fakten und Wahrheiten zur Zukunft der Gemeinde/Region veräppelt werden soll. Schweigen tut auch  der  inzwischen  heruntergewirtschaftete und eingeschlafene „Bürgerverein Brandenburg Berlin eV.“(BVBB). Auch er steht nun „geschlagen“, erfolglos vor den Folgen rücksichtsloser Machtpolitik von SPD, CDU, Grünen und Linken und ihren politischen Posaunisten. Zu Recht sind auch sie Opfer der Erkenntnis: Gegen Dummheit, Ignoranz und Rechtsmissachtung kämpfen selbst Götter vergebens.

Nur ein Kandidat lässt erkennen: Ich habe verstanden
Es ist typisch und zeigt wohin diese Parteien den BER hin manipuliert haben, dass nur ein Kandidat der AFD,  M. Pfahler, in Ansätzen die Existenzfrage für die Gemeinde im Visier hatte. Wer darum die BER-Folgen für Generationen, die Existenz der Gemeinde, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Lebensqualität , Schutz des privaten Eigentums, Nachtruhe und ein Recht unserer Kinder auf gesunde Entwicklung, als Ziel politischer Verantwortung zum Gegenstand politischer Entscheidungen als Verpflichtung ausgibt, findet  unter fünf nur einen Kandidaten der „liebend gerne“ dem BER-Chaos ein Ende setzen möchte.
Man muss oder darf die AFD nicht lieben oder akzeptieren. Es gehört aber zur Wahrheit, dass ihr Kandidat, M. Pfahler, „ den Daumen im richtigen Loch hat“.
 

Frage„Blickpunkt“ an  Michael Pfahler(AFD):
Umwelt ist das große Thema der Stunde. Haben Sie konkrete Vorstellungen in Sachen Umwelt für ihre Gemeinde, gerade im Hinblick auf den BER?

Antwort Michael Pfahler:
Verbesserung des Schallschutzes, Durchsetzung des landesplanerischen Nachtflugverbotes und die Festschreibung einer Obergrenze der Flugbewegungen. Am liebsten wäre es mir, den Flughafen an diesem Standort ganz zu schließen, denn nur das würde die Gemeinde vor schädlichen chemischen und auch akustischen Immissionen schützen, die zusätzlich zum normalen Verkehr im erheblichen Maße die Gesundheit und Umwelt belasten.

Kommentar:
Pfahler hat die Probleme erkannt und ausgesprochen. Wohl resignierend, wissend, dass die anderen Parteien sein „am liebsten den „Standort ganz zu schließen“, nicht zu ihrer Liebe machen, legt er nach: Auch die Umweltverschmutzung und das kommende Verkehrschaos werden Umwelt und Gesundheit belasten.
Pfahler erkennt die Fakten, muss aber wissen, dass er als gewählter Bürgermeister an Fronten kämpfen muss, die sich mit dem BER–Dreck besudelt haben. Dabei darf man ihm Erfolg wünschen!


 

Noch mal, der „BlickPunkt“, hat allen Kandidaten zum BER Chaos  eine simple, gleichlautende aber für die Zukunft entscheidende Frage gestellt:

„Umwelt ist das große Thema der Stunde. Haben Sie konkrete Vorstellungen in Sachen Umwelt für ihre Gemeinde, gerade im Hinblick auf den BER?“

Zur Schwafelei der Kandidaten zur Existenzfrage „Folgen aus BER-Inbetriebnahme“ im Einzelnen, nun der Reihe nach:


Antwort Michael Schwuchow (SPD):
„Ich werde für das Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr kämpfen und gegen den Ausbau des Flughafens in Schönefeld. Ich will das Konzept einer Klimahülle für die geplante KITA und/ oder eines möglichen Schwimmbades umsetzen, um die Entwicklung zur klimaneutralen Gemeinde voranzubringen“.

