Advent, Advent, ein Tesla brennt

3. März 2020
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E-Mobile:  Sicherheitsrisiken durch Batteriebrände
Die Sicherheitsrisiken einer ins Gerede gekommenen Technologie werden ignoriert. Die so genannte Elektro-Mobilität, also in erster Linie Fahrzeuge mit batteriebetriebenem An­trieb, sind als der letzte Schrei in aller Munde. Sie gelten als die Lösung der Zukunft, um die “Kliman-Neutralität” zu erreichen, also u.a. einen Straßenverkehr ohne CO2-Ausstoß, wie man bei oberflächlicher Betrachtung meinen könnte.
Bundesregierung und Europäische Union investieren Milliarden an Subventionen in diese Technologie, die allerdings noch viele völlig unbeantwortet Fragen mit sich bringt. Nur ein Problem, das die E-Mobile aufwerfen, könnte auch ganz aktuell werden für Blanken­felde-Mahlow. Praktisch wöchentlich berichten neuerdings bundesweit die Medien von Batterie-Bränden an damit betriebenen Fahrzeugen. Besonders betrifft das naturgemäß den weltgrössten Hersteller von batteriebetriebenen E-Mobilien, die Firma Tesla aus den Verei­nigten Staaten.
Dabei entstehen solche Batteriebrände meist spontan, ohne dass konkrete Ursachen be­nannt werden können. Man geht mittlerweile von Kurzschlüssen aus, die durch die kompli­zierte Chemie derart hoch-komplexer Batterien ausgelöst werden. “Selbstentzündung” heißt es häufig im Gespräch mit Fachleuten der Feuerwehren.

Die Diskussion grundsätzlicher Fragen ist politisch unerwünscht
Offenbar besteht aber ein reges Interesse der Behörden, bei solchen Havarien keine grundsätzlichen Fragen aufkommen zu lassen. Fragt man nach, trifft man auf das Prinzip “Mustopf”, frei nach dem Motto “Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts”. So auch in Blanken­felde-Mahlow.
Dabei lassen Berichte immer deutlicher werden, dass die Technologie der E-Mobilität außer­ordentlich große Probleme für die öffentliche Sicherheit aufwirft. So sind diese Fahrzeuge, sobald sie in Brand geraten, mit herkömmlichen Mittel kaum zu  löschen. Der modulare Auf­bau der Batterien führt, sobald einmal ein Brand ausgebrochen ist, durch die entstehenden hohen Temperaturen zu fortgesetzten Selbstentzündungen und Kurzschlüssen weiterer Mo­dule der Batterien. Die Löschung eines solchen Fahrzeuges dauert meist viele Stunden und Tausende Liter Wasser allein zur Kühlung. Die Firma Tesla weist in ihren Handbüchen selbst auf die enormen Schwierigkeiten des Löschens solcher Brände hin. Die Brandhäufig­keit gegenüber herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, so haben Brandexper­ten ermittelt, liegt um etwa das vierzigfache höher als bei Verbrennungsmotoren.
Viele Feuerwehren, haben, nicht zuletzt auch wegen der erheblichen Gefahren, denen die Rettungskräften bei solchen Einsätzen ausgesetzt sind, spezielle wassergefüllte Bassins an­geschafft, in die brennende E-Mobile komplett  eingetaucht und heruntergekühlt werden kön­nen, um Selbstentzündungen weiterer Batteriemodule zu verhindern und den Band schließ­lich zu löschen.
Diese Methode E-Mobile zu löschen mag außerhalb geschlossener Räume noch möglich sein. In geschlossenen oder halbgeschlossenen Räumen wie Tiefgaragen und Parkhäusern ist das wegen der räumlichen Enge nahezu unmöglich, Hier muß über Stunden bei Tempe­raturen um die Tausend Grad „von Hand“ gelöscht werden. Und das unter Atemschutz und mit Chemieschutzausrüstung, wegen der austretenden Dämpfe und gefährlichen Säu­ren. Abgesehen von den horrenden Kosten, von denen niemand weiß, wer sie begleichen soll, stellt sich noch ein ganz anderes Problem. Die bei solchen Bränden über längere Zeiten herrschenden Temperaturen, lassen den Armierungsstahl im umgebenden Beton eines Parkhauses oder einer Tiefgarage rasch schmelzen oder doch zumindest weich werden. Im Ergebnis bedeutet das in jedem Fall, daß die Statik des Gebäudes und damit seine Standsi­cherheit verloren geht und es womöglich abgerissen werden muss.