Kommentar:
Schwuchow  will für etwas kämpfen, das weder er noch seine Partei jemals durchsetzen wollen oder werden. Im Gegenteil die SPD hat gewollt, wo gegen Schwuchow nun ist. Es waren Stolpe, Platzeck und nun auch noch der amtierend Woidke, welche  den Standort Schönefeld  gegen den Standort Sperenberg durchgesetzt haben und nun „bis auf`s Messer verteidigen“. Das nun der BER weltweit als Pleiten Pech und Pannenprojekt bekannt ist und als Beispiel für Versagen kommentiert wird, ist den Sozis zu verdanken. Das eingetretene Chaos hat  bisher über 5 Mrd.€ Steuergelder gekostet, Berechnungen belegen, in Wahrheit 10 Milliarden.  Zu verantworten haben  dies Woidke (SPD) und seine Genossen die nun nicht mehr einen Flughafen wollen, den sie  mit einer genehmigten Kapazität von 17 Mio. Passagieren/Jahr (Planfeststellungsbeschluss 2004) einst planten. Dreist und frech, unterstützt von Berliner Genossen, soll nun das unfertige BER-Vehikel  auf eine Kapazität von 60 Mio. Passagieren und 450 000 bis 500 000 Flugbewegungen/Jahr, minütlich unter 2 Minuten, bis 2030 ausgebaut werden. Kein Wort zu diesem Irrsinn von Kandidat Schwuchow.  Als Täuscher will  er aber für eine Nachtruhe vom Fluglärm zwischen 22 bis 6 Uhr kämpfen. Da verschweigt er, dass seine Genossen einen Planfeststellungsbeschluss zum BER-Bau durchgesetzt haben, der einen uneingeschränkten 24 Stundenflug sichern sollte. Das Bundesverwaltungsgericht hat dann 2006 in seiner „Schönefeld-Entscheidung“ durch Klagen von 4000 Betroffenen Bürgern, darunter 1400 aus Blankenfelde Mahlow, diesem  Versuch die Nachtruhe ohne jede Einschränkung zu negieren, einen Riegel vorgeschoben. Peinlich für die SPD: Das Bundesverwaltungsgericht entschied: zumindest in der Zeit zwischen 00:00 und 5:00 Uhr  muss grundsätzlich  Ruhe sein. Genötigt durch eine Volksabstimmung zur Nachtruhe erklären nun der Kandidat Schwuchow, seine SPD und Linke: ab 5:00 Uhr darf wirklich nicht mehr geflogen werden. Eine Stunde mehr Nachtruhe, sollen dann den vernebelten Bürgern als heroischen Kampf von Schwuchow, SPD und Linken verkauft werden.

Schuchow und seiner SPD muss noch ins Stammbuch geschrieben werden, wer in Wahrheit die Schuld am Standort Schönefeld tragen muss. Diese Wahrheit hat der einst Regierende Bürgermeister von Berlin, Diepgen (CDU) vor dem BER- Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordneten-Hauses (01.02. 2013) öffentlich gemacht und damit das Märchen der Schuldlosigkeit der Brandenburger SPD, von Stolpe, widerlegt. Unter Eid hat er den Vorgang wie folgt geschildert:

Zwischen ihm und Stolpe sei bis etwa Mitte 1995 einvernehmlich gewesen, dass Sperenberg die 1. Wahl sei. Damit bestätigte er Akteninhalte von Besprechungen und Vereinbarungen, die er und Stolpe getroffen hatten. Irgendwann in der zweiten Hälfte 1995 sei Stolpe dann zu ihm gekommen, um zu erklären, dass er die Finanzierung für die Verkehrs-Schienenanbindung von der Stadtgrenze Berlin nach Sperenberg nicht liefern könne. Darum sei es jetzt notwendig, Wege für den Standort „Schönefeld“ zu finden. Stolpe, so die Einlassung von Diepgen, hatte so den Weg frei gemacht, der den Berliner Interessen und denen des Bundes entsprach.

Und dann muss auch die Legende nach der Diepgen Schuld am Standort sei in die Tonne. Seit 2000, 19 Jahre, hatten die Sozen die Gelegenheit die Standortentscheidung zu korrigieren. Sie taten das Gegenteil! Sie verteidigten selbst die als falsch zugegebene Standortentscheidung.

Schwuchow schwafelt dann als weiteren Lärmschutz von einer „Klimahülle“ für eine „geplante KITA oder ein gewolltes Schwimmbad. Was mit den anderen Kitas und Schulen Lärmschutz sein soll, darüber schweigt des Kandidaten „Herrlichkeit“. Und, er hat vergessen, ein Schwimmbad brauch keine „Klimahülle“, wenn es als „Akustikbude“ gebaut würde.