Parkhaus des Brandenburger Landtages: Für E-Mobile bis auf weiteres gesperrt
Das dürfte wohl auch einer der Gründe gewesen sein, warum die Verwaltung des Branden­burgischen Landtages in Potsdam die Tiefgarage des Parlaments für batteriebetriebene E-Mobile auf unbestimmte Zeit gesperrt hat, jedenfalls solange, bis ein in Auftrag gegebenes Sicherheitsgutachten vorliegt und die Unbedenklichkeit bescheinigt.
Auch für das gemeindeeigene Parkhaus am Blankenfelder Bahnhof ergeben sich erhebliche Sicherheitsfragen. Bei der Sitzung der Gemeindevertretung am 30. Januar habe ich das Thema in der Bürgerfragestunde angesprochen und angeregt, dem Vorbild des Brandenbur­gischen Landtages folgend, ein Sicherheitsgutachten erstellen zu lassen und bis zu dessen Vorliegen das Parkhaus vorsorglich für batteriebetriebene E-mobile zu sperren.
Wie gewöhnlich war unsere Verwaltung auch hier mal wieder ahnungslos. Man habe zwar, so hieß es, mit den Feuerwehren über die Sicherheit der gemeindeeigenen E-Mobile ge­sprochen. Ein konkretes Ergebnis konnte jedoch nicht mitgeteilt werden. Immerhin wurde eine schriftliche Beantwortung zugesagt, diese fiel dann allerdings mal wieder bezeichnend für die Verwaltung aus und belegt deren Ignoranz gegenüber diesem Sicherheitsproblem. Die Verwaltung, so hieß es, habe das Thema “mitgenommen und geprüft”. Die Erstellung eines Sicherheitsgutachtens sei “nicht erforderlich”.  Zu recht erwartet man von Bürgern und Gemeindevertretern Argumente für das, was sie gegenüber der Verwaltung vortragen. Umgekehrt hielt die Verwaltung eine Begründung für ihre Einschätzung offenbar nicht für nötig. Arroganz der Macht – wie gewohnt! (Antwort – Verwaltung Anfrage E-Mobile)
In jedem Fall erstaunt es, dass nirgendwo, auch auf höherer Ebene, konkrete Aussagen zur Brandsicherheit und den notwendigen Vorkehrungen zu erhalten sind. Das muss umso mehr  verwundern, als die Bundesregierung, sich im Unterschied zu vielen anderen Staaten, trotz der  damit zusammenhängenden gigantischen Umweltprobleme völlig einseitig auf die Batte­rie-betriebene  E-Mobilität festgelegt hat und diese mit Aber-Millionen fördert.

Passiver Widerstand: E-Mobile zu Ladenhütern machen
Alleine das in Grünheide geplante Automobilwerk der Firma Tesla darf mit nicht weniger als 300 Millionen Euro “Staatsknete”, also Subventionen, rechnen, obwohl alle Sicherheits- und Umweltfragen dieser Technologie völlig in den Sternen stehen. Nicht einmal die Frage, woher der Strom für die angestrebten 1 Million E-Mobile kommen soll, wenn alle Nutzer zum Feierabend ihre Steckdosen anzapfen – bei gleichzeitigem Ausstieg aus Atom- und Kohlekraft – kann auch nur annähernd beantwortet werden.
Zum Glück spricht alles dafür, daß diese Technologie wie schon die Fotovoltaik und die Windkraft zum “Rohrkrepierer” von Merkels “Energiewende” wird. Eine “Energiewende ins Nichts”, wie es der ehemalige Chefvolkswirt des Münchener IFO-Instituts, Hans-Werner Sinn, genannt hat. Dummerweise werden für diesen, von den Grünen und ihrer Symbol-Poli­tik vorangetriebenen Öko-Irrsinn Unsummen an Steuergeldern “verbrannt”, Millionen, an de­nen sich geschickte Geschäftemacher “eine goldene Nase verdienen”.
Damit wird auch ein überteuertes, aber unbedeutendes Parkhaus einer kleineren brandenburgischen Ge­meinde plötzlich zum Kristallisationspunkt einer komplett sinnwidrigen Politik.
Dem Bürger bleibt nur, passiven Widerstand zu leisten, indem er solche Fahrzeuge schlicht nicht kauft und damit zum “Ladenhüter” verdammt. Große Industrienationen, wie etwa China, haben ihre Zukunftsvisionen gerade erst korrigiert und setzen jetzt, wie in Ja­pan schon lange, allein auf die Wasserstoff-Technologie. Sie scheint auf lange Sicht wohl das Rennen zu machen, braucht derzeit aber noch einige Jahre zum Ausreifen der Techno­logie und ihrer Infrastruktur.
Da die Politik, wie immer, schnelle und vorzeigbare Zukunftsvisionen braucht, muß also das batteriebetriebene E-Mobil, das ohne gigantische Subventionen gar nicht verkauft werden kann, trotz der erheblichen Risiken seiner Technologie  und Nachteile für die Umwelt, um je­den Preis “gepusht” werden, obwohl das Scheitern sich schon jetzt abzeichnet.
Die Gemeindevertreter sollten nicht locker lassen und von der Verwaltung ein sattelfestes Sicherheitskonzept für diese Technologie ohne Wenn und Aber verlangen. Solange das nicht vorliegt, dürfen batteriebetrieben E-mobile einfach nicht ins Parkhaus! Alles andere wäre verantwortungslos.

 

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