Ergebnis: Wer Schwuchow wählt bekommt einen Bürgermeister Baier-Hoch 3. Und belohnt eine SPD für ihre Flughafen-Schandtaten.


Der nächste, Antwort Kalinka (Grüne):
„ Ich will Fachkompetenz, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit zum BER in der Verwaltung ausbauen. Außerdem will ich attraktive Alternativen zum Autoverkehr fördern, Müll in den Wäldern beseitigen und das Umweltbewusstsein erhöhen! Jeder kann zur Grünen Gemeinde beitragen!“ So seine schwachsinnige Antwort auf eine konkrete Frage.

Kommentar:
Kalinka, ist, so sein politisches „Erscheinungsbild“, seit Jahren Wurmfortsatz des Baier und seiner SPD. Auch er: immer dagegen und immer dafür. Immer, auch in Sachen BER, als großer Schwafler vor dem Herren und Vertreter von SPD-Parolen. Nun will er die BER-Probleme durch Fachkompetenz, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit und mit Verwaltungsbürokratie lösen. Dazu dann Müllbeseitigung und Implementierung von Blankenfelde Mahlow als grüne Gemeinde. Geistloser, ideenloser und instinktloser kann man Bürger auch im Wahlkampf nur abspeisen, wenn man Kalinka heißt. Was ist eigentlich „Grün“ an diesem selbsternannten Grünen?

Was Kalinka verschweigt ist die Tatsache, dass es die Grünen waren und sind, die SPD und CDU zum Alibi verholfen haben sich für den BER Standort Schönefeld zu entscheiden. Denn, der einst Regierende Bürgermeister von Berlin, Diepgen (CDU) hat, wiederum in seiner Vernehmung (unter Eid) vor dem Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses (01.02.2013) die BER Rolle der Grünen zu Protokoll gegeben. Hier nun eine Wiedergabe der Aussagen Diepgens (unter Eid) zu dieser Rolle:

„Nicht unbeachtet blieben auch die Folgen für die Eingriffe in die Natur und die Grundwasserprobleme. Diese seien in Sperenberg ungleich größer gewertet worden als für Schönefeld. In der Abwägung ging es dann auch um die Grünen und deren massive Proteste gegen Sperenberg. Man habe hier bundesweite Proteste befürchtet. Das Argument, dass man Eingriffe gegen die Natur nicht korrigieren könne, aber gegen den Fluglärm mit guten aktiven und passiven Maßnahmen einen Schutz für die Menschen sicherstellen könne, habe so eine große Rolle gespielt.

Ergebnis:
Kalinka verschweigt und vertuscht, dass die Grünen eine Hauptschuld an der Standortentscheidung „Schönefeld“ haben weil auch Diepgen bundesweite Proteste der Grünen fürchtete und den Umweltschutz für Sperenberg höher klassifizierte, als die Folgen eines Schönefeld-Standorts. Damit ist bestätigt: den Grünen von Kalinka war/ist der Schutz des Molches ein höheres Rechtsgut als der Schutz für Menschen.
Wer Kalinka wählt muss wissen was er sich einhandelt: einen Schwafler, Vertuscher, dessen Partei für den Fluglärm und die Folgen für Blankenfelde-Mahlow eine Hauptverantwortung trägt.



Antwort Anke Scholz (parteilos, Kandidatin der Linken):
Jeder Mensch hat das Recht vor gesundheitsschädigendem Lärm und anderen Emissionen so gut wie möglich verschont zu bleiben. Dazu gehören zum Beispiel das Festhalten zur Begrenzung der Passagierzahlen, keine vollständige Versiegelung von Grünflächen und Erweiterung des ÖPNV“. So ihre Antwort auf einen konkrete Frage.

Kommentar:
Diese Aussage zu Problemen/Folgen des BER ist eine politische Nullnummer. Sie schwafelt vom Recht aller Menschen zum Schutz vor Lärm und anderen Emissionen und bietet als Lösung an: „Festhalten an Passagierzahlen (an welchen eigentlich), „vollständige Versiegelung von Grünflächen, Erweiterung des ÖPNV“. Vor dem Hintergrund dieser nur hirnrissigen Aussagen stellen sich die Fragen: Sollen Versiegelungen von Grünflächen eine Maßnahme gegen Fluglärm sein? Hat die Dame auch nur die geringste Kenntnis von Kapazitäten von Passagieren am BER und welchen Einfluss diese Kapazitäten auf Fluglärm und Gesundheitsschäden hat sie? Was soll gegen Fluglärm eine „Erweiterung des ÖPNV“ bewirken?

Was Scholz verschweigt ist die Tatsache, dass die Linke zig Wahlkämpfe mit Propaganda gegen den BER -Standort Schönefeld bestritten hat. Aber politische Geländegängigkeit und Wendehalsqualitäten hat sie dann bewiesen, als sie als Koalitionspartner, auch in Brandenburg, an die „Fleischtöpfe Jerichos,“ sprich Ministerposten kam. Nach dem Motto: was interessiert uns ein Wahlbetrug, wenn wir Posten bekommen, dann eben für den BER in Schönefeld.  Auch für diese Opportunisten gilt: Wer immer dagegen war, kann dafür sein, weil die Wähler so dumm sind, sich an der Nase herumführen zu lassen.

Ergebnis:
Vor dem Hintergrund der Fluchhafen-Geschichte der Linken, nun ihren Aussagen als Feigenblatt der Linken – kann der Dame nur eine Stimme geben,  für den die Linke trotz aller Irrlehren und Verbrennungen von Links-Erklärungen, sagen und machen kann, was sie will – weil man trotzdem Links bleibt. Links sein ist eben dann Religion!


Antwort Andreas Buch (CDU):
„Das aktuell realistischste Szenario, ist alles dafür zu tun, die Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen in der Nacht massiver einzuschränken und so Fluglärm in der Hauptschlafenszeiten zu reduzieren“.

Kommentar:
Buch will was tun im Sinne eines „realistischen Szenarios“. Wie, mit wem, wann er Ausnahmegenehmigungen für Starts und Landungen „in der Nacht zu „Hauptschlafenszeiten“ massiv einschränken will, um so den Fluglärm zu minimieren, verrät er nicht. Dann Vertuscht und verschweigt er die gesundheitlichen Folgen für die Opfer, Menschen, Kinder, die nach dem „C“ in seiner Partei Ebenbilder und Geschöpfe Gottes sind. Diese Geschöpfe Gottes werden unchristlich mit einem „realistischen Szenario“ a la Buch abgespeist.

Was Buch natürlich auch verschweigt ist die Rolle, die seine Partei in 20 Jahren Fluchhafen-Politik gespielt hat. Nicht nur, dass sie in Nibelungentreue auch bei diesem Problem stramm zur SPD stand, mitgemacht hat, dass Berlin den Flughafen-Dreck und die Folgen des Chaos auf Brandenburg abschieben konnte. Nein, es ist erst 3 Jahre her, da wollte die CDU auch noch eine dritte Start und Landebahn. Forderte einen Großflughafen ,der Profit abwarf. Wenn es darum ging alle Folgen und Brutalitäten durchzusetzen, Betroffene mit Parolen zu veräppeln, dann saß die CDU immer im Maschinenraum von SPD und Linke. Jetzt, nachdem sie das BER-Chaos als Wahlkampfthema entdeckte, nun die Forderung ihres farblosen Spitzenkandidaten, Senftleben: Den BER abreißen, wenn der Inbetriebnahmetermin 2020 nicht gehalten werden kann. Da muss man fragen, wer hat diesem Senftleben und was in den Kaffe geschüttet? 7 Mrd. € die verplempert sind ins Klo spülen? Von der Expertenmeinung einer sinnvollen Nachnutzung dieses gewaltigen Investments, einem Neubau in Sperenberg, für den private Investoren ante portas stehen, hat er ahnungslos noch nichts gehört.

Hätte er gelesen, oder seine mit seiner Hilfe geschasste Vorgängerin, Saskia Ludwig, gefragt, dann wäre ihm zum Beispiel eine Projektstudie „Zentralflughafen für Deutschland“… (2013, nachzulesen auf www. ber-na.de) als Hilfe anstelle von Schwachsinn gut bekommen. Saskia Ludwig war klug, weil sie eine Nachnutzung der BER-Fehlplanung und ein Nachdenken über einen Neubau in Sperenberg als Diskussionsgrundlage ins Gespräch brachte. Diese Klugheit war auch für Senftleben  erschreckend.

Ergebnis:
Vor dem Hintergrund der Fluchhafengeschichte der CDU und nun der geistlosen Erklärungen des Buch, kann man nur zum Ergebnis kommen, wer Buch wählt  will Absurdistan anstelle von Blankenfelde Mahlow.


Fazit:
Abgesehen von  Problemerkenntnis des AFD- Kandidaten, Michael Pfahler, hat keiner der anderen Kandidaten eine Antwort auf die Existenzfrage der Gemeinde. Zugestanden, in wenigen Zeilen gibt es keine umfassen Antwort. Darum wäre es klug gewesen, nicht auf den Leim eines Anzeigen-Blättchens zu kriechen, von dem kein Kandidat erwarten durfte, die Zeilen zu bekommen, die in möglicher Antwort auf die Frage nach BER-Problemen notwendig gewesen wäre. Da gilt nun, wer auf den Leim gekrochen ist, klebt daran fest. Er bietet so die Möglichkeit, Dummheit zu kommentieren.
Die Antworten sind mehr als nur feige, von Sachkenntnis ungetrübt und vor dem Hintergrund der BER-Folgen eine Beleidigung für Bürger mit geistigem Niveau und Sorgen um ihre Zukunft in der Gemeinde.

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One Response to Der BER und die fünf Bürgermeisterkandidaten für Blankenfelde-Mahlow

  1. Andrea Hollstein
    29. August 2019 at 14:21

    Sehr geehrter Herr Breidbach,

    vielen Dank für Ihre ausführliche Darstellung. Ich mag es an sich, wie Sie Dinge ohne Umschweife auf den Punkt bringen. Man muss zudem nicht immer diplomatisch sein. Ich finde aber Ihre doch sehr abfälligen Fazits nicht gut, denn da greifen Sie nicht die Kandidaten als solche, sondern die Menschen direkt an. So etwas finde ich nicht gut. Aber das ist nur meine Meinung. Ich bin ja auch oft nicht fein in meiner Wortwahl, aber das geht m. E. zu weit.

    Erst einmal stimme ich mit Ihnen sicher darin überein, dass SPD, LINKE und Grüne bei diesem Thema lieber ganz die Klappe halten sollten. Eine Zeit lang war auch die CDU in Regierungsverantwortung, aber da hatten insbesondere die Genossen der SPD schon eine ganze Schar Kinder im Brunnen versenkt.

    Neben Michael Pfahler hat Andreas Buch als einziger einen konkreten Vorschlag unterbreitet, statt wie die anderen politisches Blabla unter dem Motto „Bloß nichts Falsches sagen.“ schreiben zu lassen. Kurz, knapp, machbar. Was ist dagegen einzuwenden? Ob das so machbar sein wird, was beide vorschlagen, wird sich zeigen. Aber sie sülzen nicht rum, sondern haben erst mal eine Idee.

    Es ist illusorisch, den Standort in Frage zu stellen, weil dann SPD, LINKE und Grüne ihr gemeinsames Scheitern offensichtlich machen würden. So aber schieben sie heimlich die Milliarden über haushalterische Nebengänge weiter in das Projekt, damit Sie 20XX mal große Eröffnungsschleifen durchschneiden dürfen.

    Dass der bisherige Bürgermeister faktisch nichts für die Gemeinde getan hat, um sie vor den Folgen des BER zu schützen, bedeutet nicht, dass es der/die nächste nicht doch kann. Aber es sind hier auch keine Wunder mehr zu erwarten, denn den Standort in Frage stellen werden nur die Flughafengegner, nicht aber die Landesregierung.

    Unter dem Strich aber ist kein/e Bürgermeister/in in der Lage, sich gegen die Landesregierung zu wehren. Die Damen und Herren im rosa Schlösschen sind so weit weg vom Flughafengeschehen, dass sie in ihren Turmzimmerchen eh´ nichts von der Wirklichkeit mitbekommen. Und wenn denen einer quer kommt, lassen sie ihn am ausgetreckten Arm verhungern und die Gemeinde gleich mit.

    Die Fragen des Blickpunktes waren schlecht gewählt und leider waren die Kandidaten schlecht beraten, diese zu beantworten.

    Ich hoffe, dass nun 2-3 Kandidaten aus unserem Wahlkreis in den Landtag einziehen und dann parteiübergreifend ohne die ständige AfD-Schelte was für unsere Gemeinde reißen.

    Es grüßt Sie freundlich
    Andrea Hollstein

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